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Music, the Bizz & Rock'n'Roll

by Karla the Fox

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EMP Sticker überall! Eure besten Orte.

Liebe Barbara, du hast recht: Das Kleben ist schön.

Wer Barbara nicht kennt, der schaue bitte hier. Geniale Frau, relevanter denn je.

Wer jemals was beim EMP bestellt hat, kennt sie: diese kleinen roten Sticker mit der hauseigenen Pommesgabel (oder Metalhand, Teufelshörner,… hat das Ding eigentlich einen festen Namen?). Wir bösen Backstage Club Mitglieder haben natürlich die meisten. Wohin mit all den Dingern??
Ich habe mich mal bei den Hardcore EMP-Fans umgehört, wo man die Sticker überall platzieren kann. Manche von euch sind ganz schön krativ. Oder einfach nur bekloppt. Wie ein Blog das so soll, kann euch diese Liste vielleicht Inspirationen liefern… 😉

emp sticker haushalt

Frage: „Was habt ihr bisher mit euren Stickern angestellt?“

„Also ich hab welche auf meine Gitarre geklebt… Ein paar sind auf der Arbeit verteilt… Und früher waren meine Hefte komplett voll damit.“ (Sina S.)

„Auf die grünen Seitenspiegel beim Auto von vorne drauf geklebt. Rechts und links. Rot auf Grün ist schon krass.“ (Rene K.)

„Auf dem Laptop, Handy, Kühlschrank, Fahrrad, Fahrrad Anhänger, Kleiderschrank, auf der Ameise (bei meinem Mann auf der Arbeit)…“ (Talindra K.)

„Türen, Türstopper und Katzenklo.“ (Stephi P.)

emp sticker random 2

„Ach, das waren noch Zeiten, als Marion die Dinger als Nippelabdeckung benutzt hat… *seufz*“ (Christian M.)

„Auf’m Musik Spiegel 😄“ (Harleen Q.)

„Hab leider keine Bilder, aber meine ganzen Schulordner sind voll und die Gewürzdosen haben auch einen, wo dann Salz Pfeffer usw drauf steht 😁“ (Anna B.)

„Mini Me wollte sie am Kühlschrank haben also haben wir sie dort hin geklebt ^^ wird jetzt zugeballert 😁“ (Nicole S.)

Micheal R

„München damit verschönert ;)“ (Florian S.)

„Ich dekoriere damit so langsam meinen Apothekerschrank in der Küche ^_^
Katzenklo find ich eine tolle Idee. Fang ich, denke ich, auch mal mit an ;)“ (Sabrina J.)

„Küchenwand…. Foto folgt morgen xD“ (Anna T.)

„Hab da eine tolle Idee aufgegriffen, von einem anderen Post, als Gewürzglasaufkleber😄“ (Metalmom D.)

Angelina A

„Auf mein Portmonee und meine Taschenrechner geklebt 😂“ (Veronika S.)

„Heckscheibe vom Auto, CD Regal, Taschenrechner, Tür, Schrank …mehr fällt mir grade nich ein.“ (Timo S.)

„Aufs Auto *g*“ (Kai K.)

„An meiner Tür, Spiegel und Portmonee und an meinem Fahrrad.“ (Angelina A.)

emp sticker auto und haus

„Schminktisch :D“ (Ida R.)

„Transportbox von den Katzen… Wegen Altersschwäche ist momentan nur noch einer übrig.“ (Melanie B.)

„Haha, alles auf die Metal-Tonne 😂😂“ (Kevin G.)

„Küchenschrank“ (Denise G.)

„Das Fahrrad hat auch Platz, allerdings hab ich paar ausgeschnitten, mein Helm hat auch welche drauf 😎“ (Michael R.)

emp sticker wand

„Bevor ich fertig geworden bin (die beiden hinteren Beine), hat EMP die neuen Unverpixelten eingeführt.. ziemlich ärgerlich. Jetzt wird er niemals fertig 😭“ [es geht um Tischbeine, siehe Platz 2 unten] (Corinna L.)

„Hab auch die Fliesen in meiner Küche damit dekoriert. Inmitten diverser Festival und Band Sticker.. ;)“ (Jane A.)

„Handy und Zimmer Tür :D“ (Shirin B.)

emp sticker motorad random

„Auf der KTM an 2 Stellen…muss ich nur leider bei jedem zweiten oder dritten mal putzen wieder ersetzten weil die das leider nicht so gut mitmachen.“ (Timo G.)

„Agenden, Schrank, Schulbücher etc.. Die Schulbücher und der Schrank sind bei meinen Eltern, kann da also nicht mit Bilder dienen ^^ Sobald ich mein erstes EMP Packet in die neue Wohnung bekomme, kommt noch einer auf mein Auto :3“ (Annina A.)

„Meinen Berufsschulordner… 🤘“ (Nathalie I.)

„Ich kleb die immer auf die Rechnung, da ich keinen Plan hab, was ich damit machen soll 😅“ (Rebecca M.)

„Auf meinem Drucker kleben zwei :)“ (Stefanie S.)

„Mein Ordner XD“ (Wadym T.)


Meine Top 3:

Kai K Platz 3
Platz 3, Kai K.
Corinna L Platz 2
Platz 2, Corinna L.
stephi p2 Platz 1
Klarer Platz 1, Stephi P. >^.^<

Cool, dass so viele mitgemacht haben! Sowieso ist die Backstage Club Facebook Gruppe eine der aktivsten, die ich kenne. Dort wird auf jeden Post und jede Frage sinnvoll eingegangen, finde ich echt schön. Habe damals auch schon eine Menge Antworten auf meine Frage nach Tattoos und Co. am Arbeitsplatz bekommen…

So, und jetzt genießt alle noch den Feiertag und erholt euch vom Wochenende. Ich bin in ein paar Tagen mit Outfit Posts, einem Musikvideo und coolen Festivalideen zurück.

Keep your horns up! \m/
Foxxy

Das Paunchy kommt in die Pubertät

thirteen year header

Das Paunchy Cats in Lichtenfels hat Geburtstag gefeiert! 13 Jahre steht der rot gestrichene Laden gegenüber der Bahngleise nun schon in dem kleinen Städtchen in Oberfranken. 13 Jahre schon…. So lange höre ich noch gar keinen Sleaze Rock. Von den Anfängen habe ich also nichts mitbekommen. Inzwischen ist das Cats längst Kult und nach den Zahlen wird es so langsam erwachsen. Eindeutig ein Grund zum Feiern, zu dem ganz besondere Gäste eingeladen waren.

trink station selfie

Gäbe es von hier aus eine Straße, die direkt nach Lichtenfels führt und wäre es nicht so komplett in die andere Richtung als ich immer zu meinem Freund fahre, wäre ich bestimmt öfter im Paunchy Cats. Es ist klein (maximal 300 Gäste und das funktioniert auch nur so richtig, wenn ein Teil davon im Außenbereich sitzt), eher als eine Bar aufgebaut statt als Konzertvenue und ziemlich weit in der Pampa. Trotzdem zieht es seit Jahren Menschen aus dem ganzen Land und noch darüber hinaus an. Das liegt an den hochwertigen, teils exklusiven Bands, die dort auf der Bühne stehen. Nirgendwo sonst treten so konsequent regelmäßig Sleaze Bands auf. Sie kommen aus der ganzen Welt in das kleine Städtchen. Die Atmosphäre ist familiär (man hat das Gefühl, Betreiber und DJ HijinxX kennt jeden Gast beim Namen), die Stimmung immer gut und die Longdrinkgläser schön groß. Vor der Tür gibt’s jeden Tag Wurst und Fritten, man kann umsonst parken – was will man mehr?

jizzy foxxy rob

Ich bin schon freitags mit meinem Freund und zwei weiteren guten Freunden angereist. Unsere Unterkunft war der Gasthof Goldene Krone in Michelau. Ein sehr schöner, preiswerter, unkomplizierter Laden, familiengeführt und gemütlich. Wir waren mehr als zufrieden und sind fast so was wie Stammgäste. Die Besitzer jedoch hatten Schwierigkeiten, uns nach den Partys morgens aus dem Bett zu kriegen. Gefrühstückt wurde prinzipiell mittags ^^‘ Liebe Krone, es tut uns leid. Auch, dass wir so viel Müll und so viele verschiedene Flaschen haben stehen lassen. Wir lieben das Haus und wenn wir dürfen, kommen wir wieder.
Entfernung zum Paunchy: 5km, Taxikosten etwa 10 Euro, nachts etwas mehr.
Preis pro Nacht: Einzelzimmer 39 Euro, Doppelzimmer 70 Euro, zumindest um diese Jahreszeit. Weiß nicht, ob das variiert.
Wir hätten es ja gefeiert, wenn die Jungs von Confess noch hier übernachtet hätten, nachdem ihre eigentliche Unterkunft abgesagt hatte…. dann wäre hier die Hölle los gewesen.

confess on stage 2

confess on stage
Kreischalarm..

