Wie man kreative, musikalische Menschen kennenlernt

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Don’t dream your life. Live your dreams.

Diesen abgedroschenen Spruch sagte ich mir immer und immer wieder im Kopf auf, als ich mich an einem Montag dazu motivieren musste, nach der Arbeit noch zu einer Party zu gehen. Ich wusste, dass ich spät heimkommen und direkt ins Bett fallen würde. Am nächsten Tag wieder früh raus und eine Messe vorbereiten. Außerdem zog ich los, ohne eine einzige Person auf der Veranstaltung wirklich zu kennen. Nicht mal die auftretenden Musiker hatte ich je zuvor gehört.

Warum zum Kuckuck bin ich also da hin gegangen?!?

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Meeting Antje

Der Grund ist: Jetzt, wo ich mich im Job so langsam eingelebt habe und der Festivalsommer vorüber ist, brauche ich wieder etwas, das mich beschäftigt, glücklich macht und weiter bringt. Etwas, das dem Leben entspricht, wie ich es mir immer vorgestellt hatte.
Das Paradebeispiel dafür ist der Kölner Mediapark. Eine Ecke der Stadt, die mit ihren Parks, modernen Restaurants, Hochhäusern, Start-Ups und Kreativbranchen-Unternehmen auch meiner Fantasie hätte entspringen können. Dort fand letzten Montag die Spread Your Talent – Next Generation Launch Party statt.
Veranstalter Marc hatte ich Dank des Blogs über Facebook kennen gelernt. Gesehen hatten wir uns aber noch nie. Marc Antonius Dominick (Kurz: MAD) hat Spread Your Talent gegründet, um ambitionierten Musikern auf die Sprünge zu helfen. Mit Einzelcoachings, Gruppenkursen und Veranstaltungen will er die Musikbranche fördern. Wie eine kleine Popakademie in privaten Händen.

Ich kannte wie gesagt noch niemanden wirklich, ging aber trotzdem hin. Ein großes Argument dafür war ehrlicherweise auch, dass sowohl Eintritt als auch Getränke umsonst waren. Eine kostenlose Gelegenheit gleichgesinnte in der neuen Heimat kennen zu lernen? Wie könnte ich da Nein sagen? Und Montags hat man vielleicht nicht die große Motivation abends lange weg zu bleiben – doch man hat Zeit. Niemand feiert montags Geburtstag, heiratet oder lädt zu einem Roadtrip ein. Deswegen war das kleine Event im „Startplatz“ auch ausgebucht.

Zwei Musikerinnen, die gerade mit ihrer Karriere loslegten, bildeten das Abendprogramm. Sie haben mit Metal nichts am Hut, doch ich verlinke euch mal ihre Seiten, falls ihr Interesse an talentierten Sängerinnen habt: Jūles und Lisa Spielmann

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Zwischen drin stellte Marc sein neustes Projekt vor. Die Seite war just an diesem Tag online gegangen: In der Spread Your Talent Community gibt es Foren, in denen man sich mit anderen Vertretern der Musikbranche austauschen kann und sich zu gemeinsamen Webkursen anmelden kann, die das eigene Projekt voranbringen. Das Programm ist am interessantesten für die, die wirklich Musik machen wollen. Doch die ganze Spread Your Talent „Next Generation“ umfasst auch Künstlermanager, Labels, Verlage, Produzenten, Journalisten und mehr. Ab jetzt auch mich.

Ich lernte auch gleich ein paar coole Leute kennen. Wie? Mit Ehrlichkeit. Ich stellte mich zu einer Gruppe, sagte, dass ich neu in der Stadt und alleine hier wäre und ob ich mich zu ihnen gesellen könnten. Das braucht zwar Mut, aber wenn man wirklich niemanden kennt, fällt einem das doch irgendwie wieder leichter. So lernte ich jemanden kennen, der ein echtes Faible für Musik aus Köln hat, eine Hip Hop Sängerin, die erste Schritte im Musikbiz wagen will, einen Gitarrenlehrer, der das spielt, was wir an der Poppe Weltmusik nannten und den durchgeknallten Christian mit seiner Sci-Fi-Band Synthonie. Ich sagte ihm ganz ehrlich ins Gesicht: Euer Projekt ist marketingmäßig super! Bands, die sich mehr auf ein Thema als auf ein Genre konzentrieren, mit einer krassen Optik und einzigartigen Instrumenten – das eröffnet fantastische Türen des Storytellings, für Kooperationen und die Gestaltung von Bildern und Grafiken. Mit ihnen werde ich hoffentlich noch eine Weile in Kontakt bleiben und coole Projekte durchziehen.

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Chris von Synthonie

Wenn ihr auch dabei sein wollt in der SYT – Community: https://spreadyourtalent.com/de/

Zwei Tage später stand ich dann auf der DMEXCO in der Messe Köln. Dort war ich mit meinem Team von der Arbeit und auch wenn ich am Stand ziemlich gut beschäftigt war, hatte ich ein wenig Zeit, durch die Hallen zu streunern und andere Unternehmen der Digitalbranche kennen zu lernen. So viele Visitenkarten habe ich noch nie ausgetauscht. Messen sind also auch ein toller Weg.

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coolstes Team

Und nächste Woche ist es soweit: Ich werde mir einen neuen Musicalchor suchen. Mittwochs und Donnerstag werde ich zu jeweils einer Probe mit Vorsingen gehen. In der Hoffnung, dass wenn ich bei der einen Gruppe nicht genommen werde, wenigstens die andere ja sagt.
Ich hab wieder Bock, mein Hobby aufleben zu lassen und andere musikbegeisterte Menschen zu treffen. Auch außerhalb der Hair Metal Szene. Wünscht mir Glück!

PS: Danke für die Fotos an das SYT Team! Fotos: Sven Kubeile

cologne
Defying Gravity

 

 

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