Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe von Pro & Contra.

Es war einmal eine Füchsin, die wollte aus ihrer Not eine Tugend machen.
Denn es war eine ihrer größten Stärken, und zugleich auch Schwächen, dass sie bei vielen Themen, die die Nationen spalteten, keine unverrückbare Meinung hatte.
Wie Füchse das nun mal tun, beobachtete sie lieber von außen und wägte die verschiedenen Seiten ab. Das half, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Aber wie sollte sie so über Phänomene aus ihrer Szene schreiben können?!

Also kam sie auf die Idee, all die Streitfragen aus der Welt der Musik und der Kreativen mit sich selbst zu debattieren. Sie wünscht viel Spaß und viele Einsichten mit der Rubrik!

Disclaimer: Dieser Beitrag enthält Satire und Fantasy🐯 man sollte das heute wohl besser dazusagen …


Image by JL G from Pixabay

#ContraFuchs

Raubkatzen kommen meist im Doppelpack

Höre meine Worte: Tu. Dir. Das. Auf. Keinen. Fall. An.

Im Moment hast du noch einigermaßen Glück, denn ein Virus wütet umher und macht Welttourneen mit anschließendem Körperkontakt beinahe unmöglich. Doch stellen wir uns einmal vor, wir würden in normalen Zeiten leben. Dann würde dein*e Datingpartner*in (im Folgenden meinen wir natürlich Musiker jedes Geschlechts) sich die Aftershowkuscheltiere aussuchen können wie bei einer Losbude auf dem Jahrmarkt:
„100 Punkte! Freie Auswahl! Wenn Sie wollen, können Sie den Tiger haben, der da unter der Decke hängt!!“
Der hängt so hoch, dass du selbst beim besten Willen nicht dran kommst, um ihm eine reinzuhauen … Das Absurdeste an ihm ist: Ein Draht verbindet ihn mit einem weiteren schönen Tier, einem Leoparden. Selbst der Losbudenbesitzer bekommt die beiden nicht auseinander, so eng sind sie verknotet. Also nimmt dein Date, der Gewinner dieses Spiels, einfach beide mit obwohl sich die Katzen gegenseitig anfangen, das Fell zu zerkratzen, in der Hoffnung, das jeweils schönere Kuscheltier zu sein. Für dich bleibt eine Plastikrose.

Selbst, wenn es keine verknoteten Raubkatzen gibt, dein Lieblingsmensch wird immer viel unterwegs sein. Wenn du es nicht organisieren kannst oder willst, mitzukommen, dann werdet ihr nicht viele gemeinsame Wochenenden haben. Vielleicht brauchst du dann bald einen Kuscheltiger, der neben dir auf dem Sofa liegt.

Unterwegs, auf der Suche nach dem großen Erfolg, kann es auch vorkommen, dass dein Date auf den Teufel stößt und ihm seine Seele verkauft. Im Austausch dafür wird er der beste Schlagzeuger der Geschichte, hat Erfolg, kann größere Touren buchen – und ist dann noch länger weg von Zuhause. Er wird nicht mehr er selbst sein. Denn da der Teufel keine Lust hat, lange auf die Seele zu warten, nimmt er sie sich sofort. Stück für Stück. Schon bald wirst du deinen Herzensmensch nicht wieder erkennen. Der Highway to Hell ist euch beiden bereitet. Daher nochmal meine Bitte: Tu dir das auf keinen Fall an.


#ProFuchs

Musiker sind nur Menschen wie Du und Ich

Zugegeben, einen Musiker zu daten, der nicht mehr ganz unbekannt ist, hat seine Herausforderungen. Doch gibt es die nicht in jeder Beziehung?
Was du gewinnst, ist jemanden, der dir eine neue, spannende Welt zeigen kann. Du kannst auf Reisen gehen, Konzerte gratis sehen, interessante und verrückte Menschen kennenlernen. Du darfst vielleicht auch mal am kreativen Prozess beteiligt sein, in Videos auftreten, Texte schreiben und Cover gestalten, die Möglichkeiten sind grenzenlos. Vorausgesetzt natürlich, du magst solche Sachen.

Wenn nicht, dann zwingt dich auch keiner dazu. Dann hat dein Partner eben sein Hobby oder Beruf und du deine und im Anschluss habt ihr euch mehr zu erzählen. Gerade bei langen Beziehungen, bei denen man zusammen wohnt, kann es sogar ganz angenehm sein, wenn ein Teil für eine Weile unterwegs ist. Zwei Wochen Tour in Frühjahr, zwei im Herbst, mehr wird es eh nicht. Das ist dann wie eine kurze Pause von den ständigen Streits, wer die Spülmaschine ausräumt.

Musiker sind einfühlsame, hochinteressante Menschen. Mit ihnen wird es sicher nie langweilig und sie sind ein Magnet für neue Bekanntschaften. Gut, die ganzen Fans können aufdringlich sein. Doch irgendwie kannst du ihre Begeisterung ja verstehen und vielleicht findest du Freunde unter ihnen. Oder kleine Abenteuer, wenn du zu den etwas Wagemutigeren gehörst. 😉

Am Ende des Tages sind auch die besten Sänger nur Menschen wie du und ich. Wenn dein Schätzchen irgendwann was anderes denkt, kannst du ihn wieder auf den Boden zurückholen. Er oder sie hingegen kann dich mit einem für dich geschriebenen Song für ein paar Minuten in den Himmel heben. Also go for it und lass dir von niemandem was anderes sagen! ❤

3 Kommentare zu „Pro & Contra #3 – Sollte ich eine*n Musiker*in daten?

  1. Ich habe damals (1970-72 )noch in Ungarn gelebt. Ich hatte eine Band, und ich habe gehofft heimlich, dass ich Mädchen kennen lernen kann leichte Art, weil ich Musiker bin. Aha – Die Mädels gingen aber weg, oder raus, mit ihrem Tanzpartner. Wahrscheinlich haben sie schon diese Artikel gelesen, oder mit-diskutiert, und wollten keine Beziehung/Abenteuer usw mit Musiker haben. Na ja, ehrlich gesagt bin ich auch kein Musiker, sondern nur ein „Gitarrenbesitzer“ – gewesen.

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