Am Vorabend spielte DJ Daddy, also der Papa von HijinxX ein gemischtes Programm.
Den Samstag eröffnete Eric 13, Gitarrist der Sex Slaves und Combichrist, den es tatsächlich aus Amerika nach Oberfranken gezogen hat und der für uns ein Akustikset unter freiem Himmel spielte. Mal ganz was anderes, ruhig, vom Sound erinnerte so gut wie nichts an den lauten, wilden Sleaze Rock – und doch kam es super gut an. Klingt schräg, aber für viele und mitunter mich das Highlight des Abends.

pose im Hotel
Versuche, die Pose vom Hotel in Mailand nachzustellen…

Die erste Band des Abends waren Pleasure Addiction aus Frankreich, dann folgten Speed Stroke aus Italien, dessen Sänger ich wie hier erwähnt in Mailand kennen lernen durfte. Beide konnten schon einige tanzende Fans vor der Bühne versammeln. Mit Vorfreude erwartet: Confess aus Stockholm. Ein Jahr lang hatten die Jungs wohl keinen Gig, zumindest nicht hier in Deutschland. Die Band hat sich… etwas verändert. Mitunter ist der Sound softer geworden, aber ich persönlich glaube, das lag auch an der erstickenden Hitze, die bei ihrer Show im Paunchy herrschte. Die Fenster mussten wegen Ruhestörung leider geschlossen bleiben, tagsüber hatten wir an die 30°Celsius und bei Confess hüpft naturgemäß jeder wie blöd herum. Mir tat die Band leid und ich wäre beinahe vor Ende raus an die frische Luft gegangen. Das war aber auch das einzige Problem in meinen Augen.

We’ll leave a scar, won’t give a damn
Vandalize the neighborhood
Do you remember when?

Headliner waren die Babylon Bombs, gute Freunde des Hauses und eigentlich gar nicht mehr so richtig aktiv. Die letzten Releases sind ewig her. Für das Paunchy kamen sie aber wieder zusammen und überraschten mit einer echt starken Performance. Weil es immer noch so warm war, bekam ich nur die ersten beiden und dann wieder die letzten beiden Songs direkt vor der Bühne mit, beim Rest des Konzerts saß ich draußen und freute mich über die abkühlende Luft. Ich war aber etwas amüsiert darüber, dass die Jungs älter geworden waren und ich sie deshalb vor der Show gar nicht erkannt habe. Ich kannte sie nur von den zahlreichen Musikvideos auf YouTube und die sind ein paar Jahre her. Aber sie haben’s noch drauf, das kann man sagen.

We were on the run
Got loaded like a shotgun
Living out our dreams

friseur amara

Abbauphase, draußen die neuen Scheiben von Speed Stroke und Confess kaufen, kleiner Plausch mit den Musikern. Fotos hab ich keine gemacht und ärger mich, weil ich die so schön hier hätte posten können. Aber irgendwie bin ich gar nicht (mehr) der Typ, der wie ein Groupie zu den Bands rennt und um Bilder bittet. Im Nachhinein immer schade. Dafür habe ich Autogramme auf den CDs.

draussen.jpg

Der Abend ging mit einem Set von HijinxX alias Sebastian und La Cat zuende. Die Taxen waren mal wieder etwas überfordert, aber das ist wohl normal samstags nachts in ländlichen Gebieten. Um ca. 5 Uhr morgens hieß es endlich Schlafen. Kein Wunder also, dass wir von der Rezeption aus angerufen und aus dem Bett geklingelt wurden…

We never made a dime
But, God we had a good time
We always made a scene

Wie ihr immer so schön sagt: Es war mir ein inneres Blumenpflücken.
Felix, ich hoffe, auch du bist glücklich, weil ich diesmal die Unterkunft positiv erwähnt habe. Sori, du bist die beste Taxifahrerin. Danke dir! Sam, danke für den CD Rabatt. 😉
Danke auch für die Fotos, ich geb bei nächster Gelegenheit ne Runde Pfeffi für alle aus.
Ansonsten hoffe ich, ihr habt euch schön erholt. Ich fand die Heimfahrt bei Hitze, Stau und einem schwarzen Auto ziemlich ätzend…. aber muss man durch, wenn man das Leben auf Tour liebt.

PS: Dieses Mal hab ich es durch Dummheit versemmelt. Aber für das nächste große Event im Paunchy Cats werde ich ein paar Tickets verlosen. Also haltet die Augen und Ohren und eure Facebook App offen. Oh, und wen es interessiert, es gibt sogar Paunchy Merch.
Gute Nacht! Foxxy liebt euch ❤

jizzy und foxxy

jungs schwarz weiss

elke
Das musste ich noch klauen ^_^

Metalgirl & Musikliebhaber über Bibi’s „How It Is (wap bap…)“

bibi screenshot

Ich durfte es in den vergangenen Tagen immer mal wieder irgendwo lesen, dass Bibi von BibisBeautyPalace jetzt „Rockstar“ wird und eine Single herausbringt. Heute kam mein Bruder dann mit einem Song an, über den er selbst nur zu lachen schien und sagte beiläufig zu mir: „Das ist Bibi.“
Ich wusste sofort, was er meinte (peinlich genug ^^) und hörte mir den Song erst mit ihm an, dann später nochmal alleine mit dem Video. Eine andere Studentin aus meinem Jahrgang stellte ihn freundlicherweise mit dem Kommentar „ein neuer Tiefpunkt“ auf Facebook und so musste ich nicht mal lange suchen…

Ich sah es mir an und wusste: Darüber muss ich eine Rezension schreiben!

Was qualifiziert mich, dass ich meine Meinung abgeben darf?
Nun, ich schreibe seit Sommer 2013 Reviews zu Alben aus dem weiteren Rock- und Metal Bereich. Ich studiere Musikbusiness und habe, auch wenn das für manche nicht immer so scheint, einen breit gefächerten Geschmack. Erst am Wochenende in Italien erzählte ich meinem Freund, dass sich auf meiner Playlist neben Foreigner, Fatal Smile und Fall Out Boy auch Eminem und Ed Sheeran finden. Ich liebe trashige 80er und 90er Partymucke. Allein schon weil Kindheitserinnerungen! Wenn Beat, Lautstärke und Lichteffekte stimmen, gehe ich mit meinen Freunden zu guter EDM Musik voll ab. Ich feiere einen wortwitzigen, ironischen Rap und genieße in einer Bar sitzend leise Jazzmusik. Ich war meine ganze Kindheit über in einem Musical-, Gospel- und Pop-Chor, kann in Sopran I und II, Alt und irgendwie auch Tenor-Stimme singen (also kleine Terz-Harmonien treffen und so) Notenlesen und auf Partyschlager in Skischuhen Discofox tanzen.
Das dürfte ja wohl reichen, hoffe ich.

Und in all den Jahren mit all diesen musikalischen Eindrücken habe ich noch nie etwas so Schlechtes erlebt wie „How It Is“ von Bianca Heinicke.

Der Gesang

Die Produzenten versuchen zu vertuschen, dass Bibi nicht singen kann, indem sie ihr eine leichte Melodielinie geben, die kaum eine ist. Nur Wiederholungen, keine Sprünge nach oben oder unten. Kein Flüstern, kein Schreien, keine langen Töne, niemand, mit dem sie ein Duett halten muss, nicht mal Emotionen muss sie herüberbringen. Außer ein wenig Jammern, das von guter Laune ersetzt wird.

Die Musik

Keine Ahnung, wer da Akustikgitarre spielt. Aber es ist so ein schönes Instrument und du hast es komplett entehrt. Viel mehr Musik gibt es nicht. Jedenfalls nichts, woran ich mich nach dem Hören noch erinnern könnte, nur so ein bisschen Geklimper. Und es sind ja so viele verschiedene Akkorde!!

