Hallelujah.. – R.I.P. 2016

 

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Das Jahr ist fast zu Ende. Die meisten Menschen scheinen 2016 nur noch loswerden zu wollen… sie haben keine Lust mehr auf die vielen schlechten Nachrichten oder chaotischen Vorfälle, von denen keiner so richtig weiß, was er davon halten soll. Eine Facebookseite, ich weiß leider nicht mehr welche, teilte eine Grafik, die in Großbuchstaben sagte:
„2016 – Dead Musicians & Crazy Politicians“.
Amen. So ist es. Und Hallelujah ^^

Schon in meinem kurzen Newspost „Keith Richards wird uns alle überleben“ habe ich darüber nachgedacht, wie der Tod der vielen Musiker in diesem Jahr von der Weltbevölkerung aufgenommen wurde. Woran das liegt, ist eigentlich recht leicht erklärt: Die Vertreter unserer heutigen „Popkultur“, mit ihren Idolen, den Pionieren der einzelnen Stile und Bewegungsrichtungen, die ersten Exzentriker und Grenzensprenger, kommen nun in die Jahre. Ihr Leben war ein Turbolentes und so kommt es, dass von Jahr zu Jahr mehrere von ihnen von uns gehen werden. Auch wer zwar kein „Pionier“ war, sich aber jahrzehntelang oben auf der Leiter halten kann, wird als Ikone zu Grabe getragen. Wer vor dieser Generation lebte und verstarb, war kein Filmstar und keine Rocklegende, weil es das vorher, zumal in globalen Ausmaßen, einfach noch nicht gab. Das ist die Kurzerklärung für die mysteriöse Häufung der Fälle.

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Wie nimmt die Welt das auf? Nun, sie überstürtzt sich in geschockten Nachrichten und jede Twitter oder Facebook Timeline ist voll davon. Das ist gar nicht mal so unpraktisch, da weiß wenigstens jeder gleich Bescheid.
Auch ich hab ab und an „RIP [hier bitte Namen einsetzen]“ geschrieben. In Tränen gelegen habe ich dabei kein einziges Mal. So nah standen mir diese Persönlichkeiten nicht. Dass es Heuchelei ist, würde ich aber auch nicht sagen. Denn man zeigt damit, dass einem das Schaffen dieses Menschen etwas bedeutet hat.
Welches Kind unserer Generation ist denn nicht unglücklich darüber, dass es den heldenhaften Doppelagenten Severus Snape nicht mehr gibt? Wir sind mit der Harry Potter Welt aufgewachsen, haben selbst auf unseren Brief nach Hogwarts gewartet. Und nun Prinzessin Leia alias Carrie Fisher und erst heute ihre Mutter. Jeder liebt Star Wars!
Mit diesen Menschen stirbt ein Teil unserer Kultur und dessen, was wir lieben.

Besonders hart getroffen hat es 2016 die Musikerwelt. Manche zählen Lemmy Kilmister, der heute ersten Todestag hat, in die Liste des Jahres mit rein. Obwohl man das ja technisch nicht dürfte. Sein plötzliches Ableben wirkt nun aber wie eine Einleitung in die folgende Kette. Als nächstes erwischte es nämlich David Bowie.
So wie Mr. Bowie möchte ich mich später auch verabschieden! Er hat aus seinem Tod ein Gesamtkunstwerk gemacht. Inklusive genau getimetem Releasedatum seines Albums „Blackstar“, das mit Todessymbolik und Rätseln vollgepackt ist. Das ist Bowie und an ihm hat die Popwelt wortwörtlich einen ihrer größten Helden verloren.
Dicht gefolgt von Prince. Ebenfalls eine Persönlichkeit, die man so nicht so schnell wieder findet.

#georgemichael#prince#davidbowie

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Der Tod von George Michael gewinnt des Preis für die beste Ironie. Jedem Mensch auf dieser Erde geht „Last Christmas“ auf den Keks. Und was macht der Sänger des Songs? Stirbt einen Tag nach Weihnachten an Herzversagen… I gave you my heart, but the very next day you gave it away. Seinen Partner, der ihn tot im Bett gefunden hat, vor den Tränen bewahren, konnte leider keiner mehr. Er wird auch nächstes Jahr weinen…

Wir hätten noch Leonard Cohen im Angebot, Glenn Frey von den Eagles, von Emerson, Lake and Palmer ist nur noch Carl Palmer übrig, am Ende des Jahres erwischte es auch noch Rick Parfitt,…. mir scheint so langsam, als hätte der Himmel einen grob eingrenzbaren Musikgeschmack.
Aber auch das scheint nur so. In 20 Jahren wird im Himmel ein anderer Tune den Beat angeben. Die hinken da oben einfach immer nur dem Geschehen auf der Erde ein paar Jahrzehnte hinterher 😉

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Es sind sogar noch mehr Künstler von uns gegangen. Wer kurz danach googlet, wird unzählige von Listen finden. Über viele andere, die da aufgezählt sind, wusste ich nie etwas und deswegen werde ich jetzt auch nicht so tun, als würde es mich interessieren. Wir können höchstens von eigenen Verlusten ahnen, wie es für die Familie, Freunde und Fans sein muss. So stirbt zum einen eben ein Mensch, den man vielleicht persönlich gekannt hat. Für uns, die Normalmenschen, vergeht die Möglichkeit, dass wir von diesen Künstlern je wieder neue Werke oder Auftritte sehen werden. Traurig, aber das ist nun mal der Lauf der Dinge.
Und die Crazy Politicians? Das ist leider nicht mein Spezialgebiet, da sollen andere analysieren und diskutieren. Für mich zählt die Musik einfach mehr. Da kann die Welt um mich herum gerne unter gehen. Ich setz mir meine lila Kopfhörer auf und tanze. Vielleicht zu der Musik von Prince, David, Lemmy, Rick und so weiter.

~
„Commencing countdown, engines on (five, four, three)

Check ignition and may God’s love be with you (two, one, liftoff)
This is Ground Control to Major Tom
You’ve really made the grade
And the papers want to know whose shirts you wear
Now it’s time to leave the capsule if you dare“
~

Wen oder was werdet ihr 2017 am meisten vermissen?


 

Und weil’s so schön ist, nochmal alle nerven:

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