Gastbeitrag: Gabriels Debüt als Crashdiet-Sänger

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geschrieben von Mara McCuja

Heute meldet sich die zweite Hälfte von „Team Toastbrot“ zu Wort. Sarah konnte nämlich leider nicht bei der Crashdiet Comeback Show in Stockholm sein und so kam uns die Idee, dass ich einen Gastbeitrag schreiben könnte. Denn für mich war schon bei der ersten Ankündigung des Events klar, dass ich dabei sein würde. Und dieses Event sorgte bereits lange im Voraus für viel Gesprächsstoff in der internationalen Sleaze Szene. Ende letzten Jahres verkündeten Crashdiet, dass sie endlich einen neuen Sänger gefunden hatten. Nach dem tragischen Freitod des ersten Sängers Dave Lepard, einem kurzen Gastspiel von Olli Herman und einer aufregenden Phase mit Simon Cruz waren alle gespannt, welcher Sänger sich als nächstes die Ehre geben wird. In den knapp drei Jahren ohne Frontmann gab es immer wieder Gerüchte darum, wer Simons Nachfolger wird und vor allem nachdem Martin Sweet seine Band Sweet Creature gründete und als Bassist bei Sister einstieg, glaubten viele, dass Crashdiet niemals zurück kehren würde. Ich persönlich habe den Glauben nie aufgegeben! Wollte ihn nicht aufgeben, denn Crashdiet ist eine meiner absoluten Lieblingsbands – wenn nicht sogar DIE Lieblingsband. Und Leute: ICH HABS EUCH DOCH GESAGT!!! (Sorry, das musste einfach sein).

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Autorin Mara

Ich war zwar mit einer Freundin aus Deutschland zum Urlaub machen in Stockholm, doch für das Konzert traf ich mich mit einem Bekannten aus Malmö, den ich vor rund 1,5 Jahren beim Rest in Sleaze Festival kennengelernt hatte. Gute Musik verbindet eben! Erstmal machten wir standesgemäß ein paar Kneipen in der nähreren Umgebung unsicher, um dann ganz pünktlich zum Einlass bereits ein bisschen beschwipst an der Halle zu sein. Dort füllte es sich nur langsam, was mich persönlich in Skandinavien immer wieder überrascht. Aber so hatten wir wenigstens die Möglichkeit, die Wartezeit mit Biertrinken, Rauchen und Rumlaufen zu verbummeln. Dabei trafen wir einige Freunde und Bekannte aus Deutschland, Dänemark, Schweden und dem Rest der Welt. Und wir stellten fest, dass sich mal wieder etliche Musiker aus Stockholm die Ehre gaben (ich werde hier jetzt keine Namen aufzählen, die Liste wäre zu lang).

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Shiraz Lane

Als dann um 8 Uhr endlich Shiraz Lane auf die Bühne kamen, war es zumindest ein bisschen gefüllt. Und da die 5 Finnen vom ersten Moment an eine unglaubliche Energie versprühten, ließ sich auch das Publikum davon anstecken. Egal ob man Shiraz Lane vorher schon kannte oder nicht, man konnte nicht anders, als sich mitreißen zu lassen. Von mir aus hätten sie auch noch etwas länger spielen können, aber andererseits konnte ich es auch kaum erwarten, Crashdiet endlich zu sehen. Und nach einer kurzen Umbaupause war es dann endlich so weit. Die ersten Songs waren Tikket, Riot in Everyone und Queen Obscene und somit alte Klassiker, die keine Zeit für Zweifel am neuen Sänger ließen. Aber solche Zweifel hatte ich persönlich eh nie und ich war froh, dass Gabriel Keyes auch bei seinem Live-Debüt überzeugte. Er hat eine sympathische Art, versucht nicht einen der vorherigen Sänger zu kopieren und singen kann er zum Glück auch. Mir kam es gar nicht so vor, als wäre er „der Neue“, weil er sich sehr gut eingefügt hat und die gesamte Band gut harmoniert hat. Martin, Peter und Erik waren ebenfalls in bester Laune und haben eine sehr gute Show geliefert. Wahrscheinlich haben sie die Bühne vermisst und in der Heimatstadt vor vielen Freunden zu spielen, ist ja auch immer was besonderes. Meinetwegen hätte das Konzert ewig dauern können, aber nach 14 Songs war leider Schluss. Zum Finale spielten sie Generation Wild und holten dazu auch noch die Jungs von Shiraz Lane mit auf die Bühne. Einen bessereAbschluss als eine ausgelassene Party auf und vor der Bühne hätte es nicht geben können!