2016-06-28_282_Bianca_„Bibi“_Heinicke_von_„BibisBeautyPalace“
Bibi auf einer Filmpremiere. Quelle: Wikipedia

Der Text

Mag sein, dass Bibis Zielgruppe junge Mädchen im Grundschul- bis Mittelstufenalter sind, die noch nicht so gut Englisch können. Aber ich zum Beispiel war damals froh, anhand von Liedern, die mir gefallen, diese Sprache lernen zu können. Mein erster Text, den ich auswendig kannte, war übrigens „In The Shadows“ von The Rasmus. Den hab ich nicht ganz verstanden und trotzdem mit Leidenschaft mitgesungen.  
Bibi beschreibt in stumpfen, eigentlich nur aufzählenden Sätzen ihre aktuelle Lebenssituation. Die ist nicht sehr erfreulich aber auch nicht sonderlich dramatisch. Dann stellt Bibi fest, dass es ganz normal ist, was sie da fühlt und verscheucht ihre „Trauer“ mit… nun, was ist das? Einer „ich hab jetzt gute Laune und singe Schwachsinnssilben vor mich hin“-Melodie? Der Refrain hat ABSOLUT KEINEN TEXT!
Ich glaube, über die Lyrics gab es im Netz bisher die meisten Aufreger… aber sorry, der Song trägt ja auch den Untertitel „wap bap“…

Das Video

What. The. Fuck? Vong 1 Tema und der Atitjud her („Ich habe typische Mädchenprobleme und versuche aber, die Sorgen darüber zu vergessen“) erinnerte mich das Ganze ein bisschen an Taylor Swifts „Shake It Off“. Aber ein Vergleich dieser beiden Produktion wäre die schrecklichste Beleidigung gegenüber Taylor überhaupt. Die hat wenigstens Talent, echten Glamour und ein Team von hochprofessionellen Kreativen hinter sich. Das scheint Bibi nicht gefunden zu haben.
Es gibt ja nicht mal Statisten! xD Das Video selbst hat gar keine so billige Optik, da waren schon finanzielle Möglichkeiten da. Trotzdem ist es so langweilig, ideenlos, gezwungen ästhetisch und pseudo-rosa-regenbogen-magisch, dass man sie auch in die Welt der Teletubbies hätte setzen können. Eine wirkliche Story erkenne ich auch nicht, außer, dass sie von ihrem Schloss voller Glanz und Reichtum in einen Zuckerwattehimmel aufsteigt. Es gibt sogar Luftballons.

Das Konzept

Gibt es denn überhaupt eins? Zielgruppe sind eindeutig die jungen Mädels, die ihre blonde Schönheit anhimmeln als wäre sie eine allwissende Göttin. Selbst denen würde ich aber eher die Songs diverser Disneykünstlerinnen empfehlen als diesen kläglichen Versuch, der sich selbst versucht, Musik zu schimpfen. Disney vermittelt wenigstens Werte und die modernen Filme und Serien haben einen schönen Humor. Bibi vermittelt in diesem Video und Song: nichts. Ich würde ja nicht behaupten, dass ich mit 12 den ganzen Tag Dream Theater gehört habe….. aber… naja, die 1 Mio. Dislikes innerhalb von einem grandiosen Tag… die sprechen wohl für sich.  

Wenn Frau Heinicke den Girls in ihrer Pubertät und davor Tipps geben will, wie sie sich schminken und die Haare machen können, finde ich das gar nicht schlimm. Ihre Videos müssen für uns ja nicht ansprechend sein, aber sie schaden auch nicht. Einfach nicht ansehen, fertig. Unsereins holt sich halt bei Damen wie It’s Black Friday Tipps ab, wie man einen gelungenen Gothic Look kreiert oder sucht Tutorials für ein einzigartiges Corpse Paint. Ist im Grunde dasselbe. Deswegen finde ich es auch nicht tragisch, wenn Bibi einen Duschschaum auf den Markt wirft. Jeder will doch irgendwie was verdienen und was Eigenes machen…

…. aber „How It Is (wap bap…)“ ist ein Verbrechen an der Kunst, dem Internet und der Menschheit.

Viel Spaß:

„So viel Zeit“: als Filmkomparse nach 1987 zurück

so viel zeit komparsen

Kennt ihr diese Momente? Da kommt man nichts ahnend auf Facebook, wischt kaum zwei mal über den Bildschirm und schon bekommt man von gleich mehreren bekannten Gesichtern einen Status angezeigt, der irgendwas von „Filmset“ sagt. Auf den Bildern dazu sehen sie aber genauso aus, wie du sie kennst. Von der letzten Party.

Das ist mir vor ein paar Wochen genau so passiert. Ich habe natürlich direkt nachgefragt, was da los ist und heraus kam, dass einige meiner Freunde und Partymonium&Co.-Bekannten als Komparsen für einen Film gecastet wurden, der teilweise im Jahr 1987 spielt. Sie durften dabei als Konzertgänger bzw. Backstagegirl auftreten. „Darsteller“ Marc Van Halen bringt es auf den Punkt:

„Im Grunde wurden wir dafür bezahlt, dass wir etwas tun, was wir sowieso immer tun.“

Mal ganz ehrlich, wie geil ist das denn?! 😀

Seine Freundin, Celine Lawless, ist darauf gestoßen, als sie eine Anzeige auf der Website der WAZ gesehen hat. Gecastet wurde von der Agentur Eick. Celine: „Diese Rollen sind natürlich wie für uns gemacht, es war klar dass wir genommen werden.“
Herzlichen Glückwunsch erst mal dazu. Hätte ich das früher gewusst, ich fürchte, ich hätte es versucht.

so viel zeit 80er gruppe
Gute Laune am Set. Und so sehen typische Partymoniumgänger aus 😉

so viel zeit crew

In „So viel Zeit“ spielen echte Stars wie Jürgen Vogel, Jan Josef Liefers, Klaus Meine und Rudolf Schenker mit!

Auch Nick Romeo Reimann, den einige noch von den Wilden Kerlen als Nerv kennen dürften, ist mit von der Partie. Die Handlung des Films in Kurzform: „Er handelt von einer Band aus Bochum [Bochums Steine], die 1987 kurz vor dem Durchbruch steht. Doch es gibt Streitigkeiten untereinander, wodurch es bei einem ihrer Gigs zu einem Unfall kommt. Die Band trennt sich darauf. 30 Jahre später leidet der Gitarrist an einer tödlichen Krankheit und versucht, die Band noch einmal zusammen zu bringen.“
Produziert und gedreht wird der Film von der UFA Fiction (u.a. „Der Medicus), der Dreh wurde gerade am 5. April beendet und der Kinostart ist für Frühjahr 2018 geplant.

so viel zeit bochumer steine
„Bochums Steine“ (Quelle: UFA Fiction Pressematerial)

Celine und Marc haben treffend festgestellt, dass die Rollen und der ganze Film wie für die Monium-Crew gemacht sind. Da würde es doch fast Sinn machen, nächsten Frühling eine große Premierenparty zu veranstalten und einfach ein ganzes Kino auszubuchen…

So wurde am Set getrickst

Damit es auf dem Konzert nach mehr Publikum bzw. Komparsen aussieht, wurde kräftig mit den Kameraeinstellungen getrickst. Da musste sich die Menge auch mal von der einen in die andere Ecke der Zeche Bochum bewegen. Solche Techniken sind jedoch Gang und Gebe in der Filmbranche und daher auch nicht weiter verwerflich. Eigentlich sollten 800 Leute gecastet werden, am Ende waren es nur 300.

so viel zeit komparsen 2
Danke Celine und Marc für das Interview!

so viel zeit shannen und marco

Alle Darsteller, die keine perfekten 80s-Outfits aufweisen konnten (fast alle), wurden vom Filmteam ausgestattet. Unsere Crew hingegen fühlte sich vermutlich wie an fast jedem Wochenende, inklusive Haarspray, Kajal und Bandana.
Die Drehtage dauerten von morgens früh bis einmal abends um 11 und das andere Mal bis 3 Uhr nachts. Bezahlt wurden jeweils 150 Euro pro Tag. Es war also ein anstrengender Spaß, aber es hat sich gelohnt.
„Es war ein Festival, bloß ohne Bands“, meint Marc. „Wir hatten eine mobile Box dabei [auf der mitunter Cinderella lief] und ordentlich Stimmung gemacht.“

Oh damn it, es tut fast weh, nicht dabei gewesen zu sein.
Ich glaube, ich bin nicht die einzige hier, die unglaublich gerne mal nach 1987 zurück reisen würde…
Wenn ich mehr über den Film erfahre, setze ich euch up to date ❤

