Die Realität eines (Konzert)Fotografen

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Sie dürfen in die aller erste Reihe. Ohne Anstehen, ohne Gedrängel, ohne Sichtbarriere. Sie müssen keinen Eintritt zahlen, um die großen Stars zu sehen. Und sie kommen den Profis ganz nah.

Das sind die rosigen Seiten des Lebens als Konzertfotograf. Einer von ihnen, Tom von Nippon Fighter Photography, plaudert heute ein wenig aus dem Nähkästchen. Er erzählt von seinen Erlebnissen als „Mann hinter der Linse“ … wo nicht immer alles professionell ist.

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Von guten und schlechten Erfahrungen

Tom: „Zuerst erzähle ich von einem meiner eher schlechten Erfahrungen als Fotograf allgemein: Ich hatte einen Termin mit einem Model, das für das Shooting bezahlt werden sollte. Trotz genauer Absprachen erschien das Model eher unvorbereitet zum Shooting, mit falschem Make Up und mit der falschen Kleidung. Das musste ich dann sofort abgebrochen. Denn das empfinde ich bei einem Model, das bezahlt wird, als unprofessionell.
Die tollste Erfahrung als Fotograf war es, die Sainted Sinners für eine Deep Purple Night (mit Ian Paice am Schlagzeug!) nach Bulgarien zu begleiten. Ian persönlich kennen lernen zu dürfen war eine Bereicherung für mich. Dazu noch tolle Fotos machen, was will man mehr als Fotograf?
Die schlimmste Erfahrung als Konzertfotograf war leider bei einer Show von Molly Hatchet. Der Mann am Sound hat wohl einen schlechten Tag gehabt. Der Gesang war sowohl bei der Vorband als auch bei der Hauptband kein bisschen zu verstehen. Die Gitarren waren zu laut und die Keys quasi nicht existent….
Besonders fotogen finde ich Gus G( Gitarrist bei Ozzy Osborne). Leider hat bei seinem Auftritt das Licht nicht mitgespielt, so dass nur wenige gute Bilder entstanden sind. Auch den Bassisten Malte Frederik Burkardt ist sehr fotogen, da er eine unglaubliche Bühnenpräsenz hat!

Aus Vergangenheit und Zukunft

Ich betreibe neben Konzert- auch People- und Eventfotografie. Am meisten Spaß habe ich aber auf Konzerten, da ich hier schon eine Menge bekannte und auch weniger bekannte Musiker kennen lernen durfte und einige der Bands fotografiert habe, mit deren Musik ich gross geworden bin. Zum Beispiel Deep Purple und Status Quo. 2019 wird’s noch ein paar Highlights geben, dazu verrate ich aber vorerst nix.

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Ich hatte keinen Lehrer, der mir das Fotografieren beigebracht hat, sondern habe mit 16 Jahren und einer Kleinbild Kamera auf Konzerten angefangen Bands wie Styx oder Foreigner zu fotografieren. Damals durfte man noch ohne Probleme Kameras mit zu Konzerten nehmen. Als ich Ende 2008 anfing, auf digitale Bilder und Nikon umzusteigen, besuchte ich Workshops von anderen Fotografen. Aus deren Tipps und Tricks – kombiniert mit meinen Ideen – wurde dann mein eigener Stil.

Ich habe nur Vollformat Kameras von Nikon und die passenden lichtstarken Objektive dazu; allerdings nutzt einem die beste Ausrüstung nichts, wenn der Mann am Sucher nicht das passende Auge dazu hat.

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Tipps für den Nachwuchs

Wenn ihr Konzertfotograf werden wollt, fangt mit eher unbekannten Bands an. Bei diesen Gigs könnt ihr Erfahrungen sammeln und nach und nach neue Kontakte knüpfen. Wichtig zu wissen ist: Es kommt nichts von jetzt auf gleich! Damit solltet ihr gar nicht erst rechnen!!
Bei mir hat es etwa fünf Jahre gedauert bis ich die ersten Akkreditierungen von größeren Veranstaltern und Acts bekommen habe. Mein Wiedereinstieg in die Fotografie war bei SAGA 2014. Seitdem habe ich sie bis 2017 jedes Jahr in München oder Augsburg fotografiert. Im Buch 40 Years of SAGA wurden zwei Bilder von mir abgedruckt. Darüber kam ich im Laufe der Jahre an Bands wie Manfred Manns Earth Band, Status Quo, Bonfire, Crystal Ball oder Helloween heran.“

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Ihr wollt ein Shooting buchen, mehr Fotos sehen oder Tom eine Nachricht schicken?
Dann besucht seine Facebookseite oder schaut direkt auf der Website!

(alle Fotos von Nippon-Fighter Photography)

 

 

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