The Road Up North: Die elektronische Musik der Natur

flora

Wie stellt ihr euch eine kleine Babyblume vor, die mit ihrer Mutter spricht und gerade anfängt zu wachsen, in Tönen und Musik? Oder wie hört sich ein einsamer Beobachter an, der in einer Drohne sitzt, die über die Welt fliegt und dabei Blumen abschießt.
Schließt eure Augen und stellt euch vor, wie ihr durch einen Wald rennt. Links und rechts sind seltsame Fabelwesen und Szenarien, die es in eurem Verstand nicht gibt. Ihr seht sie trotzdem. Weil ihr träumt.
Wie klingt das?

Es klingt befremdlich genial.

Joshua, der Mann hinter The Road Up North, hat eine klassische Musikausbildung, die sich auf Sinfonien und solchem aufstützt. Erst sehr spät entschied er, elektronische Beats zu schreiben – die Fusion aus beidem lässt eine Musik zurück, die anspruchsvoll ist, obwohl sie langsam und regelmäßig ist.

  1. Baby Flower Learns To Grow
  2. Jungle Skating
  3. Dreammachine / Drive Alone (First Dream)
  4. Dreammachine / Blackness (Dream Two)

Baby Flower Learns To Grow: Der beste Sound der EP. „Cineastisch“ nennt The Road Up North dieses Experiment. Ist es. Man hört die Blume, so wie sie klingt, wenn sie klingen würde. Fantastisch. Anhören!

Jungle Skating: Drum&Bass ist Pflicht, Nomen est Omen. Den Dschungel, denke ich, hört man lauter. Nicht den dunstverhangenen dunklen Dschungel von „Flora“, der ist leise.

Drive Alone: Durch eine Traummaschine ist alles verschleiert. Eine Drohne, die Blumen auf die Welt schießt. Das ist eine zu schöne Idee, um wahr zu sein. Deshalb ist alles weit entfernt und blass. Aber es beruhigt. Wirklich eine schöne Idee, sollte jemand umsetzen.

Blackness: Fabelwesen in einem Wald, durch den der Protagonist rennt. Hört am Anfang der Stimme zu und denkt, euch würde das passieren, was sie erzählt. In einer Welt ewiger Dunkelheit gefangen zu sein, aber noch am Leben. Wie ein Koma. Es macht Angst, aber auf eine sanfte Art und Weise.

Meine Einschätzung zu der EP „Flora“ ist in der Trance geschrieben, in die sie versetzt. Sie wurde in Südafrika geschrieben, das ist ganz im Süden. Als nächstes geht der Weg wirklich nach Norden: Der Mitbewohner des jungen Producers hat gefilmt, wie er von Kanada nach Alaska unterwegs war. Daraus wird ein Film und The Road Up North’s nächstes Projekt, „Higher“ wird die Musik dazu.

joshua

Am 22. Februar ist die EP draußen. Informiert euch unter https://www.facebook.com/theroadupnorthmusic/?fref=ts, wie und wo ihr sie hören könnt.

 

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