UFA Fiction – alle aktuellen Infos zu „So viel Zeit“

take me to the 80s

Im Portrait: Hämatom

hämatom _ wir sind Gott _ Holger Fichtner

Hier kommen 10 ‘mehr oder weniger sinnvolle Fragen’ an Nord, Süd, West und Ost – das Viergespann der bundesweit erfolgreichen und manchmal aneckenden Metalgruppe Hämatom. Sie wollen mit ihrer Musik etwas aussagen und nun gehen sie auf Tour und wünschen sich, dass ihr dabei seid! Hier alle Daten und Städte.
Ich selbst werde in Heidelberg vorbeischauen und lade euch alle herzlich ein, am Sonntag, den 19. März, dabei zu sein, wenn es in der halle02 heißt: „Wir sind Gott!“

hämatom tour

1.Was war euer bestes Erlebnis während der Schulzeit?
Nord: Da gibt’s viele, spontan fällt mir ein, als wir in der 8. Klasse an meinem Geburtstag eine gemischte Flasche Bacardi-Cola auf der Hinfahrt getrunken hatten und in der 1.Stunde Mathe-Schulaufgabe geschrieben haben… Oder als ich mir nach langer und beschissener Ferienarbeit endlich meine erste E-Gitarre gekauft habe, die Ost heute immer noch spielt! 😉
Ost: Ach da gibt´s so Einiges. Ich denke mit Abstand betrachtet, war aber der Tag nach dem Tod von Kurt Cobain eines der prägendsten Ereignisse. Als sich spontan in den Pausen plötzlich alle Schüler auf den Boden setzten, um zu zeigen wie nah ihnen dieser Verlust ging. Ich habe die Geste damals gar nicht so einschätzen können. Mit etwas Abstand zeigt es aber, was Kurt Cobain mit Nirvana für eine Bewegung ausgelöst hatte und welche Bedeutung er für die damalige Jugend hatte. Ich weiß nicht, ob es jemals wieder etwas vergleichbares geben wird.
Süd: Wahrscheinlich der erste Auftritt als Schul-Rock-Band in der Aula vor vielen schockierten und peinlich berührten Eltern. Ich habs genossen!
West: 😴😴😴


2. Nach einer gelungenen Show trinkt ihr am liebsten: 

Nord: Cuba Libre
Ost: Alles außer Wasser
Süd: Einen Liter Wasser, danach zwei bis zehn kühle Becks.
West: 🍵


3.
Auf einer Skala von 1 bis 100, für wie böse haltet ihr euch?
Nord: 101
Ost: Null. HÄMATOM ist keine Gruselkabinett, sondern eine Show. Die Masken sind ein Teil des Ganzen und sollen weniger unsere Bösartigkeit ausdrücken, als ein Teil des Spiegels sein, den wir der Gesellschaft vorhalten.
Süd: Also ich selbst empfinde mich auf der Skala bei 1, werde aber wohl oft als böser wahrgenommen 🙂
West: 😱😠😨👹😈👿


4. Bitte empfehle jeder einmal einen Horrorfilm.

Nord: Pudelnackt in Oberbayern
Ost: Horrorfilme sind tatsächlich gar nichts für mich. Und die Zeit, in der ich mich in diesem Genre rumgetrieben habe, liegen schon ein paar Jahre zurück. Deshalb würde ich jetzt „Es“ vorschlagen. Liegt aber weniger am „Angst-Faktor“ als an der Spannung, die Tommy Lee Wallace auf die Leinwand gezaubert hat.
Süd: Sinister. Aber ich schau nicht so viele Horrorfilme, bin ich zu ängstlich für …
West: 🤐🐑🐏🐑🐏


5. Ihr seid Gott. Und wir sind?

Nord: Im Grunde unseres Herzens sind wir alle Gott!
Ost: Auch Gott. Das ist ja die Kernbotschaft dieses Songs. Wir alle spielen Gott. Entscheiden über Leben und Tod. Über Aufstieg und Fall. Über Krieg und Frieden. Über Überfluss und Hunger. Nicht irgendwelche Religionen, die wir als Begründung hervorholen um unser eigenes Versagen zu rechtfertigen.
Süd: Auch Gott, weil WIR SIND GOTT!
West: 👽


6. Wodurch wird Musik für euch interessant?
Nord:
Puuuhhh, schwierige Frage… wenn man sie selbst spielt? Oder einfach durch die Sache an sich. Musik ist prinzipiell immer interessant, egal ob es Musik von Mozart, Helene Fischer oder Metallica ist, weil sie Menschen in jeder Hinsicht bewegt.
Ost: Da gibt es jede Menge Faktoren. Für mich als Texter hängt z.B. sehr viel vom Text ab. Wenn mich die Lyrics ansprechen, zum Nachdenken oder Lachen bringen bzw. einfach Emotionen auslösen, hat für mich ein Lied Potential.
Süd: Wenn sie emotional wird, wenn es mehr als einfache und oberflächliche Unterhaltung darstellt, wenn man eine bestimmte Zeit oder Lebensabschnitt damit in Verbindung bringt, wenn sie dort beim Ausdruck von Gefühlen greift wo die Sprache scheitert, wenn sie Menschen verbindet.
West: 🔊🔊🔊🔊🕪🕪🕪🕪


7. Eure Meinung zu Germany’s Next Top Model:

Nord: grauenhaft, ekelerregend…
Ost: Da empfehle ich gerne das Reinhören in unseren Song „Spieglein“, in dem wir uns mit dieser Thematik auseinandersetzen. Es gibt kaum eine Sendung die ich überflüssiger und oberflächlicher finde, wie diese aufgesetzte Fernseh-Grütze von Heidi – Ich möchte so viel Kohle machen wie möglich – Klum. Kurzum: Ganz, ganz mieser Scheiß!
Süd: Darüber könnte ich jetzt mehrere Din A 4 Seiten schreiben, weil ich dieses Format ganz schlimm finde. Jungen Mädels wird eine Pseudokarriere in Aussicht gestellt, falls sie diesen wiederlichen Wettbewerb gewinnen, der nichts anderes im Sinn hat, als junge Menschen zu erniedrigen, damit die Quote steigt. Ein Supermodel für internationale Bühnen kommt aus so einer Gülleshow eh nie hervor. Man will nur auf den Schwächen und Unsicherheiten von Teenagern herumhacken bis man Tränen für den Zuschauer fabriziert hat – wirklich ekelhaft!!!
West: 🖕🖕🖕


8. Welchen eurer Songs spielt ihr jeweils am liebsten? 

Nord: Das variiert bei mir von Tour zu Tour, im Moment würde ich sagen: „Wir sind Gott“
Ost: „Teufelsweib“
Süd: Ich persönlich spiele zur Zeit den Song „Ikarus Erben“ sehr sehr gern. Das wechselt aber immer wieder.
West:  💀📣,👶


9. Was erwartet uns am 19. März in Heidelberg?

Nord: Eine göttliche Hämatom-Show!
Ost: Um es mit aller Bescheidenheit zu sagen: Die geilste Show die Heidelberg jemals gesehen hat. Es ist eine der wenigen Städte, in denen wir noch nicht gespielt haben und deshalb werden wir bis in die Haarspitzen motiviert sein und die sprichwörtliche Sau rauslassen. Ich denke, die Geschichte Heidelbergs muss nach dieser Show neu geschrieben werden.
Süd: Eine frische, nach einer längeren Pause wieder super heiße Band, die alles gibt um in dieser tollen Stadt das erste mal sein Publikum vom Hocker zu fegen.
West: 🎤🎶🎸🎙🎚📯🔌😲☹☻😨🤘💣


10. Warum ist die Banane gelb?

Nord: Weil sie krumm ist!
Ost: Weil BRAUN Scheiße ist!
Süd: Damit die Obstschale schön bunt ist: Grüne Trauben, rote Äpfel, blaue Pflaumen und gelbe Bananen.
West: 🍌

PS: Jungs, nächstes Mal sollten wir eine Verlosung starten! 😀 Wer alle Antworten von West versteht, darf bei einem Gig auf die Gästeliste oder so..

Warum headbangen wir? – eine „wissenschaftliche“ Analyse

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Meine lieben Metalchics und Warriorkings,
habt ihr euch nicht auch schon gefragt, warum der allgemeine Metallkopf diese kreis- oder bogenförmigen Bewegungen mit seinem Haupthaar vollführt?
Mitten im rauen Winter zog ein Forscherteam (sich) aus, um die weltbewegende Frage zu beantworten. Sie führten Messungen durch (z.B. Winkel und Geschwindigkeit des Haarflugs), betrieben Undercover Feldforschung (getarnt durch bei H&M erstandene Metalshirts), befragten ihre Untersuchungsobjekte in nüchternem wie in angeheitertem Zustand und kamen letztendlich auf 6 – wie könnte es anders sein – Thesen, die den Grund für das wilde Kopfnicken erklären könnten.

