Musik verbreiten durch Influencer Marketing?

Habt ihr einen schönen Feiertag? Bei mir weht der Wind gegen die Rollläden am Fenster, sodass man ein bisschen denkt, es spukt im Haus und ich kuschel mich aufs Bett und bin am Netflix-Suchten. So ein Tag kann zum Faulenzen genutzt werden, er kann aber auch genutzt werden, um mit euren persönlichen Projekten voran zu kommen. Vielleicht mit eurer Band, die ihr bekannt machen wollt.

new album

In der Regel läuft es so ab, dass ihr eine Homepage und eine Facebook-Seite habt, plus Bandcamp und Backstage Pro. Dort kündigt ihr an, wenn ein neues Album rauskommt oder wann ihr auf Tour geht. Ihr schickt die News an große und kleine Magazine und Webzines, hofft auf Interviews und Rezensionen und die Gewitzteren unter euch basteln ein Live-Video oder sonst irgendwelche Behind the Scenes-Geschichten, um die bestehenden und potentielle Fans zu bespaßen und dazu zu bringen, eure Tickets und Alben zu kaufen. Simpel und zielführend, aber irgendwie auch langweilig.

Als Bloggerin, die gerade Instagram erforscht und ernsthaft darüber nachdenkt, in den Marketingbereich zu gehen, möchte ich euch fragen:

Schon mal an Influencer Marketing gedacht?

Wer oder was Influencer sind, wisst ihr wahrscheinlich. Wenn nicht: das sind im Jahr 2017 Leute, die auf Onlineplattformen wie Instagram, Facebook, YouTube, Twitter und Co. eine hohe Reichweite haben und diese durch hoffentlich nützliche und/oder unterhaltende Inhalte erreicht haben. Sie haben, bewusst oder unbewusst, einen Einfluss (= „Influence“) auf ihre Zuschauer, Leser, Fans, Follower etc.
Firmen machen Deals mit ihnen aus, bei denen die Influencer gegen Bezahlung oder geschenkte Gegenstände Werbung für die Produkte der Firma machen, bzw. sie bewerten oder einfach erwähnen und verlinken.

Der erste Gedanke sind die großen Stars der Branche. Die, die ihren Alltag für die Öffentlichkeit faken, sich ins Lächerliche ziehen, im Luxus versinken, you name it.
Doch es gibt mehr Influencer als Bibis Beauty Palace, Lisa & Lena oder Caro Daur.

Überlegt euch mal selbst, welchen Menschen ihr vor allem auf Instagram folgt. Vielleicht einem kreativen Modedesigner, der eure Bühnenoutfits macht. Oder einem coolen alternativen Model. Vielleicht einem anderen Musiker, einem Musikkritiker, einem Comedian oder Tattookünstler. Es gibt viele Personen, die viele Fans haben und die mit eurer Musik in Verbindung stehen (könnten). Die zur Szene gehören, Interessen mit euch teilen, vielleicht am selben Ort leben oder auf die selben Festivals gehen.
Was haltet ihr davon, mit diesen zusammen zu arbeiten?

Die Chainsmokers haben mal eine Kampage namens #unboxingmemories durchgeführt. Zu ihrem Album „Memories… Do Not Open“ haben sie vor allem kleinere Influencer und Leute aus vielen verschiedenen Bereichen gebeten, ihre Erinnerungen aus den Boxen rauszuholen und mit ihren Followern zu teilen. Darunter schrieben diese dann, dass sie das Album dazu veranlasst hat oder ähnliches.

Womit bringt ihr eure Musik in Verbindung?

Wäre so etwas auch mit einem Album oder einem Song von euch möglich? Gibt es da eine Verbindung zum alltäglichen Leben der Menschen? Etwas, woraus Bilder entstehen könnten oder persönliche Erfahrungen und Meinungen? So was, wie dass jeder von seinem ersten Kuss erzählen soll, wenn euer Song „First Kiss“ heißen sollte… oder „Last Summer“… ihr wisst schon 😉

Dann überlegt euch, bei wem ihr euch suuuper freuen würdet, wenn derjenige sich damit befasst und dessen Fans auch eure sein könnten. Ist es ein Freund oder Bekannter oder jemand mit geringer Reichweite, wird er es vielleicht schon tun, wenn er als Gegenleistung das Album oder freien Eintritt zu euren Shows bekommt.
Aber wenn ihr etwas Budget übrig habt und was Neues machen wollt (in der Musikbranche ist es das noch, in der Mode schon weniger…), dann lasst ihn über Agenturen anfragen und bezahlt ihn. Es ist nicht so viel anders, als wenn ihr eine Anzeige in einer Zeitschrift schaltet, nur dass es irgendwie kreativer ist- zumindest wenn ihr euch eine gute Kampagne überlegt und gute Influencer ausgewählt habt.

Wer mehr Infos zum Thema und Tipps von mir möchte, der kann sich bei mir melden.
Und wenn ihr in naher Zukunft so eine Kampagne startet, dann zeigt sie mir. Ich freu mich auf kreative Ideen.

Und so bitte nicht

Das Coachella hat es übertrieben und somit verkackt. Wenn ihr aber die „normalen“ Influencerkampagnen veralbern wollt, dann empfehle ich euch den Account @influencerofthe21stcentury als Inspirationsquelle. Schema F zum parodieren. Bitteschön.

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