kissin dynamite aschaffenburg

Einen schönen guten Morgen liebe Leute!
Es stimmt, wirklich neu sind diese beiden Themen/Bands hier nicht – aber beides zusammen? Das hatten wir noch nicht.

Gestern spielten die beiden Acts im Colos-Saal in Aschaffenburg vor ausverkauftem Haus. Und weil es zur Abwechslung mal keine drei Stunden Fahrt durch die Weltgeschichte waren, sondern nur knapp eine, musste ich einfach vorbei schauen. Ich konnte auch endlich mal wieder Corinna sehen (die ich vor… 4? Jahren genau dort bei einem Meet&Greet kennen gelernt hatte) und nach der Show war es kein Problem, heim zu fahren. Keine Hotelkosten, Stunden am Bahnhof oder irgendwas nötig. Ach ja, Konzertbesuche können richtig entspannt sein 😀

Erstaunt bin ich darüber, dass ich trotz der örtlichen Nähe nur 6 Personen im Publikum kannte: Elke und Jens, Mikk, Vanessa, Bettina und eben Corinna. Muss wohl daran liegen, dass immer neue Fans dazukommen und somit neue, unbekannte Gesichter auftauchen, während der Rest sich auf die verschiedenen Shows und Städte verteilt. Übrigens für alle: Ob man die Band nun mag oder nicht, die Stimmung bei einem KD-Konzert muss jeder mal erlebt haben.

kissin dynamite kalle rock
Foto by Kalle-Rock.de

Da es so voll war, standen wir, vor allem zu Beginn, ziemlich weit hinten. In der Pause zwischen John Diva und Kissin‘ Dynamite konnten wir etwas weiter nach vorne kommen, doch viel weiter hätte nicht funktioniert. Das Gedränge war einfach zu dicht. Das heißt, es war auch furchtbar warm und stickig. Die beiden Ventilatoren an der Decke bemühten sich, doch es kam kein Wind auf. Auch die Bühne war kleiner als bei den meisten anderen Shows der Tour. Das heißt, Kissin‘ Dynamite konnten gar nicht alle Elemente aufbauen, die sie dabei hatten und auf die Pyros musste auch verzichtet werden. Ein bisschen Feuer für die Atmosphäre bei „Heart of Stone“ ging, mehr aber nicht.

Vor dem Konzert ging es für mich schon abenteuerlich los. Und jetzt plaudere ich wirklich aus dem „Nähkästchen“ (im wahrsten Sinne des Wortes), doch das ist zu gut, um es zu verschweigen: Das Top, das ich auf dem Weg zum Konzert an hatte, ging kaputt während ich im Auto saß. Der eine Spaghettiträger hatte sich vorne vom Rest des Tops (anderer Stoff) gelöst. Hätte ich es nicht bemerkt, hätte ich auf einer Seite im BH im Auto gesessen xD Zum Glück bin ich so viel in der Weltgeschichte unterwegs, dass ich eigentlich immer noch einen Beutel oder einen Rucksack mit Klamotten dabei habe. Auch Jacken und Schuhe fliegen gerne mal in meinem Auto herum. Ein einfaches schwarzes Tank Top tut’s auch, vor allem bei KD. Da hatte ich wohl Glück im Unglück.

Dort angekommen stellte ich fest: Ich hätte auch in der Kleidung kommen können, die ich auf der Arbeit an hatte. Viele Besucher standen nämlich ganz normal mit Hemd und Jeans herum. Wenn man viel auf Glam- und Sleazeveranstaltungen ist, ist man es gewohnt, dass alle so herumlaufen wie die Vorband John Diva & the Rockets of Love. Dagegen wirken KD und ihre Fans fast „underdressed“.

shiny pants 2
Foto aus Bensheim mit John Diva

Wer einen ausführlichen Bericht zu einem John Diva-Konzert möchte, kann hier nachlesen. Als Vorprogramm von Kissin‘ Dynamite haben sie nicht so viel gesagt und auch nicht so viel Aufwand betrieben. Stattdessen haben sie mit Spaß, Schwung und musikalischem Können die Stimmung aufgelockert. Irgendwas wurde auch gecovert, doch da war ich gerade auf Toilette #sorryGuys. Insgesamt fiel mir auf, dass viele ihrer eigenen Songs theoretisch auch Cover sein könnten, wenn man es nicht besser weiß. Soll heißen: Die Tracks klingen original wie aus den 80ern oder 90ern aus den USA. Bei „Get Dirty“ musste ich tatsächlich kurz überlegen, woher ich diesen Song nun kannte.

Gratuliert übrigens alle mal dem Drummer der Rockets of Love, Lee Stingray, zum Geburtstag. ^_^ Er hat heute seinen Ehrentag.