Wer das Phänomen in freier Wildbahn beobachten will oder selbst gerne betreibt, dem sei ans Herz gelegt, sich vom 13. bis zum 15. Juli 2017 ins schwäbische Balingen zu begeben. Dort findet mit dem Bang Your Head!!! die größte offizielle Zeremonie unter diesem Motto statt.

These Nr.1: „Die Hirndurchlüftung“

Die Feldforscher beobachteten, dass Headbanger bei ihren sozialen Zusammenkünften viel Alkohol konsumierten und mit der Zeit Handlungen durchführten, die kein sinnvolles Ziel verfolgten. Solange sie headbangten, konnten sie weder das eine noch das andere davon tun. Der starke Luftstorm, den ein Nebenstehender verspürte, lässt vermuten, dass das Mähneschwingen einen Belüftungszweck verfolgt. Möglicherweise strömt kühle, sauerstoffreiche Luft von einem Ohr durch bis zum anderen, wenn sie nicht von Haaren verdeckt und in Bewegung sind. Das könnte dazu führen, dass der Alkoholpegel keinen allzu großen Schaden anrichtet, das Gehirn sich erneuern kann. Fällt der Headbanger um, weiß er, dass es genug Bier war.

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Krokus [Press Photo (Bandsintown.com)]
These Nr.2: „Der Kamm“

Headbanger, männlich wie weiblich, tragen in der Regel besonders lange Haare. Sie mit einem Kamm oder einer Bürste zu entknoten, dürfte an eine Unmöglichkeit grenzen. Mathematisch und physikalisch ließ sich beweisen, dass ruckartige Bewegungen in bestimmter Intensität und Richtung dabei helfen, Haarknoten zu entfernen. So könnte das gemeinsame Headbangen nichts weiter als gemeinsam betriebene Körperpflege sein, ähnlich wie das Entlausen bei Affen. Zumal in einer Konzerthalle in der Regel mehr Platz ist als in einem handelsüblichen Badezimmer. Nur bei einem Heavy Metal Konzert ist diese Art der Pflege möglich.

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Slaughter [Doug Elfmann (Las Vegas Review-Journal)]
These Nr.3: „Die Windmühle mal anders“

Diese Motivation zum Headbangen dürfte vor allem unter Männern beliebt sein, wird jedoch von den Frauen adaptiert. Die „Windmühle“ ist eine Tätigkeit, die Männer auch mit ihrem Geschlechtsteil ausführen können. Dieses in der Öffentlichkeit zu schwingen und miteinander zu vergleichen, ist aufgrund unterschiedlicher Gesetze und gesellschaftlicher Normen nicht möglich. Die Haarpracht wird also als Ersatz für den Genitalbereich verwendet. Wer die längste Haarmähne hat und damit am härtesten bangen kann, ist das Alphamännchen. Es soll sogar Männchen geben, die sich damit geprügelt haben.

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Lee Aron [Press Photo (found on rockinstyle.blogspot.de)]
These Nr.4: „Der geheime Morsecode“

Die Tatsache, dass nur auf Metalkonzerten und Partys geheadbangt wird und kein Außenstehender diese Tätigkeit verstehen kann, gehen Sprachforscher davon aus, dass es sich um eine verschlüsselte Körpersprache hält. Langsame Schwünge könnten etwas anderes bedeuten als schnelle, rotierende etwas anderes als bogenförmige. Auf diese These angesprochen reagierten die meisten Headbanger mit Verwirrung und Verneinung, einige wenige lächelten verschmitzt. Es lässt sich nur vermuten, dass die Sprache so geheim ist, dass sie nicht einmal den Forschern gegenüber preisgegeben wurde. Bis zur ersten Übersetzungsmaschine wird es also noch dauern.

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Venom [Press Photo (found on metaljesus magazine)]
These Nr.5: „Das Kopfschütteln über die Welt“

Die Untersuchung zu dieser Ansicht erfolgte nicht nach quantitativen, sondern nach qualitativen Daten. In ausführlichen Einzelinterviews kam heraus, dass viele Metalheads über die aktuelle Lage und Popkultur der Welt sehr enttäuscht sind. Ein einfaches Kopfschütteln reicht da nicht mehr aus. Sie müssen es stärker betonen, heftig schüttelnd zu anarchischer, zeitloser Musik, die in Tönen das ausdrückt, was die Headbanger denken. Armer, armer Weltzustand.

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Michael Schenker [Getty Images]
These Nr.6: „Die BYH-Verschwörungstheorie“

Alles Humbug, sagt eine Forschergruppe, die andere Ideen aufbringt. Sie sagt, das Bang Your Head!!! feiere gar nicht diese wie auch immer begründete Aktivität. Im Gegenteil, das Festival würde seit Urzeiten existieren, unter einem Namen, dessen Bedeutung heute keiner mehr zurück verfolgen kann. In der Neuzeit angekommen dachten die Veranstalter, dass es Zeit werde, etwas zu erfinden, das mit dem Namen „Bang Your Head“ gemeint sein könnte. So erfanden sie in einer Nacht und Nebelaktion die heute so typische Bewegung. Das selbe Team glaubt noch immer nicht an die Existenz von Bielefeld.
Wenn das stimmt: Danke dafür!

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Vain

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Weitere Thesen, Beweise und Widerlegungen sind herzlichst willkommen. Alle Neugierigen, Experten und Forschungsobjekte sind noch einmal nach Balingen eingeladen. Nur dort wird sich im Sommer das Rätsel endgültig lösen lassen.

Let’s all headbang together \m/
Eure Foxxy >^.^<

Wenn ihr später mehr über das BYH erfahren wollt, leave a Like ❤

Motley Crue Posed At Download Festival
My personal Highlight: Vince Neil [Press Photo (found on mtv.com)]

Ein echter Fuchs in meinem Arm..

begegnung

Oder: Wenn Träume wahr werden

Es war schon ein kalter aber wunderschöner Samstag. Herbstlaub, Raufreif, die tief stehende Sonne lässt alles glitzern und lange Schatten werfen. Schnee liegt noch keiner, doch der Wintereinbruch liegt in der Luft.
Es ist das Wochenende Anfang Dezember. Ich fahre Samstag mittags von Mannheim nach Oberhausen über die Autobahn. Dort oben findet nämlich das Ruhrpott Metal Meeting statt und ich freu mich darauf, mit den „Jungs aus meiner Family“ Sister und Blind Guardian zu sehen. Es haben natürlich noch weitere Bands gespielt, aber diese beiden haben uns dort hin gezogen. Pizza und Bier im Ferienhaus und los geht’s. Richtig geiler Abend, der zum Glück nicht ganz so lang ging. Sonst hätte ich am nächsten Morgen keine Chance gehabt, wach und fit auszusehen. Weil Miau und so ^^ Kalter, anstrengender Heimweg. Aber das gehört dazu. Rock’n’Roll…

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sister

Die anderen werden gerade erst richtig wach, da springe ich am Morgen schon ins Auto und fahre runter nach Haan. Dort treffe ich die Fotografin Sandra und Fuchshalter Rolf mit dem Star des Tages: der wunderhübschen Foxy. Ihre Geschichte könnt ihr hier nachlesen. Kurz gefasst: Sie wurde von klein auf von ihm aufgezogen und ist nun ein fast ganz normales Haustier.
Sehr lieb, sehr geduldig, hatte keinerlei Angst vor mir, sondern ließ sich gleich von mir zum Platz, an dem wir geshootet haben, tragen. Da es ein so wunderschöner Tag war, begegneten wir vielen Spaziergängern – die alle etwas irritiert guckten. Manche hielten sogar an und erkundigten sich darüber, wenn man denn zu einem Fuchs als Haustier käme. Dabei ist Foxy in ihrer Heimatstadt schon recht bekannt und hat immer wieder öffentliche Auftritte. Sie nimmt es gelassen und hechelt glücklich auf meinem Arm.

