Nüchtern in der RoFa Ludwigsburg?? – Let it Rock 2017

Flussufer

Was für ein wunderschöner Tag! Endlich Frühling ❤ Obwohl ich keine richtige Hose, sondern nur so ein dünnes Netzding trage, wird es mir im Auto so warm, dass ich auf der ganzen Fahrt das Fenster ein Stück unten habe. So fahre ich am Neckarufer entlang und freue mich meines Lebens. Dabei wird das heute eher Arbeit als einfach locker Festival.

20dark7
Twentydarkseven on stage

Vorgestern, also am Sonntag, den 12. März, fand in der Rockfabrik Ludwigsburg das Let it Rock Festival mit sieben Bands auf einer Bühne statt. 2014 war ich ganz oft in diesem Club gewesen, in letzter Zeit hat das leider etwas nachgelassen. Höchste Zeit, das mal wieder nachzuholen, und bei dieser Gelegenheit noch ein Interview mit Twentydarkseven abzustauben. Das könnt ihr übrigens HIER lesen. Tut es. Teilt es. Verbreitet die Nachricht über das neue Album „Momentum“ und die Tour der Band.

Es ist immer wieder schön, in eine Straße abzubiegen und dir kommen schon Scharen von Metalheads entgegen. Da fühlt man sich sofort so vertraut.
Um 2 Uhr war Einlass, etwa da kam ich auch an, und um halb 3 stand mit RebelHot die erste Band auf der Bühne.
Die RoFA ist zwar klein wenn man die oberen beiden Etagen abzieht, die als Backstagebereich dienten. Trotzdem hat sie ein Café, ein Bistro, Snackautomaten, diverse Sitzecken und Theken, es gab einen Merch-, einen CD- und einen Autgrammstunden-Stand und für die Raucher einen kleinen aber feinen Außenbereich. Cooler, praktischer Club, den ich euch für Besuche oder eventuell geplante eigene Veranstaltungen nur empfehlen kann.

presse flatlay

Bei mir herrschte zu Beginn noch etwas Verwirrung. Ich sollte mein Interview mit Twentydarkseven haben, wusste aber noch nicht wo, wann und mit wem. Zufällig fand ich den Schlagzeuger der Band, Markus Herzog, und der rannte mit mir kreuz und quer durch die ganze Rockfabrik um ihren Manager Nico zu finden. Danke dafür 🙂
Ich sah mir die Show der Jungs an, dann bereitete ich mich oben im Cateringbereich vor und überbrückte die Wartezeit, indem ich ein Bier mit Nico trank. Zwar  verpasste ich durch die Interviewsache den Auftritt von Human Zoo, aber die habe ich schon mal gesehen und immerhin den ersten und die beiden letzten Songs konnte ich vor der Bühne verbringen.
Das Interview selbst war sehr angenehm, es ist immer entspannter mit nur einem Mitglied einer Band zu reden und Marcus Jürgens stand mir wirklich zu allem Rede und Antwort, auch zu weniger angenehmen Dingen. Das finde ich gut und bewundernswert. Ebenso, dass er sich ganz uneitel mit noch von der Dusche nassen Haaren ablichten ließ. Hauptsache lächeln, alles andere ist eh egal. Hinter uns seht ihr die Wall of Fame der Rockfabrik.

Marcus Interview
Interview mit Marcus Jürgens

Nach dem Interview konnte ich abschalten. Kamera und Diktiergerät wurden weg gesperrt (es gibt Schließfächer, sehr praktisch!) und ich schaute mir entweder die Bands an oder stand mit ein paar Mädels aus der Schweiz draußen an ihrem Wagen und trank Dosenbier. Es wurde viel gelacht, später drinnen lernte ich noch eine ganze Menge über die Schweizer Straßenverkehrsordnung und dass man betrunken besser kein Origami-Werk bastelt.
Moment mal, betrunken? Heißt es in der Überschrift nicht „Nüchtern in der RoFa“?!
Richtig, ich bin mit dem betrunken hier auch nicht gemeint, sondern irgend ein Typ, dessen Namen ich nicht mal weiß. Er hat den Flyer bloß kaputt gerissen, statt etwas Gefaltetes daraus zu basteln. Mein Schiffchen hingegen ist mir perfekt gelungen. Das ist immer so: Wenn irgendwo Flyer herumliegen, falte ich mindestens ein Schiff daraus und verschenke es dann wahllos an Menschen. Daran könnt ihr mich im Zweifelsfall überall erkennen 😉
Außerdem wurde ich von Leuten angequatscht, die ich eigentlich nur von Facebook kenne oder aus heiterem Himmel auf Sachen aus diesem Blog angesprochen. Komisches Gefühl, aber lustig. Oh, und noch was: die Bedienung im internen Bistro ist ein Genie der Improvisation. Scheinbar servieren sie hier Ende des Tages einfach immer alles auf eine Platte, was an Zutaten noch da ist, egal ob das zusammen passt oder nicht. Und weil für meinen vegetarischen Burger die Eier fehlten, bekam ich halt eine Scheibe Ananas drauf gelegt. Total anders aber auch gut.

zunge raus
I ❤ the Sun.

