Warum headbangen wir? – eine „wissenschaftliche“ Analyse

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Meine lieben Metalchics und Warriorkings,
habt ihr euch nicht auch schon gefragt, warum der allgemeine Metallkopf diese kreis- oder bogenförmigen Bewegungen mit seinem Haupthaar vollführt?
Mitten im rauen Winter zog ein Forscherteam (sich) aus, um die weltbewegende Frage zu beantworten. Sie führten Messungen durch (z.B. Winkel und Geschwindigkeit des Haarflugs), betrieben Undercover Feldforschung (getarnt durch bei H&M erstandene Metalshirts), befragten ihre Untersuchungsobjekte in nüchternem wie in angeheitertem Zustand und kamen letztendlich auf 6 – wie könnte es anders sein – Thesen, die den Grund für das wilde Kopfnicken erklären könnten.

Wer das Phänomen in freier Wildbahn beobachten will oder selbst gerne betreibt, dem sei ans Herz gelegt, sich vom 13. bis zum 15. Juli 2017 ins schwäbische Balingen zu begeben. Dort findet mit dem Bang Your Head!!! die größte offizielle Zeremonie unter diesem Motto statt.

These Nr.1: „Die Hirndurchlüftung“

Die Feldforscher beobachteten, dass Headbanger bei ihren sozialen Zusammenkünften viel Alkohol konsumierten und mit der Zeit Handlungen durchführten, die kein sinnvolles Ziel verfolgten. Solange sie headbangten, konnten sie weder das eine noch das andere davon tun. Der starke Luftstorm, den ein Nebenstehender verspürte, lässt vermuten, dass das Mähneschwingen einen Belüftungszweck verfolgt. Möglicherweise strömt kühle, sauerstoffreiche Luft von einem Ohr durch bis zum anderen, wenn sie nicht von Haaren verdeckt und in Bewegung sind. Das könnte dazu führen, dass der Alkoholpegel keinen allzu großen Schaden anrichtet, das Gehirn sich erneuern kann. Fällt der Headbanger um, weiß er, dass es genug Bier war.

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Krokus [Press Photo (Bandsintown.com)]
These Nr.2: „Der Kamm“

Headbanger, männlich wie weiblich, tragen in der Regel besonders lange Haare. Sie mit einem Kamm oder einer Bürste zu entknoten, dürfte an eine Unmöglichkeit grenzen. Mathematisch und physikalisch ließ sich beweisen, dass ruckartige Bewegungen in bestimmter Intensität und Richtung dabei helfen, Haarknoten zu entfernen. So könnte das gemeinsame Headbangen nichts weiter als gemeinsam betriebene Körperpflege sein, ähnlich wie das Entlausen bei Affen. Zumal in einer Konzerthalle in der Regel mehr Platz ist als in einem handelsüblichen Badezimmer. Nur bei einem Heavy Metal Konzert ist diese Art der Pflege möglich.

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Slaughter [Doug Elfmann (Las Vegas Review-Journal)]
These Nr.3: „Die Windmühle mal anders“

Diese Motivation zum Headbangen dürfte vor allem unter Männern beliebt sein, wird jedoch von den Frauen adaptiert. Die „Windmühle“ ist eine Tätigkeit, die Männer auch mit ihrem Geschlechtsteil ausführen können. Dieses in der Öffentlichkeit zu schwingen und miteinander zu vergleichen, ist aufgrund unterschiedlicher Gesetze und gesellschaftlicher Normen nicht möglich. Die Haarpracht wird also als Ersatz für den Genitalbereich verwendet. Wer die längste Haarmähne hat und damit am härtesten bangen kann, ist das Alphamännchen. Es soll sogar Männchen geben, die sich damit geprügelt haben.

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Lee Aron [Press Photo (found on rockinstyle.blogspot.de)]
These Nr.4: „Der geheime Morsecode“

Die Tatsache, dass nur auf Metalkonzerten und Partys geheadbangt wird und kein Außenstehender diese Tätigkeit verstehen kann, gehen Sprachforscher davon aus, dass es sich um eine verschlüsselte Körpersprache hält. Langsame Schwünge könnten etwas anderes bedeuten als schnelle, rotierende etwas anderes als bogenförmige. Auf diese These angesprochen reagierten die meisten Headbanger mit Verwirrung und Verneinung, einige wenige lächelten verschmitzt. Es lässt sich nur vermuten, dass die Sprache so geheim ist, dass sie nicht einmal den Forschern gegenüber preisgegeben wurde. Bis zur ersten Übersetzungsmaschine wird es also noch dauern.

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Venom [Press Photo (found on metaljesus magazine)]
These Nr.5: „Das Kopfschütteln über die Welt“

Die Untersuchung zu dieser Ansicht erfolgte nicht nach quantitativen, sondern nach qualitativen Daten. In ausführlichen Einzelinterviews kam heraus, dass viele Metalheads über die aktuelle Lage und Popkultur der Welt sehr enttäuscht sind. Ein einfaches Kopfschütteln reicht da nicht mehr aus. Sie müssen es stärker betonen, heftig schüttelnd zu anarchischer, zeitloser Musik, die in Tönen das ausdrückt, was die Headbanger denken. Armer, armer Weltzustand.

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Michael Schenker [Getty Images]
These Nr.6: „Die BYH-Verschwörungstheorie“

Alles Humbug, sagt eine Forschergruppe, die andere Ideen aufbringt. Sie sagt, das Bang Your Head!!! feiere gar nicht diese wie auch immer begründete Aktivität. Im Gegenteil, das Festival würde seit Urzeiten existieren, unter einem Namen, dessen Bedeutung heute keiner mehr zurück verfolgen kann. In der Neuzeit angekommen dachten die Veranstalter, dass es Zeit werde, etwas zu erfinden, das mit dem Namen „Bang Your Head“ gemeint sein könnte. So erfanden sie in einer Nacht und Nebelaktion die heute so typische Bewegung. Das selbe Team glaubt noch immer nicht an die Existenz von Bielefeld.
Wenn das stimmt: Danke dafür!

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Vain

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Thesen, Beweise und Widerlegungen sind herzlichst willkommen. Alle Neugierigen, Experten und Forschungsobjekte sind noch einmal nach Balingen eingeladen. Nur dort wird sich im Sommer das Rätsel endgültig lösen lassen.

Let’s all headbang together \m/
Eure Foxxy >^.^<

Wenn ihr später mehr über das BYH erfahren wollt, leave a Like ❤

Motley Crue Posed At Download Festival
My personal Highlight: Vince Neil [Press Photo (found on mtv.com)]
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