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So ein Fuchs ist in seinem Verhalten ungelogen eine Mischung aus Hund und Katze. Wirklich dressieren kann man sie nicht. Aber sie läuft an einer Leine durch den Wald, muss alles beschnuppern und buddelt auch gerne mal ein Loch in den Boden, wenn sie keine Lust mehr auf Fotos hat. Kläffen tut sie nicht, gekrault wird sie gerne. Aber immer wieder wird es ihr zu lang und sie springt runter, auf den Boden, will lieber den Wald erkunden.
Gerade am Anfang ist ihr sehr kalt, da Foxy durch die Domestizierung kein dickes Winterfell mehr bekommt. Mit der Zeit geht es aber und da die Luft ganz trocken und die Sonne sehr stark ist, komme auch ich für den Zeitraum des Shootings damit klar, im trägerlosen Oberteil herumzustehen. Der warme Pelz von Foxy hilft dabei und auch sie kuschelt sich manchmal eng an mich ran um nicht zu frieren.

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Für alle, die es das letzte Mal noch nicht mitbekommen haben, wollte ich noch einmal erklären, warum ich überhaupt „the Fox“ bin. Inzwischen werde ich schon von mehreren so genannt und man kann sagen, dass ich es, vor allem seit ich „Foxxy“ bin, mit meinem jetzigen Leben verbinde. Es fing aber damit an, dass mir meine Oma, die eine sehr wichtige Person für mich als Kind war, einen echten Fuchspelz schenkte, den sie schon von ihrer Großmutter oder so bekommen hatte. Er sollte als Requisite von meiner Musical-Gruppe verwendet werden, die damals Zentrum meines Lebens war. Nun ging klein Sarah aber als Austauschschülerin in die USA und als sie zurück kam, gab es die Oma nicht mehr und den Fuchs bekam sie von der Musicalleiterin wieder zurück. Da wurde der Pelz für mich zum wichtigen Erbstück, sowohl als Erinnerung an die Kindheit mit Omi und so, als auch für die Erlebnisse in Amerika und die in den Musicals, sprich: alles, was auf, hinter, vor und neben einer Bühne passiert.
In meinem Kopf wurde sie zur treuen Begleiterin eines jungen Mädchens in einer mittelalterlichen Fantasywelt. Dort hieß sie zum ersten Mal Karla, konnte die Gedanken von Menschen lesen und wollte sie immer ihren Träumen näher bringen oder sie einfach glücklich machen. Ich schrieb diese Mittelaltergeschichte als Roman auf. Das zog sich immer so weiter, bis Karla fester Bestandteil meines Lebens und Charakters war.
So, das ist die letzte ausführliche online-Erklärung, die ich je zu dem Thema geben werde 😀 Ab jetzt wird hier her verlinkt. Aber weil der Fuchs für mich so viel bedeutet – nämlich Familie, Liebe und Freundschaft, erwachsen werden, in die Welt rausziehen und mit Dingen fertig werden – habe ich heute in der City einen Termin ausgemacht, von dem ich ebenfalls schon lange träume… guess what! 😉

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Eigentlich wollte ich in Haan noch ein längeres Gespräch von Fuchs zu Fuchs führen. Aber Foxy redet nicht so gerne. Sie ist halt doch nur ein Wildtier. Also habe ich Fotografin Sandra zu sich, der Füchsin und zu ihrer Arbeit befragt.
Unter dem Interview sind dann noch weitere Bilder von Foxy & Foxxy >^.^<

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Wann hast du mit dem professionellen Fotografieren angefangen und warum?
Ist die Fotografie dein Hauptberuf?
Ich fotografiere schon seit vielen Jahren, zunächst nur als Hobby. Ich bekam immer mehr Anfragen auch andere zu fotografieren, das es einfach der nächste Schritt war ein Gewerbe anzumelden und von Anfang an alles richtig zu machen. Im Moment arbeite ich noch nur nebenberuflich als Fotografin, werde es aber voraussichtlich ab Mitte 2017 Jahr hauptberuflich machen.

Erkläre uns deine Vorliebe für Pferde / Tiere allgemein. Was macht sie zu besonderen Modellen?
Ich reite seit Kindesbeinen an und habe selber ein Pferd. Tierlieb war und bin ich auch immer schon. So lag es nahe, dass man das, was man liebt, natürlich auch gerne fotografiert. Deswegen liegt mir die Pferde- und Tierfotografie besonders am Herzen. Aber auch sehr die inszenierte People-Fotografie. Und am liebsten diese beiden Bereiche miteinander kombiniert. Ich liebe es sehr auch eher ungewöhnliche Tiere in meine Shootings zu integrieren. Pferde und Hunde sieht man ja oft auf Bildern. Bei mir findet man aber auch Bilder mit Fuchs oder Greifvögeln. Ich arbeite mit einer Falknerei zusammen, so dass Bilder mit Uhu, Falken oder Adler möglich sind. Auch ein zahmes Wildschwein hatte ich schon vor meiner Linse.
Ich shoote aber ebenso gerne mit eher „gewöhnlichen“ Tieren wie Ziegen, Kühen oder Hühnern – gerade weil diese auch tolle Tiere sind und sich genauso cool auf Bildern machen können wie ein edles Pferd oder ein Wildtier.
Für mich sind alle Tiere besonders und die Arbeit mit Ihnen macht einfach Spaß. Meine Kunden sind normale Menschen, keine posingsicheren Models. Aber mit etwas Anleitung schafft es jeder ein Model zu sein. Die Arbeit mit Tieren ist immer spannend, denn sie kann ich nicht wirklich anleiten, hier bekommt man nur das, was das jeweilige tierische Model am Shootingtag bereit ist zu geben. Man kann überreden, schmeicheln, locken, beruhigen, aber niemals zwingen. Das macht die Arbeit mit Tieren oft sehr lustig und immer interessant.

Wie hast du Foxy kennengelernt und wie kamst du dazu, sie regelmäßig als Co-Model zu engagieren?
Foxy lernte ich vor ca. 1,5 Jahren kennen und sie und Rolf sind einfach etwas ganz besonderes.
Foxy ist und bleibt ein Wildtier, das jedoch durch besondere Umstände sehr zahm geworden ist. Sie ist eine wunderschöne Rotfuchsdame, die ohne ihren Hüter Rolf heute wohl nicht mehr leben würde. Es gibt so viele Menschen, die von Füchsen fasziniert sind und teilweise von weit her kommen um sie kennen zu lernen und sich mit ihr fotografieren zu lassen.

Wenn sie sprechen könnte, was würde sie wohl zu den ganzen Bildern sagen?
Ich glaube nicht, dass sich Foxy dafür besonders interessieren würde. Damit würde ich sie wohl vermenschlichen. Ich bin sicher, dass sie andere Prioritäten hat, die ihr wichtig sind. Ich bin sehr dankbar, dass sie immer so toll mitarbeitet und Spaß daran hat. Foxys Wohl steht bei mir/uns dabei immer im Vordergrund. Wenn ich und Rolf das Gefühl haben, das sie sich nicht wohl fühlt oder eine Pause möchte, dann ist das so.

Was für eine Kamera verwendest du am liebsten und warum?
Meine erste Kamera war eine Canon und dabei bin ich geblieben. Aktuell arbeite ich mit der Canon 5d MARK III. Für die Pferdefotografie ist ein Canon 70-200 2.8 Objektiv mein Lieblingsobjektiv.

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Wer sind deine Vorbilder bzw. wo und von wem hast du gelernt?
Im Grunde habe ich von und mit mir selber gelernt. Ich habe mir alles autodidaktisch beigebracht. Zwar habe ich den einen oder anderen Workshop besucht, aber hier lernt man nicht wirklich was man braucht. Ein gutes Auge, Leidenschaft und Fantasie kann einem keiner beibringen. Es gibt eine Menge guter Fotografen, deren Arbeit ich sehr mag, sei es in der Pferdefotografie oder in der Peoplefotografie.

Wo findest du die Sachen für deinen Kostümfundus?
Das meiste mache ich selber. Entweder komplett oder ich baue vorhandene Kleider um und schaffe etwas ganz Neues daraus. Man kann vieles an den unterschiedlichsten Orten finden. Ich habe keine bestimmte Quelle dafür. Manchmal habe ich eine Bildidee und fertige dann das passende Outfit dazu an, manchmal sehe ich aber auch etwas und die Bildidee kommt nach oder mit dem Kostüm.

