The … sun is shining?

Was für ein merkwürdiges Gefühl… die Jogginghosen wegpacken und stattdessen die Leo- und Zebraoutfits wieder rausholen. Abends nochmal das Haus (oder in dem Fall Motel) verlassen anstatt im Wohnzimmer zu bleiben. Zu lauter Musik mit Freunden in die Morgenstunden reintanzen. Festival-like warmer Pfeffi. Eine Theke, eine Tanzfläche und ein Außenbereich. Und die verschlafenen Morgende danach. Wie besonders sich das plötzlich anfühlen kann…

Am vergangenen Wochenende war ich auf zwei kleinen, privat organisierten Feiern. Die erste, freitags, war eine kleine feine Hausparty. Die zweite war so semi-offiziell, mit DJs und gemietetem Raum. Aber auch hier kamen alle Gäste aus dem Bekanntenkreis von Veranstalter Tet. Die Namen der Anwesenden waren bekannt, freien Zutritt ohne Anmeldung gab es nicht. Bestellt werden durfte nur mit Maske, und gerade in dem Studentenclub wirkten die paar Gäste etwas verloren. Normalerweise. Aber nicht nachdem er monatelang komplett leer gewesen war. Sogar das Personal hatte an dem Abend keine Lust, heim zu gehen und hat die Sperrstunde über Bord geworfen.

It was Video Chat Time this spring

Es fällt schwer zu sagen, was genau die erste „Party“ offiziell war nach dem Lockdown. Zählt das zu neunt Skypen mit Freunden, bei dem miteinander angestoßen und online Spiele gespielt wurden? Oder der Geburtstag meiner Mutter, in kleiner Runde mit der Familie? Oder der letzte Besuch im Redrum? So genau lässt es sich wahrscheinlich nicht sagen. Aber in der letzten Zeit gab es zum ersten Mal wieder Livemusik sowie Runden, bei denen man selbst noch neue Leute kennen gelernt hat.

Ins Autokino für ein Konzert bin ich bisher nicht gegangen. Arbeitskollegen haben es gemacht und erzählt, dass das Erlebnis nicht so gut gewesen wäre. Man möchte nicht sitzen, sondern aufstehen und sich bewegen. Man will irgendwie mit den anderen Zuschauern interagieren, wenn auch aus der Ferne. Aber sobald man aussteigt, hört man schlechter, denn die Musik läuft über die Autoradios statt über Boxentürme. Und irgendwann geht der Ton oder gar die Batterie aus. Getanzt haben auch nur die wenigsten.
Wie sind eure Erfahrungen mit Autokonzerten bis jetzt gewesen? Wollt ihr hin gehen? Warum oder warum nicht? Bin gespannt auf verschiedene Meinungen und Geschichten.

Viehofer Platz in Essen

Auf jeden Fall war mein erstes Event mit Livemusik ein Besuch im Café Nord. Als „Hardrock Café in cool und authentisch“ hat der Laden in Essen in den letzten Wochen starken Zulauf erfahren. Es gibt einen Biergarten und einzelne Tische, an die man sich setzen kann. Also alles auf Distanz, aber trotzdem entsteht ein bisschen Metalfestivalatmosphäre.
Seit einigen Wochen spielt dort jeden Dienstag und Donnerstag eine Band. Der Biergarten, in dem sie auftreten, wird von drei Locations geteilt: dem Nord, dem Turock und in der Mitte der Don’t Panic Club & Pub. Das heißt, Besucher aller drei Kneipen / Partylocations können den Musikern zuhören. Für die Einnahmen geht ein Klingelbeutel herum.
Leider war bisher die Qualität der auftretenden Acts nicht so super. Aber es ist klar, dass für so ein Konzept keine großen, erfolgreichen Künstler gewonnen werden können und ich denke, in den nächsten Wochen kommen da noch ein paar gute Sachen 😉

Jetzt am Wochenende gab es keine Livebands. Aber eben zwei DJs und eine Tanzfläche in einem Club, dem Studentenkeller in Leipzig. Oh und zwei Hunde waren auch unter den Gästen. Was waren die süß. Die ganze Partygemeinschaft hat sich spontanverliebt.

Mir hat das dumme Herumtanzen so gefehlt. Hier in der Wohnung würde ich damit nur meinen Nachbarn auf den Sack gehen und Platz ist auch keiner. Ja, da muss man auch mal theatralisch beim Tanzen vom Stuhl springen, wenn es endlich wieder möglich ist.
Im StuK lief eine Mischung aus Hard-Rock, Metal, Glam-Rock, Alternative, Goth-Rock, Industrial, EBM – und „Trash Pop“. Spätestens bei „Cotton Eyed Joe“ oder Cascada’s „Everytime We Touch“ war mir klar: Unsere Generation ist doch die Beste!! 😛

Tet und seine Party „Summer of 84“
Rabea, Amara, dieses total verpixelte Video ist für euch :-*

Bei der Hausparty ging es irgendwann raus auf die Straße, wo man die nicht-ganz-so-frische-weil-warme Nachtluft genießen wollte. Doch irgend einem Nachbar schien das nicht gepasst zu haben. Er fotografierte uns aus dem Fenster.
Weil wir zu laut waren?
Denn gegen Corona-Regeln haben wir nicht verstoßen. Draußen saßen nicht mehr als 10 Leute, alle miteinander bekannt und weit weg von allen anderen. Naja, bis auf die Kleinigkeit, dass alle Passanten kurz angehalten und gefragt wurden, ob sie zufällig Sahne dabei haben. Kann mir jemand sagen, warum wir Sahne gebraucht haben?

Gestern dann ein kleines Geburtstagspicknick im Park. Decken ausgebreitet, Salate, Brot und Dips dabei, Flaschen mit Eis darin waren die Kühlakkus. Auch hier wieder eine kleine, privat veranlasste Runde mit tollen Gesprächen und perfektem Wetter. Ohne laute Musik.

Mit Hanna Sonne tanken

Natürlich summiert sich auf diese Weise die Zahl der Personen, zu denen man insgesamt Kontakt hat. Doch ich hoffe, die Hitze und das viele Draußensein erschweren es dem Virus. Es ist ein schwieriger Drahtseilakt zwischen „Wir müssen Veranstalter, Künstler, Restaurants etc. am Leben halten“, „Irgendwann wird man verrückt ohne Kontakte und dann geht es mit der mentalen Gesundheit bergab“ und „Das ist nicht klug, bald wird die zweite Welle kommen und dann wird alles wieder strenger“. Wie die perfekte Lösung aussieht, weiß ich auch nicht. Aber ich weiß, dass es schöne Sommertage sind und wir sie vielleicht auf diese Weise nutzen können bevor das kalte Wetter sowieso wieder alles gefährlicher macht wegen erhöhter Ansteckungsgefahr. Dann kann ich mich auch gerne wieder daheim auf dem Sofa einkuscheln und mich im Social Distancing üben. Gibt immer noch genug Serien und Filmklassiker, die ich gucken möchte. Und Pokémonkarten hab ich jetzt auch wieder… aber bis dahin freu ich mich über die warmen Abende in Gesellschaft und das Tanzen zur Musik.

Ein Herz für abgefuckte Hauspartybilder ❤
Füchse in der Wildnis
Mein kläglicher Versuch, Beerpong zu spielen (immerhin hat David Talent dazu und uns zum Sieg verholfen^^)
Abstecher zum Cospudener See bei Leipzig
Die im Motel One können nicht zählen…
Endlich wieder ein Anlass zum Aufstylen? 😀

Ein Kommentar zu „Die ersten Partys & Musikevents

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