Meine Meinung zu Schleichwerbung und Produktplatzierungen

Hallo Leute, es ist ungewöhnlich, dass ich zwei Beiträge an einem Tag schreibe. Dieser hier war auch in keinem Redaktionsplan angedacht, er hat sich spontan ergeben, weil ich unter einem anderen Beitrag eine ziemlich bescheuerte Diskussion hatte.
Ich habe sie gelöscht, den Beitrag, um den es geht, aber so stehen gelassen, wie er ist. Allein schon, damit ihr alles nachvollziehen könnt. Tut mir leid, aber ich hasse diese Internet-Mimimi-Diskussionen, bei denen keiner gewinnt. Wer mich kennt, weiß auch, dass ich ein grundlegend positiver Mensch bin und in keinster Weise vorbestraft (außer Punkt in Flensburg, aber das zählt nicht als böse Absicht ^^ *schäm*). Deswegen nochmal ganz sachlich und locker für alle.

Also, es geht um das Thema Schleichwerbung. Im Beitrag „Vlog (für Bands) – So macht’s Sinn“ [Anmerkung: es heißt Sinn ergeben, aber das ist mir egal, weil die ‚falsche‘ Weise eh häufiger benutzt wird und flüssiger klingt] erwähne ich explizit Schleichwerbung als guten Tipp für einen Videobeitrag.
Zuerst möchte ich einfach mal alle auf den „xD“ Smiley hinweisen. Man kennt dieses Symbol heutzutage und was davor steht, sollte nicht allzu schwer auf der Goldwaage liegen. In Zukunft schreibe ich immer #ironie dazu 🙂
Liebe Musiker, Blogger und so weiter: Wenn ihr einen Deal mit einem Unternehmen habt und es fordert von euch: „werbt für mein Produkt, aber sagt nicht, dass ihr es von mir (beauftragt bekommen) habt!“, dann lasst die Finger davon. Oder klärt betroffenes Unternehmen auf. Dies ist keine Grauzone, sondern verboten und wird abgemahnt bzw. bestraft. Das sollte aber auch jedes halbwegs medial aufgewachsene Kind wissen.
In den meisten Fällen betreffen solche Deals eher Influencer und klassische YouTuber, es kommt aber auch bei Musikkünstlern vor.
Was ich mit der Grauzone meine, ist die Verwendung von Gegenständen.
Als Musiker kann es früher oder später vorkommen, dass ihr einen sogenannten Endorsement Deal mit einem Instrumente-Hersteller bekommen könnt. Diesen werdet ihr natürlich auf eurer Homepage und Facebook-Präsenz vermerken und mit stolzer Brust überall davon erzählen. Nun ist es aber so, dass ihr mit diesem Instrument auch auf die Bühne treten oder in der Jamsession herum klimpern werdet. Müsst ihr vor dem ersten Ton sagen, dass ihr zum Beispiel von Fender gesponsert seid? Nein. Und das solltet ihr „nutzen“ und euch nicht verbieten lassen.
Ebenso mit Kleidung. Kommt es zu einem groß angelegten Testimonial mit euch als bekanntem Künstler, wird das wohl eh in einer auffälligen Werbekampagne präsentiert und jeder weiß, dass ihr zum Beispiel mit Boss zusammenarbeitet. Wenn ihr nun für dessen Kleidung explizit werbt, also sagt, wie toll und bequem die Sachen sind, dass eure Fans sich mal den Shop ansehen sollten, dann markiert es bitte als Werbung beziehunsweise, dass ihr mit Boss besagten Vertrag habt.
Gerade bei Schuhen, Ketten, Jacken etc. kann es nun aber vorkommen, dass ihr dieses Teil tagtäglich tragt. Ihr müsst deswegen nicht unter jedem Snap, auf dem ihr diese Schuhe anhabt und man sie vielleicht sieht, schreiben, dass es eine Anzeige ist!

