Bandpromotion mit Pokémon Go

pokemon go band promotion
Bandflyer und Pokémon-Arenen – kombinierbar?

Zuerst sollte das hier ein privater Post werden. Ich wollte erzählen, wie sinnvoll und geil ich dieses Spiel, trotz all seiner Nachteile, finde. Wie schön es ist, einen Grund zu haben, vor die Tür zu gehen und die Umgebung zu erkunden. Wie gut, dass die Kinder vor ihren Konsolen hervorkriechen und die Sonne erblicken. Wie lustig es ist, auf der Straße jemanden zu sehen und sich anzulächeln, weil man genau weiß, dass der andere gerade das gleiche tut. Und in den letzten Tagen werden vor allem das Internet und die Nachrichten Zeuge davon, dass Pokémon Go zwar nicht ganz ungefährlich ist (das sind viele andere Freizeitbeschäftigungen aber auch nicht), es dafür aber grenzenlose Fantasie freisetzt. Neustes Hobby der Menschheit: ihren Pokémon Worte aus Songtextzeilen als Namen geben und diese dann wie ein Lyricvideo ablaufen lassen. Das brachte mich auf eine Idee: Warum sollten diejenigen, die die Songs geschrieben haben, das Spiel nicht auch für ihre Zwecke nutzen?

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So sieht ein PokèStop aus.

Ein paar Geschäfte machen es vor. Sie nutzen es aus, wenn in ihrer Nähe oder sogar ihr eigener Laden ein PokéStop ist. Das sind mehr oder weniger bedeutsame Punkte in der Welt, an denen sich die Spieler regelmäßig einfinden, weil es dort wichtige Gegenstände und, wenn jemand ein Lockmodul aktiviert hat, sehr viele Pokémon gibt. Die Geschäftsmitarbeiter selbst setzen solche Module ein oder machen Screenshots von kleinen Monstern, die sich zu ihnen verirrt haben. Damit ziehen sie Laufkundschaft an. Ein Unternehmen, ich weiß leider nicht mehr welches, weil ich die Meldung nur kurz auf der Facebook Timeline hatte (und es ist auch egal, wegen keine Schleichwerbung und so weiter) hatte sogar eine besondere Strategie: wer bei ihnen im Umkreis ein Pokémon gefangen hatte, bekam etwas kostenlos.
Genial, oder? „Ja!“, wenn man bedenkt, dass das Spiel im Moment die beliebteste App der Welt ist. Sogar Politiker scheinen das Game für sich entdeckt zu haben; und das Video von einem Justin Bieber, der unerkannt durch die Straßen gehen kann, weil sich jeder nur für ein Garados interessiert, erstaunt die ganze Erde.

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Es gibt Möglichkeiten für Musiker, die App zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Wenn ihr euch als Band zusammen setzt und Brainstorming macht, kommen euch bestimmt noch ein paar weitere Ideen. Diese hier sind nur meine:

– Versucht, in Venues zu spielen, die ein PokéStop sind oder die solche in unmittelbarer Nähe haben. Wenn dort vorher euer Plakat hängt, wird es von den Spielern gesehen. Ihr könnt diese Sache auch erwähnen, wenn ihr für euer Konzert auf euren Social Media Profilen werbt.

– Plakate, Flyer und Sticker könnt ihr auch an Stops anbringen, die keine Spielstätte (von euch) sind. Es laufen einfach mehr Leute daran vorbei oder sitzen davor, als anderswo.

– Ähnliches gilt für Arenen.

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Werbt besser nicht mit einem Karpador. Ihr wisst wieso..

– Wer es ernst meint, aktiviert etwa eine Stunde vor Konzertbeginn ein Lockmodul. Sie halten für eine halbe Stunde an. Gutes Timing ist hier das A und O, es sollte noch Restkarten für spontane Vorbeiläufer geben, aber auch bei der Bewerbung des Konzertes solltet ihr diesen Bonus schon bekannt geben.

– Wer hat Interesse an und die Möglichkeiten für Straßenmusik? Auch hier gilt: in der Nähe eines PokéStops ist besser 😉 Als Klingelbeutel könntet ihr statt einem normalen Hut oder Gitarrenkoffer Poké-Merch verwenden. Zum Beispiel diese Baseballcap, die Ash immer trägt.

– Warum fordert ihr eure Fans nicht dazu auf, ihre Monster nach euch zu benennen? Es eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten für Wettbewerbe und Gewinnspiele.

– Macht selbst Fotos von euch (Bandmitglieder und Crew) mit wilden Pokémon und postet sie mit Songtexten, Links oder Aufforderungen an euer Kundschaft darunter. Die Bilder ziehen im Moment viel Aufmerksamkeit auf sich. Ein bisschen Zusammenhang schadet da aber nicht. Denkt euch was aus.

– Wie wär’s mit einem eigenen Lyrikvideo mit den Namen eurer Monster? Es kursieren davon schon ein paar im Netz, lasst euch inspirieren.

– Es gibt Events, bei denen hunderte Spieler gemeinsam auf die Jagd gehen. Ihr könntet eines veranstalten, bei dem ihr die Wegleiter seid und an dem nur teilnehmen darf, wer dabei Merch von euch trägt.

– Oder geht es kleiner an und verlost eine Jagd, bei der nur 2-10 ausgewählte Fans mit euch unterwegs sein dürfen. Sogar im Proberaum und so.

– Für erwünschte Groupies: Lockmodul am Hotel aktivieren 🙂

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Sie sind überall, auch bei euch daheim.

Das sind wie gesagt nur die Einfälle, die mir heute kamen. Je länger und individueller ihr überlegt, desto mehr wird euch einfallen. Wichtig ist, dass man das Spiel und seine Eigenheiten kennt, bevor man solche Aktionen durchführt und vor allem, dass es zu eurem Image passt!
Die Schnittmenge der Zielgruppe ist zum Glück sehr groß. Aktiv Musiker verfolgen tun vor allem Jugendliche und junge Erwachsene bis in die Dreißiger. Das sind genau diejenigen, die mit den kleinen süßen Monstern aufgewachsen sind und sich jetzt am meisten mit diesem Spiel beschäftigen.
Trotzdem müsst ihr prüfen, ob euer Image ‚bunt‘ und ‚verspielt‘ genug ist, um sich mit Pokémonspielchen nicht lächerlich zu machen. Wenn nicht, dann worauf wartet ihr noch? Gotta catch ‚em (fans) all!

Wenn euch noch gute Tipps einfallen, schreibt sie in die Kommentare, damit auch andere weiter daran feilen können. Wenn euch meine Ideen gefallen haben, lasst ein Like da. Dann überlege ich mir noch mehr für euch.

 

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