Ein neuer Trend: Wohnzimmerkonzerte!

sir andrewIrgendwie muss, was Musikshows angeht, alles immer exklusiver werden.
Es gibt mehr Meet&Greets und mehr VIP-Tickets für große Konzerte als je zuvor. Die werden auch immer teurer. Radiosender ziehen Aufmerksamkeit und Fans auf sich, indem sie beliebte Künstler einem kleinen Kreis treuer Hörer präsentieren und wer nicht dabei sein konnte, will einen kompletten Live-Mitschnitt, in guter Quali, am besten noch kostenfrei auf Youtube… aus all diesem Gemisch aus Methoden, wie man eine Life-Performance genießen kann, hebt sich eine ab und wird immer beliebter: das Wohnzimmerkonzert.

 

So eines durfte ich letzten Samstag privat genießen. Es war nicht Beyonce, die hier auftrat und auch nicht AC/DC. Es war ein befreundeter Gitarrist und Sänger, der sich sowohl als Solokünstler als auch in mehreren Coverband Formationen im weiten Umkreis einen guten Namen gemacht hat.
Die erste Gruppe, die er vor nun 11 Jahren mit seinem Bruder gründete, nennt sich „Molly Alone“, eine Anlehnung an den irischen Klassiker „Molly Malone“. Dann gibt es noch die Partyrockband „Dirty Fingers“. Die spielen sich quer durch den Rock’n’Roll und in dieser Gruppe präsentiert der Herr, der bei meiner Mutter im Wohnzimmer auf einem Barhocker saß, sein härtestes Repertoire.
Als Solokünstler heißt er Sir Andrew. Ich glaube, das soll sein eigentlicher Vorname, Andreas, in englischer Form sein, aber das weiß ich nicht genau.

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Das Flair ist etwas ganz Besonderes. Ein einzelnder Musiker, halbakustische Gitarre, Barhocker, Mikrofonständer, mitten in einem kleinen Raum, umgeben von heiteren Gästen, mit denen er in seinen Spielpausen gerne einmal anstößt und seinen guten Whiskey teilt. Und obwohl alles so klein und beschaulich ist, ist es doch reibungsloser und professioneller als bei den ‚Profis‘, die vielleicht ein tolles Gesicht für die Klatschpresse haben, aber ganz sicher keinen eigenen Soundcheck durchführen können und auch nicht zu jedem Song, den sie performen, interessantes Hintergrundwissen parat haben. Sir Andrew hat das. Er machte sich einen Spaß daraus, seine geneigte Zuschauerschar abzufragen wie ein Lehrer vor der Klasse und konnte sogar sein Ziel erreichen, bis zum Ende des Abends jeden Gast beim Namen zu kennen. Etwas, das wirklich nur bei einem Wohnzimmerkonzert möglich ist.

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Selbstbeschreibung Sir Andrew:
Du erinnerst Dich bestimmt an diesen Abend in Deinem Lieblingspub. Alles hat gepasst. Das Guinness war kalt und der Whiskey wirklich lecker. Die Stimmung: spitze! Der Musiker in der Ecke spielte unaufdringlich, aber doch irgendwie vereinnahmend, diese ganzen Songs, die jeder kennt und gleich mitsingen oder zumindest mitsummen kann. Es könnte Sir Andrew gewesen sein: Onevoiceoneguitarpubmusic!

Mit seinem abendfüllenden Repertoire bedient Sir Andrew alle Freunde handgemachter und ehrlicher Pubmusik. Ob irische und schottische Traditionals oder zeitgenössisches Liedgut, von Klassikern wie „Whiskey in the Jar“ oder dem „Wild Rover“ über Songs von U2 und Neil Young bis Johnny Cash, es ist für jeden etwas dabei!

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Wer mag, kann ihn gerne für den eigenen Pub oder die eigene Fete buchen. (www.sir-andrew.de)

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Stimmlich muss ich an Bob Dylan denken, und wie er erzählt Sir Andrew Geschichten in Musik. Er will mit seinem Publikum verbunden sein, lässt ihm aber die Freiheit, sich zu unterhalten, zu trinken oder kurz mal eine rauchen zu gehen, wenn ihm danach ist. Keine Zwänge, kein Aufwand, einfach nur Musik. Bei uns wurden Zugaben gefordert und aus vollen Lungen mitgesungen. Auch wenn Sir Andrew bis kurz vor Mitternacht spielte – es hätte gerne noch länger sein können. Jeder hatte noch Lust, dass es weiter geht. An diesem Abend in kleiner Runde hat Sir Andrew nicht nur neue begeisterte Fans sondern auch neue Freunde gefunden. Ebenso wie die Gäste untereinander. Viel besser geht es nicht.

Sir Andrew: https://www.facebook.com/Sir.Andrew.Pubmusic/?fref=ts
Molly Alone: https://www.facebook.com/pubsongs.and.more/?fref=nf
Dirty Fingers: https://www.facebook.com/Dirty.Fingers.Partyrock/?fref=ts

 

 

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