Gerade habe ich von den ersten kleineren privaten Partys und Open Air Konzerten erzählt, die wieder stattfinden können. Mit viel frischer Luft, abgetrennten Tischen, strengen Gästelisten und Maskenpflicht beim Laufen zwischen den Besuchern und Mitarbeitern lässt sich die ein oder andere Musikveranstaltung bereits wieder umsetzen. Auch Konzerte in Autokinos erfreuen sich großer plötzlicher Beliebtheit. Doch irgendwann geht der Sommer vorüber, draußen wird es wieder ungemütlich. Ein sicheres Dach über dem Kopf beim Konzert wäre dann schön – wenn es denn ein „sicheres“ Dach wäre. Weil: geschlossener Raum und begrenzter Platz = unsicher.

Dann kommt Russland mit einem PR-Stunt daher (anders kann man es nicht nennen) und genehmigt einen fast ungetesteten Covid-Impfstoff mit dem glorreichen Namen Sputnik V. Mag sein, dass er bisher keinen Schaden angerichtet hat. Doch bringt er auch etwas? Und wie sieht es langfristig aus?

Während auch in Deutschland schon fleißig getestet wird (mehr dazu hier), tut sich automatisch die Frage auf: Würdest du dich gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn du dann wieder in Clubs und auf Konzerte darfst?

Nun könnte man auch sagen, dass bereits die bloße Existenz eines zugelassenen und nachgewiesen wirksamen Impfstoffs genügt. Denn wenn ich dann auf ein Konzert gehe und das Virus trage, bringe ich ja nur diejenigen in Gefahr, die sich selbst bewusst gegen die Impfung entschieden haben. Sie tragen dann wieder selbst die Verantwortung.
Aber wie genau das geregelt wird, steht eben noch nicht fest. Dieses Jahr wird dafür zu viel improvisiert, als dass man das sicher sagen könnte. Etwas klarer könnte es höchstens bei Reisen ins Ausland sein, um dort eine bestimmte Show zu sehen. Länder können nämlich bei Einreise eine Impfung verlangen.

Für ihr Video zu „Turn it Louder“ haben The Other ein „Geheimkonzert“ veranstaltet – mit Masken

Ich selbst zähle mich ganz und gar nicht zu den Impfgegnern und sollte selbst mal so einige Spritzen nachholen, denn die letzten sind nun zehn Jahre her. Aber auch ich weiß nicht, ob ich eine der ersten sein will, die es ausprobiert. Denn dass Risiken und Nebenwirkungen bestehen, kann ich nicht abstreiten. Daher die Frage, ist es das wert, nur um ein paar Monate früher wieder eng gedrängt vor den Bühnen von „Großveranstaltungen“ zu schwitzen?

Höchstwahrscheinlich werde ich es machen, aber es ist noch eine gewisse Unsicherheit da, was den Zeitpunkt betrifft. Wie würdet ihr handeln? Ist hier vielleicht zufällig auch jemand an den Forschungen beteiligt oder ist bereit „Versuchskaninchen“ zu sein?
Wenn ihr diskutiert, bitte bleibt sachlich und erzählt mir nix von geheimen Chips, die uns allen injiziert werden. Selbst wenn, wir werden doch eh via Handy getrackt ;P auch ohne Internet und GPS, Verbindung zum mobilen Telefonnetz genügt.

So oder so, eins steht fest: Unseren Künstlern, Clubs und Veranstaltern würde eine kleine Spritze echt gut tun … in jeder Hinsicht. Außer vielleicht Heroin 😉

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