Gleich 3 coole Metal-Neuentdeckungen!

Hey ho Leute! Hasst ihr es auch so sehr wie ich, dass es einfach nicht richtig Frühling werden will? Es regnet zwar endlich nicht mehr, aber sonnig ist es auch nicht… also sitze ich in meinem Zimmer und versorge euch mit ein paar neuen Geheimtipps, die mir in den letzten Monaten „entgegen gekommen sind“. Frei nach dem ausgelutschten aber immer noch leckeren Motto #SupportTheUnderground werde ich euch heute also ein paar Empfehlungen des Hauses servieren. Guten Appetit! 😉

1. The Supernova Plasmajets

Die Supernova Plasmajets (kurz SNPJ) sind eine Band, deren Mitglieder aus der Umgebung rund um Mannheim kommen. Dass ich sie da nicht viel eher getroffen habe, muss ein unglücklicher Zufall sein. Denn diese Band ist voll Glam! Knallbunt und gut besetzt mit geschminkten hübschen Herren… Gleichzeitig sind sie eine Seltenheit der Glam Metal Szene, da sie eine Frau an vorderster Front haben und viel jünger sind als die großen 80er Bands. Sie bringen die Moderne und echte Weiblichkeit in die bunteste Spielart des Metal.

supernova

Vom Konzert in Worms habt ihr vielleicht schon ein paar Bilder gesehen und das tolle Video mit der Konfettikanone (siehe Facebook). Es ist auch die Band, von der ich die quietschpinke Schallplatte verlost habe und diese dann eigenhändig beim Gewinner ins Haus gebracht habe. Das selbstbetitelte Album hört ihr am besten mal über einen Streamingdienst Probe. Die Single „Leave Forever“ gibt’s schon etwas länger, sie ist aber nach wie vor der stärkste Part der Platte.

supernova plasmajets und karla the fox

2. Storm over Lampertheim

Tut mir echt leid, dass ich es noch immer nicht zu der monatlichen Party im hessischen Lampertheim geschafft habe. Irgenwie bin ich an den Wochenenden immer auf Geburtstagen oder bei meinem Freund in Paderborn oder auf größeren Festivals und Konzerten…. es ist einfach der Wurm drin. Und doch bin ich froh, dass es so eine Metalparty in meiner allernächsten Nähe gibt. RoFa, Rockpalast und Co. sind eben doch immer ein Stück Fahrt für die südhessische, badische oder pfälzer Bevölkerung und irgenwann wird sich noch der Tag ergeben, an dem ich meine Leute aus ganz Deutschland mit zu dieser Feier schleppe. Wenigstens ein paar von ihnen, um es kennen und lieben zu lernen.

storm over

Jeden 2. Samstag im Monat in einem liebenswerten Biergarten. Am 13. Mai steigt die nächste. Das Veranstaltungstitelbild spricht für sich und der Eintritt beträgt gerade mal 5 Euro. So who’s going?

3. Des Fest Evil

Das Fest Evil wäre eine nette kleine Alternative für alle, die nicht mit uns am Bang Your Head feiern. Es findet in Manrode, also Ostwestfalen statt und mausert sich von Jahr zu Jahr nach oben, als Verein organisiert und von vielen Sponsoren gerne unterstützt.

fest evil manrode

Weil es so lustig und zugleich traurig ist, möchte ich euch die Anfänge des Fest Evils nochmal so zitieren, wie Veranstalter Maik Scherf sie beschreibt:
Also, der ursprüngliche Start des Fest-Evils war schon im Jahr 2004 geplant. Das Problem war, die damals einzige Band musste aufgrund des Liebeskummers des Sängers kurzfristig absagen, sodass quasi ein Karaoke-Abend draus wurde. Unser Glück war, dass ich mit einem Veranstaltungstechniker (Danke Carsten!) befreundet bin. Sonst wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, ein Festival zu veranstalten. Und da mir der Metal nicht nur wunderbare Musik, sondern auch eine Lebenseinstellung gegeben hat, wollte ich auch was davon zurückgeben.
Dann dauerte noch bis 2009. Leider war mein Mitveranstalter in der Zwischenzeit verstorben (R.I.P. Manuel). Aber dann ging’s richtig rund. Weil ich durch Zufall den Gitarristen von My Cold Embrace traf, kam wieder Leben in die Idee. Auf dem ersten Fest Evil spielten dann My Cold Embrace, Hexenhammer, Dark Rage, Half Path Death und noch 4 andere Bands.

