Das Sleaze Fest, das Bar Festival und der liebe Eberhardt

Sleaze Fest Gang

Im Idealfall verläuft der Konzertbesuch einer „Journalistin“ so wie bei John Diva in Bensheim:

Im Vorfeld gibt es etwas Chaos mit der Organisation. Aber alle haben ein Ziel vor Augen und die Sache kommt ins Rollen. Du fährt also rechtzeitig vor Beginn des Auftritts mit dem Auto zur Location. Vor der Tür triffst du eine Freundin, die du als +1 mitnehmen kannst und die dir beim Interview als Kamerafrau zur Seite steht. In diesem Fall ist sie auch selbst „Teil des Business“ und nutzt das Event für neue Kontakte.
Ihr trinkt im Backstage ein Bier mit der Band. Mehr Alkohol ist aber nicht drin, denn ihr müsst beide noch heimfahren. Das Interview findet statt, von der Tourmanagerin organisiert. Dann steht ihr ganz vorne an der Bühne, beobachtet die Show aufmerksam. Du machst dir zwischendrin ein paar schnelle Notizen auf dem Handy und singst jedes Lied mit, das du kennst. Nach der Show trefft ihr die Band noch kurz am Merch, kauft eine CD, lasst sie signieren und schießt ein Foto, was leider beim Interview vergessen wurde. Dann fährst du heim und verarbeitest den ganzen Input gleich am nächsten Tag zu möglichst professionellem Content.
Voila! Hier hättet ihr ein Beispiel dafür.

Beim Sleaze Fest in der Matrix und dem Bar Festival im Paunchy Cats lief die Sache…. eeetwas anders ^^

Bar Festival Bühne

Willkommen bei den Chroniken von Sleazia

Ich bin nicht Gossip Girl.
Deswegen werde ich keine Details und Geheimnisse ausplaudern.
Doch das Sleaze Fest ist für viele nicht unbedingt ein Festival, zu dem man nur wegen der Musik geht. Klar, die Musik zieht uns da hin. Sie vereint uns. Und es gibt verdammt nochmal keine andere Gelegenheit, so viele internationale Sleaze Bands an einem Tag zu sehen. Ohne Unterbrechung von anderen Stilen. Wir alle lieben die Show.
Trotzdem geht es eher um die Menschen. Es ist auch ein bisschen wie die Met Gala. Oder die Oscar Verleihungen. Sehen und gesehen werden, Schlagzeilen und Skandale, Mode, große Gefühle und lustige Momente. Oh, und den Alkohol darf ich nicht vergessen.

Es ist ein Highlight, jedes Jahr dort hinzukommen und fast jeden zu kennen. Wenn man sich noch nicht persönlich kennt, dann irgendwie vom Sehen, Hörensagen oder Social Media. Wenn man sich noch gar nie gesehen hat, dann lernt man sich kennen. Bei lockeren Gesprächen, Dank einer gemeinsamen Leidenschaft für „dreckige“ Musik.

received_727879714273401

Jungs und Mädels, es war mir eine Ehre, mit Ihnen vorm Real oder an der Theke zu stehen und einfach mal wieder zu reden und miteinander anzustoßen. Einfach zu feiern. Mal aufmerksam das Spektakel auf der Bühne verfolgend. Mal eher nicht. Keine Notizen. Keine Deadlines.