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Gabriel

Nach dem Konzert wurde dann noch schnell ein bisschen Merchandise gekauft (man kann NIE genug Crashdiet Shirts haben) und dann begann die große Diskussion in welche der Stockholmer Rockbars man weiter zieht. Insider behaupteten, dass das Harry B James eine gute Idee sein könnte, andere wollten lieber ins Pub Anchor. Am Ende gewann das Harry B James und so quetschten wir uns mit 6 Leuten plus Fahrer in ein Taxi und ließen und dorthin bringen. Ich mochte das alte Harry B James gerne und so war ich gespannt, ob die neue Location, die nur ein paar Meter entfernt von der alten ist, auch überzeugen konnte. Größer, moderner, besser aufgeteilt und randvoll mit bekannten und weniger bekannten Leuten aus der Stockholmer Rockszene – von meiner Seite aus gab es nichts zu meckern. Nach einiger Zeit trudelten auch die Jungs von Shiraz Lane und Crashdiet ein. Mein schwedischer Bekannter ist immer ganz neidisch, dass ich so viel mit Bands in Kontakt komme – jeden kenne, mit jedem spreche und da überhaupt keine Berührungsängste habe. Also fragte er mich irgendwann „Meinst du, wir könnten wohl mit dem Sänger reden?“. Klar, er ist ja auch nur ein Mensch! Und Gabriel ist ein sehr sehr liebenswerter und sympathischer! Er konnte gar nicht glauben, dass ich von so weit weg gekommen bin, nur um ihn zu sehen und er konnte nicht anders als mich alle paar Sekunden zu umarmen und abzuknutschen. Für mich sind die 650km von Kopenhagen nach Stockholm zwar ein Katzensprung, aber das sah er völlig anders! Ich hatte aber eh den Eindruck, dass er sich noch daran gewöhnen muss über Nacht ein Rockstar zu sein. Bevor er der Sänger von Crashdiet wurde, stand er zwar schon auf Bühnen, aber doch eher in kleinen und unbekannteren Bands. Dass plötzlich alle Augen auf ihn gerichtet sind und hunderte Leute die Songs mitsingen, ist anscheinend noch etwas ungewohnt, was aber durchaus verständlich ist.

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Crashdiet

Leider ging dieser wunderschöne Abend irgendwann zu Ende und wir mussten zurück ins Hostel. Dort war in der Küche Party angesagt, weil eine größere Gruppe von einem Metalfestival zurück gekommen war. Und so saßen wir noch bis tief in die Nacht bei Popcorn, Fireball und Bier.

Zurück bleiben von dem Ausflug nach Stockholm KEIN Kater, tolle Erinnerungen an einen besonderen Abend, ein T-Shirt das mir nicht passt (wird passend gemacht sobald meine Nähmaschine in Dänemark angekommen ist) und drei Pleks von Crashdiet. Wie man das immer wieder schafft, bleibt übrigens mein Geheimnis!

Und noch als letzten Tipp: Wenn ihr die Gelegenheit habt, Crashdiet während dieser Tour zu sehen, dann tut es! Man kann nie wissen, wie lange ein Sänger es mit denen aushält. Ich habe auch schon mehrmals hin- und herüberlegt, ob ich es irgendwie am 28.4. ins Paunchy Cats schaffen kann. Wenn ihr die Chance habt, lasst sie euch nicht entgehen!

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Mara links, Karla rechts: Team Toastbrot!

 

Ein Kommentar zu „Gastbeitrag: Gabriels Debüt als Crashdiet-Sänger

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