Das würde sonst auf Dauer…. auf eine Welt hinaus laufen, in der man es explizit erwähnen muss, wenn etwas nicht gesponsert ist. Und wie soll das nachgewiesen werden?!
Mein liebstes Beispiel hier ist mein Artikel über die Apfelwein Marke „Bembel with Care“. Mein Text dazu ist sozusagen Werbung. Ich würde mir vielleicht wünschen, mal fest mit dieser Firma zusammen zu arbeiten, aber Tatsache ist, dass ich den Artikel von mir aus geschrieben habe, weil ich es lustig fand und das Getränk über alles liebe. Hier ist die Nähe zur Werbung sehr hoch, dennoch ist sie nicht als solche ausgewiesen. Weil es keine ist… aber in einer Zeit, in der jeder sein Geld als Influencer und somit Werbefläche verdienen will, kommt es echt bald so, dass man gesetzlich erwähnen muss, wenn die Kleidung am Körper selbst bezahlt wurde.

Als Bloggerin kenne ich viele Jungs und Mädels, die fast nur noch von Firmen gestellte Kleidung und Make Up besitzen. Im ersten Post, in dem sie die Sachen vorstellen, müssen sie nach wie vor auf den Deal hinweisen. Auch in jedem folgenden. Steht das Produkt aber nicht im Vordergrund, dann sch***t da drauf, auf gut Deutsch. Man dürfte ja auf keinem Urlaubsschnappschuss mehr die Jeans tragen, für die man einst mit einem Rabattgutschein bezahlt wurde. WTF, wo wären wir denn dann?!?

In meinem Vlog-Text habe ich das Wort „Schleichwerbung“ gewählt, weil mir kein anderes einfällt und man das im Gespräch in der Kaffeepause eben auch so sagen würde. Er bezieht sich darauf, dass ihr als Musiker gerne eure gestifteten Drumsticks und so weiter vor der Cam verwenden dürft. Ihr spielt damit, ihr habt sie dabei, ihr haut euch gegenseitig damit aus Spaß auf den Kopf. Das ist nicht verboten und trotzdem eine gute Methode, den Nutzen nochmal ganz zwanglos zu zeigen.
Ihr solltet euch nur nie dafür bezahlen lassen, mit Absicht nichts von einem Vertrag zu erwähnen, die Dinge aber täglich präsentieren zu müssen. Wenn, dann macht es aus freien Stücken. Einfach weil ihr hinter der Marke steht und sie gerne tragt/verwendet und so. Wer euch dafür ans Bein pisst, tut mir leid, das ist auch nicht ganz fair und ziemlich realitätsfern.

Ich hoffe, das hilft euch weiter. Ich persönlich würde wohl jedem Social Media Profil „entfolgen“, wenn unter jedem Post steht „dieser Beitrag ist unterstützt von xyz“, egal ob das nun da stehen muss oder nicht. Ist dann ja nichts anderes mehr als die Werbepausen bei ProSieben und dann ist Influencer Marketing wieder tot. Die Seite sollte man auch bedenken und daher erlauben, die Hinweise auf Werbung dezent zu platzieren. Vielleicht nicht Gesetz, aber persönliche Meinung.

Wenn wir schon dabei sind, möchte ich euch bitte auch ermahnen, Folgendes zu unterlassen: Wenn ihr unter 16 seid, seid vor Mitternacht daheim und trinkt kein Bier. Niemand sollte innerorts über 50kmh fahren und bitte sofort alle Joints auf dieser Welt ungenutzt zerstören. Bitte lasst euch auch kein Attest geben, wenn ihr trotz guter Gesundheit in der Schule gefehlt habt, geht nicht mehr bei Rot über die Ampel, ladet keine Songs mehr von YouTube runter, streamt keine Filme von kinox.to, taggt den Namen eurer Gang an keine Wand, fahrt nicht schwarz, lasst Kinder keine Gruselfilme sehen und geht brav jeden Tag in die Uni. Muss ja mal gesagt werden 😉 Wenn ihr auf meinem Blog Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie behalten und euch an die Wand hängen. Sehen bestimmt hübsch aus. Und wenn ihr sonst Anmerkungen oder Wünsche habt, schreibt mir ne Mail. Danke! 😊

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