Aus zwei Interviews wurde ein halbes

Es hätte eigentlich Interviews geben sollen. Im Paunchy mit Superhorror und im Rockpalast mit Crashdiet. Doch Superhorror mussten am Freitag ihren Slot vorverlegen und das hat den ganzen Plan durcheinander gebracht. Ich wollte dann mit Frontmann Freak nach ihrem Auftritt die Kamera aus dem Hotel holen und das Interview machen. Doch ständig war irgendwas. Equipment wegräumen, mit Fans reden, die anderen Bands sehen wollen… Irgendwann hab ich mich einfach neben den Sänger gesetzt, Handy rausgeholt, auf Records gedrückt und Fragen gestellt. Ohne Kamera, ohne Fragenkatalog. Ich werde mich nun am Wochenende noch dran setzen, das abzutippen (ist zu laut im Hintergrund, um die Audiospur hochzuladen). Doch schon in Lichtenfels war es cool, mal einfach auf der Bank zu sitzen, die Jungs von Wildstreet, Trench Dogs und eben Superhorror besser kennen zu lernen oder mit der Paunchy Crew selbst zu quasseln. Ist interessant zu erfahren, was so hinter den Kulissen abgeht. Sory, du bist vielleicht mein nächstes Interview-Opfer 😉
Das mit Crashdiet ist etwas blöder in die Hose gegangen: Schon als Gabriel neu in die Band einstieg, hatte ich das Videointerview vereinbart und vom Manager kurz später ein Okay für Bang Your Head / Sleaze Fest bekommen. Als ich kurz vorm Festival die Details absprechen wollte, sagte Gabriel mir, das wäre jetzt gar nicht mehr ihr Manager. Sie hätten keinen mehr. Dann hat er sich nicht mehr gemeldet. Aber ich bin der Sache auch nicht hinterher gelaufen. Glaubt mir, wenn ihr es ein paar mal gemacht habt, seid ihr auch dankbar für Events ohne festen Termin zwischendrin. #Spontanität #hatsichdannvonselbsterledigt

20190309_003827

Paunchy Cats Superhorror

Wie geht es weiter?

Ob Details gemerkt oder nicht: Die Shows auf der Bühne – allem voran der Abschluss von Crashdiet – waren mega. Dass L.A. Cobra und Wildstreet so einen weiten Weg auf sich genommen haben, ist auch ein extra Lob wert. Das, was sie in den letzten Tagen erleben mussten, hat dem ganzen dann noch die Krone aufgesetzt. Aber das ist Showbiz, Baby.
Die beiden Acts aus den USA und Südafrika hatten Probleme mit dem Visum für Großbritannien und mussten daher ihre Shows dort sehr spontan absagen sowie Unterkünfte und Ersatzshows in Frankreich und den Niederlanden finden. Die ganze Story könnt ihr am besten hier lesen.

20190308_235931

Ich bin ganz stark dafür, dass the show on go must! 😛
Sleaze Fest 2020 – wer ist dafür?
Wir könnten ja eine Petition starten.

Wer ist Eberhardt?

Wer es nicht mitbekommen hat: Eberhardt ist das Sturmtief, das uns alle am Sonntag überrascht hat. Wegen ihm fielen von mittags bis abends sämtliche Regionalzüge aus und Mara und ich hingen noch einen Tag in Düsseldorf fest, bevor wir mit der S2 zurück nach Bochum fahren konnten, um mit dem Auto in den Odenwald zu fahren. Dort war es dann immer noch kalt und trüb, aber immerhin windstill. Und es hat nicht mehr geschneit oder gehagelt… ^^ Wenn das Wetter so über einem hereinbricht, dann muss man halt auf diversen Matratze sitzen, Pizza essen und über Schönheits-OPs, den Split von Santa Cruz und Kannibalismus philosophieren. Love this life & will never exchange it. Amara, Jens und David = beste Gastgeber.

Nun noch einen Mexikaner-Shot auf die Metal-Freundschaft und den ganz normalen Szene-Wahnsinn. Cheers! ❤

Möre Pixx

Paunchy Cats LA Guns
L.A. Cobra im Paunchy Cats
20190309_234620.jpg
Das Sleaze Fest Finale mit allen auf der Bühne
20190309_223201
Crashdiet in Action
Sleaze Fest Wildstreet Dom
Lieblingsbild vom Wochenende
received_358833378056273.jpeg
Kat & Fox reloaded
20190309_140957
Einmal backstage, Keks klauen und zurück
Sleaze Fest Real
STHLM Vibez
Paunchy Cats Girls
Paunchy-Pictures by Sebastian Alsdorf

Bilder vom Dienstag mit Mara

20190312_160822
#SelektiveDekadenz @Starbucks Loop5
20190312_123450
Tut gut: Ziegen streicheln.
20190312_115915
Die Otter waren aber das Highlight im Vivarium.
20190312_124308
Zum Abschluss noch ein paar schräge Vögel
20190312_124844
Achtung, freilaufende Hühner!

Professionelle Fotos

Sleaze Fest:
https://www.facebook.com/pg/Huskypixels/photos/?tab=album&album_id=2341608912525809

Bar Festival:
https://www.facebook.com/pg/PaunchyCatsInnBar/photos/?tab=album&album_id=1752422301524796

 

Ein Kommentar zu „Das Sleaze Fest, das Bar Festival und der liebe Eberhardt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s