Mein allererster Nachtwandel :3

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Uferpromenade hinter den Loftwohnungen
Jedes Jahr Ende Oktober wandelt eine ganze Welt durch wenige Straßen am Rande von Mannheim. Aus jeder Ecke tönt andere Musik und der Geruch von Glühwein mischt sich mit dem von Döner und Würstchen. Multikultiflair. Offene Künstlergalerien. Ein regelrechtes Feuerwerk an Bars und Kiosken und links und rechts überall kleine Unterführungen, die in Innenhöfe führen, in denen man noch ein bisschen mehr entdecken kann. Ich hatte den ganzen Abend über kein Programm in der Hand, doch jeder Punkt muss mit einer Nummer versehen sein. Diese Nummern finden sich in Sternen wieder, die vor den jeweiligen Stationen auf den Boden gemalt sind. Ein bisschen Walk of Fame am Mannheimer Hafen?! Könnte man so nennen, denn hier trifft sich alles, was irgendwie Rang und Namen hat, in teilweise vollkommen ungewohnter Umgebung.

Zugegeben, der Jungbusch an sich ist nicht sonderlich schön, wenn man es daran festmacht, wie viel Müll auch dann auf den Gassen liegt, wenn gerade kein Fest stattfindet, und laut ist es hier auch manchmal, wenn eigentlich längst Nachtruhe herrschen sollte. Bei so einer Angelegenheit ist das aber selbstverständlich und in Relation kommen die positiven Seiten viel besser raus.

Da gibt es zum Beispiel den Hafen 49, ein Club, der nur einmal in jedem Sommermonat auf macht. Er ist Open Air und wenn er ‚zu hat‘, würde keine Sau ahnen, dass an diesem Steg und auf den Dachterrassen des Musikparks regelmäßig so etwas wie eine Disko entsteht. Dass gegen Mitternacht der Eingang dicht gemacht wird wegen Überfüllung, dürfte vor allem den Veranstalter freuen.

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Hafen 49 von oben
Die komplette Hafenpromenade, die Teufelsbrücke, Innen und Außenräume, sogar der Spielplatz und die Jungbuschhalle nebenan sind mit Menschen überlaufen, es gibt einen International Food Market (im Musikpark drinnen), den auffällig geschminkten blutjungen Zauberkünstler, dem man selbst mit viel Mühe nicht ‚in die Karten schauen‘ kann, Musiker, die sich als Bühnenoutfit einfach mal CDs an die Klamotten nähen (glitzert so schön), handgefertigte Kunstwerke aus Lateinamerika oder von gerade um die Ecke, links Apfelwein, recht Ayran, in der Mitte vegane Pizza. Kurz gesagt, es gibt nichts, was es nicht gibt.

Auf der Bühne der Popakademie spielten von den gesamten Abend Bands aus dem Bandpool. Den Anfang bzw. die Umbaubespaßung vor der Tür machte die Schlagzeugmafia, von der es nahezu geniale Videos auf Youtube geben soll (noch mehr als nur das hier^^).

Novaa ist ein Studentin, die mit mir angefangen hat und live elektronische Musik spielt, der Wieland und Haller haben etwas rockiger der Menge eingeheizt und zum Abschluss durften die fetzigen Katinka noch abräumen, was abzuräumen war. Wie immer war alles gratis und es gab ein Bier namens Wulle. Kannte ich noch gar nicht, aber cooles Zeug.

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Katinka! 😀
Da ich nicht als offizielle Reporterin unterwegs war sondern nur mit privat mit ein paar Freunden den Busch unsicher gemacht habe, weiß ich natürlich nicht alles, was los war. Es gibt eine Programmübersicht im Internet (wer hätte das gedacht…) und ein bisschen kann man sich ja auch vorstellen, wie es da aussieht. Gegessen und getrunken wird ja bekanntlich immer, dementsprechend lang durfte man anstehen und um halb 1 war bereits der Teig bei Gianni’s weggefuttert. Musik geht auch immer, für meinen Geschmack ein bisschen zu viel rein elektronischer Kram, aber gut, scheint wohl zu funktionieren, die Präsenz von Sunshine Live ist nicht zu überhören. Was es sonst noch gab, weiß der Geier. Ihr könnt es mir aber auch gerne erzählen und eure eigenen Nachtwandel-Geheimtipps hier lassen. Dankeschöööööön! ❤

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