Redakteure gesucht: Alben vor VÖ und gratis auf Festivals *__*

Gibt es unter euch jemanden, der Lust darauf hätte, selbst Kritiken über die neusten Alben zu schreiben? Den Mist einfach mal vor allen anderen auf der Anlage laufen zu haben? Oder hättet ihr voll Bock drauf, eine Stunde vor Beginn mit den Stars des Abends im Backstagebereich bei Tee und Wasser zu quatschen? Ihnen all die Fragen stellen zu können, die euch und euren Freunden so lange unter den Nägeln brennen? Für einen Abend so tun zu können, als sei man irgendwie wichtig?
Oder gehört ihr zu denen, die sich mit Leidenschaft in die erste Reihe vor der Bühne drängen, am liebsten noch vor den Wellenbrecher wollen und ihren Stars so nah sein wie möglich? Und dann am Ende des Tages unzählige wertvolle Fotografien von ihnen auf euren Rechner laden können?

glamory-glam-over-artwork_1            blackrain

toxicrose-total-tranquility           the-bosshoss-dos-bros

Klingt das gut? Wenn etwas davon auf dich zutrifft, könntest du gut dazu geeignet sein, dich auch einmal als Musikjournalist zu versuchen.
Kalle-Rock Berlin, das Magazin, für das ich am längsten geschrieben habe und das immer noch mache, sucht quasi permanent motivierte Teammitglieder. Es hat zwar Berlin im Namen, aber inzwischen sind wir alle ziemlich weit im Land verteilt. Leipzig, Hamburg, und meine Homebase ist ja zum Beispiel Mannheim – da fast alles online läuft, geht es von fast überall aus.

joey-tempest-rock-meets-classic
Von der Tour durften wir auch schon berichten.

Natürlich ist es hilfreich, wenn ihr euch gut ausdrücken könnt und ein bisschen Vorahnung von Musik habt. Bei Kalle-Rock geht es, wie der Name schon andeutet, vornehmlich um Rockmusik und viele Spielarten des Metals. Eher weniger zu tun hat das Magazin mit Black Metal und der ganzen Core Richtung – doch der persönliche Stil der aktivsten Redakteure hat den Inhalt bisher jedes Mal geprägt, umgestellt, etwas erweitert.

Dass ich für diese Seite ‚Werbung‘ mache, liegt natürlich daran, dass sie mir persönlich am Herzen liegt und ich ein Teil davon bin. Es ist verständlich und ein häufiges Phänomen, dass die Schreiberlinge und Bildchenknipser in manchen Zeiten aktiver sind, in anderen weniger. Ich hatte auch eine Zeit, in der ich 3 bis 4 Alben pro Woche reviewt habe und dann noch ein Konzertbericht dazu kam. Dann irgendwann kommt die Zeit, in der die Schule/Uni, der Job, die Familie, der Partner, persönliche Ziele oder sonst irgendwas dazwischengerät. Die Arbeit im Magazin ist ehrenamtlich, sie sollte aus Spaß betrieben werden. Deswegen bin auch ich irgendwann einen Schritt kürzer getreten. Hier trage ich nur für mich die Verantwortung. Im Magazin steckt ein ganzes Team mit drin. Aber ich möchte es nicht ganz missen und hoffe, dass die reduzierte Zeit wieder für bessere Qualität sorgt. Denn auch das sollte euch klar sein: So ein ‚Job‘ kostet Zeit und Mühe.

metalheads
Ein besonders cooles Erlebnis war das Rock gegen Armut 2014.

Ich will euch gleich vorwarnen: oft ist es sehr undankbar. Promoagenturen überschütten die Redakteure mit Neuigkeiten (nicht jeder einzeln, aber in der Summe, weil es so viele Künstler gibt), dann verbringt man Stunden mit Zuhören, Analysieren, Notizen machen, Recherchieren, Bewerten, macht bis tief in die Nacht… doch meist gibt es die Alben nur in Digitalform und manchmal sind es sogar nur die Songs, ohne Biografie, Diskografie oder gar das Coverartwork. Dann stellt man die Rezension fertig, ist tierisch stolz – und die Band reagiert nicht mal.
Ja, kommt vor. Genau wie, dass ihr nicht sofort umsonst auf jeden Gig und jedes Festival kommt. Die Veranstalter schauen auch, ob die Plattform zu ihnen passt, wie kompetent der Redakteur wirkt und ob genug Leute von der richtigen Zielgruppe erreicht werden, am besten noch vor dem Event, nicht erst danach. Dann gibt es Absagen oder gar keine Reaktion. Jedes Mal eine Enttäuschung mit der man klar kommen muss. Bei den Acts, die euch wirklich wichtig sind, findet sich aber meist ein Weg. Ich zum Beispiel habe es auf die Gästeliste des letzten Mötley Crüe Konzerts in Deutschland ever geschafft!! (denke ich, dass es das letzte war…wenn nicht, dann… ach egal^^)
Ein Interview will gut vor und nachbereitet sein. Da sollte man die Künstler schon recht gut kennen, sich was Individuelles ausdenken können, bei dem sie sich nicht langweilen und dann kommt das langwierige Übersetzen, Aufschreiben, Hochladen. Aber lohnt sich meistens 😉

mit-tci-vorm-paunchy
Hier mit The Cruel Intentions im Paunchy Cats

So, das waren die Schreckensszenarien. Jetzt das Positive: Es macht tiiiierisch Spaß!! 😀
Man lernt so viel! Über Musik, über die aktuelle Szene und Bandlandschaft. Irgendwann kennst du jede Location, kennst deren Größe und Stil. Du triffst die wichtigsten und spannendsten Menschen, darfst den Altrockern die Hände schütteln oder sie posieren so, dass genau dein Bild das aller Beste des 3-Tages-Festivals ist. Man schnuppert in neue Bereiche rein und baut sich ein landesweites Netzwerk auf. Es ist super. Daher ermutige ich euch nur dazu, es einfach mal auszuprobieren.

kalle-gebbi
Kalle und sein Seelenverwandter :-*

 

Kalle-Rock ist auch nur ein Beispiel. Es gibt zahlreiche Webzines, Portale und Printmagazine, die Mitstreiter suchen und bei denen ihr viel lernen und euch den Weg in die Branche ebnen könnt. Ja liebe Mädels, ihr könnt so auch euren süßen Lieblingsmusiker kennen lernen… 😉 Wer will mal?

Kalle-Rock Webseite
Facebook
Youtube

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s