Was für ein Shooting schwebt dir noch vor, was du bisher aber nicht umsetzen konntest?
Ach… da gibt es so einiges… Das meiste hat wieder mit Tieren zu tun. Ich träume davon mit einem Elefanten oder Kamelen oder einer Raubkatze mit einem Model zu shooten. Also… wer jemanden kennt, der jemanden kennt… 🙂
Ich bin immer auf der Suche nach besonders schönen oder ungewöhnlichen Tieren oder welchen, die besonders zahm und kooperativ sind. Ich freue mich über jeden, der mich anschreibt und mir sein besonderes Herzenstier vorschlägt. Das Gleiche gilt für besonders schöne Locations!

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und der Vollständigkeit halber Ruhrpott Metal Meeting – gibt schon Tickets für 2017!


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(Metal)Basics warten auf eure Individualisierung

— Jeansweste / Kutte zu gewinnen —

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Kennt ihr die Metalbörse? Das ist ein wandernder Treffpunkt für Metalfans, auf dem es alles zu kaufen gibt, was euer Herz begehrt. Also Patches und Bandshirts und solche Sachen. Nun hat das Team um die Metalbörse, die ihre Produkte auch online vertreibt (Link zum WEBSHOP), eine eigene Bekleidungsmarke gegründet. Capricorn Rockwear heißt sie und sie verkauft hochwertige Basics, die perfekt in diese Herbstzeit passen. Für den Winter vielleicht etwas kalt, aber der nächste Frühling kommt bestimmt und dann seid ihr vorbereitet.

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Ich habe mich total gefreut, als ich den Karton mit den Sachen auspacken durfte. Zwei kuschelig warme, gefütterte Kapuzenjacken (eine in blau/weiß und eine in orange/braun), eine schwarze Jeansjacke und eine blaue Jeanskutte. Während die ersten beiden nur für die Frauen und nicht unbedingt ein reines Metal-Ding sind, eignen sich die Jeansstücke perfekt als Ausgangsstück für eure eigenen Designs! Sie sind wie gemacht für Nieten, Aufnäher, aufgedruckte Logos, zum Zerschnittenwerden und so weiter und so fort. Unbearbeitet sind sie alltagstauglich und unverfänglich und trotzdem ein rockiges Statement. Die beiden Modelle, die ich trage, sind nicht die einzigen. Auf dieser ÜBERSICHT findet ihr alle Variationen, die es gibt. Von ausgfranst über ausgewaschen bis zu tiefschwarz und schick. Dieser Link führt aber nur zur Capricorn Rockwear Kollektion. Das Angebot der Metalbörse allgemein ist viel größer.

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Ich bin von der Qualität der Sachen absolut überzeugt genauso wie von ihrer… Basic-haftigkeit? Anders kann ich es nicht sagen. Die Kapuzenpullover sind bereits individuell, halten sehr warm (für im Haus fast zu warm), rutschen nicht hoch (das Problem haben nämlich viele Jacken mit Gummibund unten) und sind super bequem und beweglich. Die Weste und die Jacke sind nicht so kuschelig, doch mit ihnen kann eigentlich kein Biker oder Headbanger was verkehrt machen. Das sind Teile, die braucht man im Kleiderschrank einfach.

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Mein Lieblingsteil ist die blaue Jeansweste
Deswegen könnt ihr die jetzt gewinnen, in einer Größe eurer Wahl!
Dazu müsst ihr nur in die Kommentare (hier, auf Facebook oder auf Instagram, ganz egal), schreiben, welchen Backpatch ihr am liebsten auf der Weste hättet. Den gibt’s dann zwar leider nicht zu gewinnen, aber die Metalbörse hat viele von ihnen, oder vielleicht habt ihr ihn schon zuhause liegen und wisst nur nicht wohin damit. Die Verlosung läuft bis Ende der Woche. Ich freu mich auf euer Feedback.

Fotos: Jizzy Sleaze  ❤
mit freundlicher Unterstützung von NAFO-Fotodesign (Danke!!)

In Kooperation mit (aber nicht gesponsert von) der Metalbörse und Capricorn Rockwear

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Wahre Fashionblogger würden jetzt jedes Teil einzeln verlinken und bewerben. Aber ganz ehrlich, da fragt mich lieber persönlich oder lasst es besser gleich bleiben ^^ Manche der Sachen habe ich geschenkt bekommen, andere im Sale gekauft, wieder andere besitze ich schon so lange, dass ich gar nicht mehr weiß, wo sie her sind oder was sie gekostet haben. Tut mir leid, is aber wohl eh nicht so wichtig 😀

 

Tattoos, Piercings und bunte Haare… am Arbeitsplatz

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Würde man uns vertrauen?

Eure Erfahrungen!

Vor nicht allzu langer Zeit haben sich zwei junge Damen unter einem meiner Bilder darüber unterhalten, wie das mit dem Metal-Aussehen so ist, wenn man sich am Arbeitsplatz befindet. Anpassen oder ‚man selbst‘ bleiben? Einem normalen Job nachgehn oder was suchen/haben, wo man so aussehn kann wie man möchte? Geht mir gerade so.“
Die Frage ist absolut berechtigt und hat auch mich schon mehrere Male beschäftigt. Beispielsweise jedes Mal dann, wenn meine Mutter auf Facebook eines meiner oder von anderen Leuten hochgeladenen Bilder sieht und mich fragt, ob das nicht schlecht wär, falls mal jemand, bei dem ich mich auf einen Job bewerben wolle, meine Onlinepräsenz durchsuchen würde.

Ihr konnte ich immer nur sagen: „Nein, Mami, das ist sogar gut! Einen Job, für den man bieder und seriös aussehen muss, will ich gar nicht. In dem Bereich, in dem ich arbeiten will, sind solche Bilder sogar besser, daran erkennen die, dass ich Ahnung habe.“ Stichwort: Authentizität!

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Wir können auch in Kleid und Anzug #hochzeit

Elke R., die die Frage auf meiner Seite gestellt hatte, hat zuerst Kommunikationsdesign studiert. In dem Bereich darf man ja wirklich alles, je kreativer desto besser vermutlich. Nun blickt sie der Realität ins Auge: „Aber da es schwer ist in dem Beruf [Kommunikationsdesign] nen gutbezahlten Job zu finden habe ich auch Bürojobs (beim Staat) in Betracht gezogen. Da sieht das wieder anders aus…

Sie hat Recht. Oder?
In der Knigge, die meine frühere Mitbewohnerin zuhause herumfliegen hatte, stehen tatsächlich so Sachen wie „die einzigen erlaubten Businessfarben bei Männern sind braun, blau und grau“, „schwarz ist nur eine Farbe für feierliche Anlässe“ und variiert werden darf dann höchstens bei Hemd, Krawatte oder den Socken (…von Jungfeld lässt grüßen..). Schuhe sauber, Hände schüttelt geht so und so,… bla bla bla.
Ich selbst habe in diesem Bereich bisher wenig negative Erfahrung. Im Capitol, wo ich meinem Nebenjob nachgehe, gibt es zwar Vorschriften bezüglich Hose, Hemd und Schuhen – wenn es aber um Haare, Schmuck, Tattoos oder sonstiges geht, gab es noch nie Probleme und potentiell bekommt jeder bunte Vogel dort eine Chance, zu arbeiten. Ist letztlich eben doch ein kreatives Haus, auch wenn wir ordentlich auftreten müssen.
In meinem ersten Uni-Fach (Medienwissenschaft) waren fast alle so stinknormal, dass es wehgetan hatte, optisch gesehen 😀 Jetzt auf der Popakademie ist es schon etwas bunter, aber weniger extrem als man denken könnte. Meine Praktika habe ich bisher auch alle im kreativen bzw. Veranstaltungsbereich gemacht und daher gilt nach wie vor die Regel, dass ich dort noch nie solche Probleme hatte. Ich habe allerdings auch „nur“ rote Haare, ein harmloses Tattoo am Bein und ab und an mal Festivalbändchen oder Bandshirts an. Das ist kein ‚Verstellen‘, ich bin einfach so normal. Trage keinen Iro, keine Regenbogenfarbenhaare, keine Piercings im ganzen Gesicht oder sonstige Körpermodifikationen, wenig Zeug mit Totenköpfen oder gar umgedrehten Kreuzen und sonstigen satanistischen Sachen.

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Tattoos und Co. heißt nicht gleich „unchristlich“.