Im Verein sind derzeit insgesamt 35 Leute, mit einem Kernteam von 10 – 15 Personen, die viel von ihrer Freizeit in das Herzensprojekt reinstecken. Das Alter variiert dabei von 16 bis 50 Jahren – eine Sache, die ich persönlich so sehr an der Metalszene liebe. Sie treffen sich grob gesagt alle 2 – 3 Wochen zum Planen. Inzwischen gibt es jeden Tag mindestens eine Anfrage von Bands, die gerne bei ihnen spielen würden – gute Arbeit Jungs und Mädels!

fest evil verein

Ein Teammitglied zu seinen persönlichen Highlights im Zusammenhang mit dem Fest Evil:
Da gibt es über die Jahre verteilt Einige. Schön war es am Anfang, als es uns noch „finanziell“ nicht so gut ging, wenn Bands spontan auf Gage verzichtet haben, das hat mir viel gegeben und auch motiviert weiter zu machen. Schön war es auch zu sehen, wie sich einige Bands im Laufe der Jahre entwickelt haben und immer professioneller wurden. Da gilt meine Dank ausnahmslos allen Bands, die über die Jahre bei uns aufgetreten sind.
Der kurioseste Moment war allerdings, als am Pissoir neben mir jemand anfing wie wild sein Ding zu fotografieren. Der gute Kerl hatte einen Blog auf dem er Fotos von allen Toiletten auf denen er uriniert reinstellt – Sachen gibt’s….

Das Fest Evil bietet einen Campingplatz, auf dem man ohne Zusatzkosten übernachten kann und viele hübsche Pensionen in der ländlichen Umgebung.
Zum Abschied möchte ich euch noch ein paar persönliche Tipps und eine Danksagung von den Veranstaltern weiter geben:
Wer selbst ein Festival plant, sollte sichergehen, ob er dafür die Zeit und die Nerven hat. Es kostet nämlich einige. Auch sollte man schauen, ob in der eigenen Umgebung nicht schon eine ähnliche Veranstaltung existiert. Der Markt ist nämlich fast übersättigt. Und dann sollte man noch mit der Stadt klären, ob es irgendwelche Auflagen gibt und für die Anfangstage ein finanzielles Polster haben. Genau deswegen noch die Danksagung an das Unternehmen metaku für die großzügige Unterstützung!

festevil besucher

Bei dem sympatischen Team, das ich per Facebook kennen lernen durfte, kann es nur geil werden. Hier in aller Kürze das Line-Up erklärt:

Annisokay – junge aufsteigende sympathische Band mit ordentlich Potenzial und Wums
Nitrogods – alte Garde – Leben den Rock wie Lemmi das hört man – bodenständig Live ne Dampfwalze
Thobbe Englund – Supersympathischer Finne, Gitarrenvirtuose – neue Superscheibe mit der er sich von seinen Sabaton-Wurzel verabschiedet
Hopelezz – Der neue Dampfhammer in Sachen Trash – gehen auch gerade steil mit Top neue CD – die Kreator-Nachfolger
Torian – Super Power-Metal aus dem benachbarten Paderborn
Destillator – Stoner Rock – die erste Band aus unserem Dorf die den Sprung auf die Bühne geschafft hat!
Unvermeybar – „Mittelalter Musik“ , werden uns die Umbaupausen versüßen und zum Abschluss noch mal kurz aufspielen
Trapjaw – feinster melodiöser Death-Metal aus Bielefeld – sind noch spontan mit ins Billing gerutscht und werden den Abschluss eines hoffenltich gelungenen Fest-Evil’s bringen
Mavros – Unser Fest-Evil Host der das Pausenprogramm macht und die Bands vorstellt.

Sonst noch jemand coole Geheimtipps aus der Szene? Am liebsten würde ich sie alle kennen….

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