foxxys job

Meine „Schwester“ (ich nenne sie mal aus Datenschutzgründen so und weil sie es einfach ist, wenn auch nicht biologisch) hat mich kurz nach Weihnachten ihrer neuen Mitbewohnerin vorgestellt. Die fragte nach einiger Zeit des Kennenlernens: „Und was machst du beruflich?“
Und meine Antwort so: „Ähhhmm…?“

Da diese Frage im Alltag nicht gerade selten vorkommt und ich leider keinen Job habe, der so einfach in den Raum zu schmeißen ist wie Fotograf, Arzt oder Friseur, will ich es euch kurz mal erklären. 🙂

Im Studium sah es ähnlich aus.

Erst lautete mein Fach Medien- und Kommunikationswissenschaft (=sehr theoretisch, sehr bezogen auf Filmgestaltung und Werbewirkung, Nachrichten etc.), dann Musikbusiness (=die hinter-den-Kulissen-Arbeit der Musik- und Kreativbranche, sehr modern gestaltet).

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habe für die Uni auch mal Mike Singer analysiert…

Zwischendrin war ich freie Reporterin, hab Social Media und Pressearbeit für einen Veranstalter gemacht und später in einer Agentur als vereinfacht gesagt „Werbetexterin“ gearbeitet. Wobei auch da viel Konzeption und Social Media-Kram dabei war. Wen’s interessiert, der Beruf hieß Content Manager.

Das wollte ich auch bleiben und durch einen kompletten Zufall bin ich jetzt Projektmanagement Trainee bei einem Unternehmen, dessen Leistung auch nicht so ganz einfach zu erfassen ist.
Ihr seht schon, wie das aussieht, wenn mich jemand zu solchen Sachen fragt… xD

Wenn ich es mir einfach machen will, sage ich: Trainee im Online Marketing.

Das Unternehmen, bei dem ich seit Mai 2019 arbeite, hat vor einigen Jahren nichts weiter gemacht, als eine Software anzubieten, mit der andere Firmen ihre E-Mails an ihre Kunden verschicken können.
Was sind das für Mails? Natürlich die mit reiner Werbung wie „An Black Friday ist Käse im Angebot!“. Aber auch redaktionelle Newsletter mit wichtigen oder boulevard-artigen Nachrichten. Oder reine Transaktionsmails. Das ist das, was man bekommt, wenn man zum Beispiel etwas bestellt hat, eine Rechnung bekommt oder irgendwo sein Passwort vergessen hat.
Unsere Software ist dafür da, diese Mailings zu gestalten, den richtigen Empfängern zuzuweisen, sich die Öffnungsraten anzuschauen und so weiter.

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Quelle: pixabay

Inzwischen gibt es auch eine Abteilung mit einem Marktforschungspanel, Beratungen in Sachen Online-Kommunikation für unsere Kunden, eine Verwaltungsmöglichkeit für Online-Shops (wer hat was bestellt?) sowie die Möglichkeit, auch SMS, Print Letter oder Push Benachrichtigungen zu verschicken. Das ist übrigens das, was du auf dem Handy bekommst, meist in Form deiner App-Symbole mit irgendwelchen Hinweisen. Man erweitert halt sein Angebot.

Meine Aufgabe ist, zwischen den Entwicklern und den Kunden zu vermitteln.

Wir (mein Kollege im Projektmanagement und ich) erklären Neukunden, wie man das System verwendet. Wir nehmen ihre Wünsche und Ideen für Verbesserungen auf. Wir sagen den Entwicklern , wie sie die Software für den jeweiligen Kunden konfigurieren sollen und informieren auf beiden Seiten, wenn was falsch läuft oder sich Timings verschieben. Wir überlegen auch selbst, welche neuen Funktionen man anbieten könnte. Oder stehen beifuß, wenn es irgendwo brennt und Newsletter oder andere Nachrichten falsch verschickt wurden.

Das bedeutet viele Mails, viele Telefonate, viele Besprechungen und der ganze klischeebeladene Bürowahnsinn. Kreativ sein kann ich hier seltener, dafür lerne ich viel über Netzwerktechnik oder den Umgang mit „großen“ Kunden.

Für den Fall, dass ihr so was sucht, meldet euch 😉

Falls nicht hoffe ich, ich konnte wenigstens halbwegs verständlich machen, wie mein Alltag so aussieht.

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