Die Frage finde ich interessant und aktuell relevant, da gerade auffällige Tattoos, Tunnel im Ohr und ähnliches immer angesagter und dadurch auch ein stückweit normaler wird. Sollte das etwa heißen, unsere Gesellschaft wird unseriöser oder bewegen wir uns stattdessen in Richtung einer Offenheit, nicht nur gegenüber Hautfarbe, sondern auch Haarfarbe?
Ich habe die Frage in Facebook Gruppen gestellt, in denen sie Relevanz hat und bekam so viele Antworten, dass ich sie gar nicht alle hier auflisten kann. Da ich aber auch nicht parteiisch sein will und das Ergebnis verfälschen, werde ich einfach die Meinungen und Erfahrungen aufzählen, die am frühsten kamen und bei denen die Schreiber auch am frühsten zugestimmt haben, dass ich ihre Worte verwenden darf.

So sieht also der Querschnitt durch die schwarz-bunte Szene aus (was sich mal wieder bestätigt, ist die Vielzahl der sozialen Berufe in dieser):

Tattoos: ‚Könnten sie sich vorstellen, ihre Tätowierungen entfernen zu lassen?‘
Wortlos bin ich aufgestanden, und gegangen.
(Tobias H.)

Ich bin Heilerziehungspflegerin da hatte ich noch nie Schwierigkeiten. Es geht eher um Sicherheit und Hygiene dass bestimmte Schmuckstücke abgenommen werden sollen, wenn nicht, ist es Selbstverschulden falls etwas sein sollte. (Melanie B.)

Ich hätte ein Interesse daran, dass sie das Behandlungs- und Vertrauensverhältnis zum Patienten nicht beeinträchtigt. Bunte Haare. Ok. Meinetwegen regenbogenfarben. Aber stellt man sich selbst und seine Selbstverwirklichung damit nicht ein bisschen zu weit über die Bedürfnisse des Patienten?“ (Vera K.)

[keine Probleme], und ich bin in der Arbeit kurzärmelig unterwegs – nur beim Blutabnehmen werde ich öfter gefragt, ob ‚das denn nicht wehtut :P‘ “ (Christian K., bezüglich Tattoos)

Praktikum im Kindergarten: ich hab gerade mein Piercing bekommen und die Haare rot-lila gefärbt. Die Eltern und Kinder fanden es cool. Eine kleine Maus hat sogar geglaubt ich sei eine Fee und hat sich nicht getraut zu fragen, ob sie richtig liegt, deshalb musste der Papa fragen.
Die Erzieherinnen fanden es auch ziemlich cool und haben gelacht, weil wir genau eine Woche vorher ein Märchen über Feen gelesen haben
🙂 “ (Nicole M., eindeutig mein Lieblingskommentar 😀 )

Vorstellungsgespräch… Erste Frage: ‚Würden sie sich die Haare abschneiden?‘
Antwort: ‚Nein.‘
Gespräch beendet.
(Chris K.C.)

Bei uns interessiert das niemanden 😀“ (Gabriele L.)

Also ich hatte keine Probleme auf dem Arbeitsplatz (Altenpflege) mit blauen Haaren.. Die alten Leute finden das sogar toll.. 🙂 allerdings mit meinen Piercings.. das hatte die Chefin gestört.. (Jane L.)

Mache eine Ausbildung zur Oberflächenbeschichterin und in dem Betrieb hier ist das kein Problem. Im Gegenteil, unser oberster Chef von unserem Standort findet Tattoos & co. sogar cool. 🙂“ (Lucy K.)

Ich arbeite im Büro da ist eigentlich alles kein Thema, als ich vor kurzem mit lila Haaren ankam, kam nur: WOW, das ist mal ne Veränderung, aber Ihnen steht das. (Saskia B.)

Bis jetzt hatte ich keine Probleme 🙂 Die Kunden gucken zwar teilweise etwas komisch aber in meiner Branche (Druck) ist es schon fast normal… Gerade viele Mediengestalter sind doch ziemlich bunt unterwegs :D Mein Ex Chef meinte zu meiner Blumenranke damals nur ‚Wächst die noch weiter?‘ xD (Romina H.)

Ist halt immer ganz davon abhängig was man arbeitet. Als Bankkaufmann mit Kundenkontakt hat man’s natürlich schwerer als ein Handwerker. Eine Friseuse kann ja auch nicht mit ungewaschenen und ungekämmten Haaren auf Arbeit kommen. Mal extrem ausgedrückt. 😉“ (Mandy H.)

Hängt von den Kunden ab…. Sagen wir´s mal so: wenn kein Kundenkontakt besteht und es sich um eine ausschließliche Sachbearbeitertätigkeit im Innendienst handelt sollte das kein Problem sein….. Oder wenn es von Seite des Vorgesetzten okay ist, natürlich auch nicht!…. Ich selber würde Gesichtspiercings in bestimmten Situationen nicht tragen. Ganz einfach aus Gründen von Minderung meiner Wettbewerbschancen auf dem Vergabemarkt. Das ist so schon schwer genug ….. Im Angestelltenverhältnis wäre das egal, da wäre ich nicht für die Aquise zuständig (!) […] Am Haarschnitt und Tshirts kann man meinen persönlichen `R´nR -Lifestyle` zwar erkennen (wenn man Insider ist), ansonsten aber auch nicht unbedingt. Ist für mich aber okay.
(Katja W., unter meinem Bild)

Ich arbeite im öffentlichen Dienst (Schul- und Sportamt) hatte noch keine Probleme mit meinen bunten Haaren und den Tattoos 🙂“ (Annika W.)

Also ich darf meine Tattoos nicht zeigen, d.h immer lange Ärmel – will der Konzern einfach so.
Im täglichen Kundenkontakt hat man da schon sehr gemischte Reaktionen…
(Lina S.)

Ich arbeite im Seniorenheim und habe elumen Haare und alle finden das super ….selbst die Bewohner gerade die Demenz haben schauen interessiert….die haben so ein rot noch nicht gesehen…. Für einige bin ich schon Pumukel lol… In der Pflegschaft sind viele mit Tattoo und Piercings…. Wichtig ist doch was sie leisten … 🙂“ (Conny K.)

Ich arbeite im Verkauf, da darf ich sogar an der Hand tätowiert sein :D Unser Chef hat sogar ein Gesichtstattoo 😀“ (Vanessa M.)

Habe keine Piercings aber mehrere Tattoos. Beschwert hat sich noch niemand 😀 -> Marktforschungsinstitut“ (Leon R.)

Meine Chefin meinte damals ein Piercing noch und sie kündigt mich. (Nadine H.)

Wegen Tattoos kam bis jetzt noch nix, sind bislang aber auch nur an Stellen, die nicht direkt sichtbar sind. Nur wegen meiner langen Haare gabs ein paar Stichelein von meinem vorherigen Vorarbeiter. Da ich aber auf Arbeit immer einen Zopf habe, und ansonsten meine Arbeit ordentlich, zügig und zuverlässig erledige, kam vom Meister wegen der Haare nix, was meinen vorherigen Vorarbeiter doch etwas ärgert 😈😈“ (Remco W.)

Bei mir is es Gott sei dank egal. Arbeite als Chemikantin und da stört es keinen ob ich gefärbte Haare oder Tattoos habe. Gab höchstens mal interessierte Blicke wegen der Haarfarbe, aber sonst nix. (Natascha H.)

Hehe, inner Käserei musste ich Piercing und Tunnel raus nehmen, kann gar nicht verstehen warum. (Timo M.)

Krankenschwester und bisher keine negativen Erfahrungen gemacht. Arbeite in der häuslichen Intensivpflege und hab da auch eher positive Reaktionen von den Angehörigen (z.b. Katharina, das passt einfach zu dir). Mein Vorgesetzter wollte mir allerdings mal einen über Tunnel erzählen O.o kann er gerne machen, ich weiß selbst, dass ich nie wieder normale Ohrlöcher haben werde, außer ich lasse es schneiden und nähen ^^‘“ (Katha T.)

Ich arbeite als Kellnerin. Meine Chefs haben weder mit meinen Haaren noch mit meinem Unterlippenpiercing ein Problem. Mit ‚lustigen‘ Sprüchen von Gästen muss man rechnen, aber hab damit überhaupt kein Problem und gab bisher auch nie Beschwerden, da die meisten meinen dass wir alle immer sehr nett und freundlich mit ihnen umgehen. (Anja S.)

Bin im Außendienst tätig (IT-Trainer) und da sind Tattoos abzudecken. Also selbst im Sommer lange Ärmel 😀“ (Domenic A.)

‚Mach mal deine Haare zum Zopf, sonst verfangen die sich in der Maschine‘ ‚Hab kein Zopfgummi mit‘ ‚Ok (Toni T.)

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Why so seriös?! Machen Anzüge wirklich vertrauenswürdiger? (pic by Olli Herman)

 

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