Foxxy war nüchtern? Ja, ich hatte für den Tag kein Hotel oder so, sondern wollte direkt nach dem letzten Gig nachhause fahren. Ludwigsburg – Mannheim ist von der Strecke noch voll in Ordnung. Bier und Whiskey gab es nur nachmittags, so um sich in die Stimmung reinzufinden. Ab halb 8 glaube ich war der Hahn dicht und ich war auf der Heimfahrt hellwach, nüchtern und kam ohne Zusatzkosten für ein Zimmer aus. Sollte man öfters mal so machen.
Dass ich zwischendrin spontan fast im Cateringbereich eingepennt bin und dabei furchtbar albern ausgesehen haben muss, überspringen wir jetzt einfach mal… ^^

autograph kombination
Foto- und Autogrammstunde, Picture by Martina Kropf

Fast hätte ich noch Bilder von Ornella von Comebackstage machen sollen, die ebenfalls für Interviews von dem Festival gebucht war. Wenn sie online sind, verlinke ich sie für euch. Sie war dann aber in Begleitung des Fotografen Dominic Pencz da, der den Job natürlich viel professioneller erledigen kann. Freu mich wirklich auf’s Ergebnis.
Wir saßen gegen Ende des Tages alle zusammen an einem Tisch neben der Bühne und fachsimpelten. Mitunter darüber, wie man mit Musikern oder Künstlern allgemein umgeht. Von Ornella kann ich euch noch empfehlen, mal ganz schnell in das neue Album von Steel Panther reinzuhören. Soll wirklich gut sein.

running order

Weitere Bands waren Michael Bormann’s Jaded Hard (machten eine super Stimmung), Trance und Demon. Während ihrer Slots war am meisten in der RoFa los. Autograph hatten etwas Pech. Weil es Sonntag war und viele schon wieder heim mussten. Arbeit, Uni, kein Zug mehr später, was auch immer. Das fand ich wirklich sehr schade. Da das Sleaze Fest ausgefallen war, bei dem sie hätten auftreten sollen und ich es organisatorisch und wegen zwei wichtiger Geburtstage nicht nach Lichtenfels geschafft hatte, wo sie stattdessen aufgetreten waren, bin ich froh, sie immerhin hier gesehen zu haben. Nur dafür, dass das Publikum trotz ihrer tollen Songs und Performance langsam schwand, taten sie mir wirklich leid. Oder waren sie manchen Besuchern gar zu soft?
Für alle Zweifler: Ich finde den neuen Sänger der Band sehr sympatisch. Okay, ich kenne Steve Plunkett nicht, aber Simon Daniels ging eigentlich von allen Frontern des Tages am meisten auf das Publikum ein.

Der letzte Song hieß selbstnatürlich „Turn Up the Radio“ und danach ging es ohne große Aftershowparty für alle geschwind nach Hause. Das war vielleicht das einzige wirkliche, dafür aber größte, Problem des Let it Rock Festivals 2017: Sonntags haben die meisten Leute schon ein ganzes Partywochenende hinter sich, sind erschöpft, bleiben nicht lange oder sagen von vorne rein, dass sie dann ja nicht bis zum Schluss bleiben können, den Headliner verpassen und dann lohnt es sich nicht. Ich wette, das Team hätte sich mehr Besucher erhofft.
Für uns war es dadurch umso entspannter, man konnte immer so weit nach vorne wie man wollte, hat sich immer wieder gefunden statt im Chaos zu verlieren und konnte mit den Musikern quatschen. Ist immer ein zweischneidiges Schwert.
Wie ist es für’s nächste Jahr geplant?

autograph
Autograph on stage, Picture by Bazzty Sleaze

Danke nochmal an Metalapolis Records, die RoFa, Nico, Markus und Marcus!
Ich glaub, ich will wieder öfter in die RoFa gehen.
Eure Foxxy

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Ein Kommentar zu „Nüchtern in der RoFa Ludwigsburg?? – Let it Rock 2017

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