Als Kissin‘ Dynamite dann auf die Bühne kamen, gerade mal einen Song gespielt hatten und Hannes vorne wortlos am Bühnenrand stand, wurde schon so viel geklatscht und gejubelt, dass ebendieser kurz sein Publikum aufklären musste: „Äh Freunde, wir haben nicht den Weltfrieden herbeigeführt. Wir haben nur einen Song gespielt.“

kissin dynamite anfang

Ihr Konzert begannen sie mit einigen neueren Titeln bevor mit „Money, Sex & Power“ der erste „Klassiker“ dargeboten wurde. Bei „She Came, She Saw“ sollten alle hüpfen, was die meisten auch taten. Bei diesem Track liebe ich das Solo/die Dancebreak am meisten. Ungewohnt für ihr Genre und trotzdem oder gerade deswegen so geil.
Ich weiß nicht mehr die Reihenfolge aller Lieder. Immerhin macht es auch mehr Spaß, einfach zu zu gucken, als sich permanent zu konzentrieren und ständig was im Handy zu notieren – doch an einem bestimmten Punkt wurde die Aufmerksamkeit nochmal gebündelt. Nämlich als Anna Brunner, ihrerseits Teil der neuen Gruppe Exit Eden, die Bühne betrat. Sie hatte schon auf dem neuen Album den Titelsong „Ecstasy“ zusammen mit Hannes aufgenommen und genau diesen sangen die beiden jetzt auch auf der Bühne. Zu „Sleaze Deluxe“ blieb Anna auch noch dabei. Sie hat eine ungewöhnliche, raue Stimme, ergänzt die doch eher smoothen Songs von KD damit aber perfekt. Übrigens, Hannes, man merkt, dass du bei dem Exit Eden deine Finger im Spiel hattest. Den Stil erkenne ich inzwischen blind.

Als jahrelanger KD-Fan konnte ich ein paar Feststellungen machen: Die Mimik und Gestik der Jungs hat sich nie geändert. Obwohl sie das jetzt so lange machen, erwachsen geworden sind und ein paar Image- und Stilwechsel hatten. Ihr Bühnenverhalten bleibt gleich. Die alte Schwabenflagge wurde hingegen durch eine Flagge mit dem neuen Bandlogo ersetzt. Seine Rolle als König hat Hannes derweil perfektioniert. Sollten er, Ande, Jim, Andi und Steffen in die Rockmemoiren eingehen, wird „I Will Be King“ am ehesten im kollektiven Gedächtnis hängen bleiben. Seit 7 Jahren ist es nun ihre Abschlussnummer, der Mantel längst legendär und die Ergänzung durch einen Thron und einen Jester in Form von Musikerkollege Nils ein kleiner Geniestreich. Man merkt den Jungs an, dass sie gerne schauspielern und Faxen machen.

hannes braun anna brunner

Was ich hingegen noch selten erlebt habe, ist, dass KD ihre Instrumente auf der Bühne nachstimmen müssen. So erging es Jim mit seiner Akustikgitarre. Hannes nutzte die Zeit und erzählte eine Geschichte, die sich kürzlich auf Tour ereignet haben muss: Jim dachte, es wäre ein Off-Day, also ein Tag ohne Konzert. Schon mittags begann er also Jack Daniels pur zu trinken. Als ihm gesagt wurde, dass sie doch spielen mussten, war es schon zu spät. Sturzbetrunken muss der arme Junge auf der Bühne gestanden haben, sein Verstärker wurde heruntergedreht und er hatte nur noch ein Ziel im Kopf: Überleben: „Er war schon auf den Knien. Doch nach dem letzten Song breitete sich ein seliges Lächeln in seinem Gesicht aus. Er hatte es geschafft.“

Nach 3 oder 4 Zugaben lies das Publikum die Jungs endlich gehen. Da Donnerstag war, mussten danach alle recht schnell nach Hause. Ich hatte auch nur noch kurz Zeit, um ein paar Mitgliedern der Bands hallo zu sagen und zu quatschen. An dieser Stelle die Frage: Ande, soll ich euer Geheimnis verraten oder nicht? 😛
Eines kann oder muss ich euch jedenfalls verraten: Wenn KD nicht direkt nach der Show rauskommen, meinen sie es nicht böse. Sie würden sich sogar eher wünschen, die Allgemeinheit würde/könnte/dürfte länger bleiben. Die Venues haben aber auch ihre Interessen und die Mitarbeiter wollen Feierabend machen. Ihr habt also die Wahl: lange Shows mit ganz vielen Songs oder hi sagen am Merch. Was ist euch lieber?

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