Mein Ausflug ins Hard Rock Hotel in Las Vegas

 

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Im April war ich für 3 Wochen in den USA und Mexiko unterwegs. Einen großen Bericht dazu gibt es -> hier. Darin ging es allgemein um die gesamte Reise. Zwar durch die Brille eines Rockers, doch ich hatte bei diesem Bericht versucht, von allen Stationen ein bisschen was zu erzählen.

Heute soll es nur um einen bestimmten Teil gehen: Um das Hard Rock Hotel in Las Vegas, in dem ich drei Nächte geschlafen habe. Sie sind etwas Besonderes, denn im Vergleich zu den Cafés, von denen jeder mindestens ein weißes T-Shirt besitzt, sind die Hotels der Kette eher selten. Sie bieten tatsächlich regelmäßig Livemusik und im Fall von Las Vegas auch ein ganz eigenes Erlebnis. Denn hier sind, wie viele wissen, ganze Casiono-Dschungel in die Hotel-Lobbys integriert.

Leider habe ich keinen Vergleich zu anderen Häusern der internationalen Hard Rock Hotel-Kette – doch das Gebäude in Las Vegas ist riesig!
Es teilt sich auf in den HRH Suites Tower, den Casino Tower und den Paradise Tower. Im Casino Tower sind die Zimmer am kleinsten, die Suites sind natürlich am größten. Doch alle von ihnen sind sehr geräumig und schön rockig, aber gleichzeitig auch recht standardmäßig eingerichtet (wenn man sich an den Hotels in Vegas orientiert). Eine überteuerte Minibar und ein Service zur Kleiderreinigung gehörten natürlich dazu. Haben wir allerdings nicht genutzt.
Ganz wichtig: Es gibt überall in jedem Raum aber die Fenster lassen sich nicht öffnen. Ich vermute, dass die Rausfallgefahr auch zu hoch ist, bei all den Drinks und Drogen, die in diesen Läden konsumiert werden…

hard rock hotel aussen

Die sogenannten „Türme“ bilden ein großes U mit einem Innenhof, der erstaunlicherweise recht wenig genutzt wird. Irgendwie sind dann doch die wenigsten in Vegas, um sich zwischen Palmen zu sonnen. Als wir da waren, war es schlichtweg zu windig für solche Aktivitäten. Uns sind die Schilder um die Ohren geflogen und der Stratosphere-Tower war zum Beispiel gesperrt.
Man kann alle Stockwerke – außer das Erdgeschoss – nur mit einer Zimmerkarte betreten, die im Fahrstuhl verwendet werden muss. Auch das ist gut so, denn Laufkundschaft für die unteren Etagen (Casino, Shops, Restaurants, Shows) ist in Vegas Gang und Gebe. Das gäbe ein riesiges Chaos, wenn die alle auf die Flure dürften. Eine Übernachtung selbst wirkt auf den ersten Blick relativ günstig. Doch dann kommt eine tolle Gebühr dazu für alle möglichen Sachen, die man am Ende vermutlich eh nicht nutzt. Ich glaube, ein Spa-Bereich war dabei. Unter anderem.

In allen großen Hotels der Stadt finden jeden Abend Shows statt. Im Hard Rock Hotel sind das natürlich Rockkonzerte. Diese werden fleißig an einer gigantischen LED-Wand hinter Rezeption beworben. Im Hotel gibt es die Räume „Vinyl“ und „The Joint“, vor denen sich abends „echte Fans“ und Touris gleichermaßen sammeln. Etwas aus der Reihe tanzen tut die Sondershow Magic Mike. Die findet dort gerade dauerhaft statt und hat mit Hard Rock eher wenig zu tun. Aber gut, passt wenigstens besser als zum Thema Ägypthen, Märchenschloss oder Zirkuszelt, denen sich die Hotels am Las Vegas Boulevard so widmen. Draußen gibt es auch noch eine kleine Bühne.

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Die Spielautomaten und Restaurants unterscheiden sich nicht von denen anderer Hotels. Doch dafür hängen und stehen hier – und das dürfte das größte Highlight sein – überall Rock- und Metalmemorabilia im Wert mehrerer Millionen Dollar. Also echt: Wow. Mega cool. Vor allem, weil sich wirklich alte Fundstücke von den Beatles oder Elvis mit ganz modernen Sachen wie Avenged Sevenfold oder den Imagine Dragons mischen. Dazwischen gibt es Gitarren, Kleidung und Platten von den großen Künstlern der 70er, 80er und 90er. Wenn man alles sehen möchte, ist man schon eine Stunde lang beschäftigt. Meinen Favoriten habe ich sofort gefunden. Das Stage Outfit, dass Axl Rose beim Gedenkkonzert für Freddie Mercury getragen hat. Das hat sogar die Lederjacken von Tommy Lee und Dee Snider bei Weitem übertroffen! \m/
In den Aufzügen kann man dann die schönsten fahrstuhl- und hotelbezogenen Lyrics und Zitate von den Wänden ablesen.

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Was noch Hard Rock-speziell ist: Ein paar Shops mit rockiger Kleidung, die es sicher nicht beim EMP von der Stange gibt und das Tattoo-Studio, in dem ich mir den Satz „Life is beautiful“ hab stechen lassen. Zwar recht teuer, aber man zahlt ja für’s Ambiente / Souvenir und dafür ging es super spontan und professionell.

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Das Hauptmotiv des Hotels ist die E-Gitarre. Eine besonders große, leuchtende schmückt schon die Einfahrt des Anwesens und dann findet man sie überall: an den Türgriffen, auf den Bodenfließen, auf den Zimmerkarten…
An der Rezeption stehen Persönlichkeiten, die es wohl gerne in Hollywood oder eben Vegas „schaffen würden“, aufgedonnert bis zum Gehtnichtmehr und die Drinks werden von jungen Damen in Lederoutfits serviert. Man muss das nicht mögen, es bedient aber alle Klischees und lässt einen daher schmunzeln. Im Hintergrund läuft permanent die passende Musik und irgendwie fühlt man sich, wenn man dann noch auf Anhieb ganze 9$ beim Roulette gewinnt, wie ein kleiner Rockstar. 😉

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Ich wollte euch nochmal genauer davon erzählen, weil es mir richtig gut gefallen hat und auch meiner Mama ein bisschen näher bringen konnte, was mich so an dieser Welt fasziniert.

PS: Das Hard Rock Hotel befindet sich weder direkt am Strip noch an der Fremont Street und ist dadurch eines der wenigen, bei dem man kostenlos parken kann.

 

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