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Music, the Bizz & Rock'n'Roll

by Karla the Fox

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Bizz-Tipps

Meine Meinung zu Schleichwerbung und Produktplatzierungen

Hallo Leute, es ist ungewöhnlich, dass ich zwei Beiträge an einem Tag schreibe. Dieser hier war auch in keinem Redaktionsplan angedacht, er hat sich spontan ergeben, weil ich unter einem anderen Beitrag eine ziemlich bescheuerte Diskussion hatte.
Ich habe sie gelöscht, den Beitrag, um den es geht, aber so stehen gelassen, wie er ist. Allein schon, damit ihr alles nachvollziehen könnt. Tut mir leid, aber ich hasse diese Internet-Mimimi-Diskussionen, bei denen keiner gewinnt. Wer mich kennt, weiß auch, dass ich ein grundlegend positiver Mensch bin und in keinster Weise vorbestraft (außer Punkt in Flensburg, aber das zählt nicht als böse Absicht ^^ *schäm*). Deswegen nochmal ganz sachlich und locker für alle.

Also, es geht um das Thema Schleichwerbung. Im Beitrag „Vlog (für Bands) – So macht’s Sinn“ [Anmerkung: es heißt Sinn ergeben, aber das ist mir egal, weil die ‚falsche‘ Weise eh häufiger benutzt wird und flüssiger klingt] erwähne ich explizit Schleichwerbung als guten Tipp für einen Videobeitrag.
Zuerst möchte ich einfach mal alle auf den „xD“ Smiley hinweisen. Man kennt dieses Symbol heutzutage und was davor steht, sollte nicht allzu schwer auf der Goldwaage liegen. In Zukunft schreibe ich immer #ironie dazu 🙂
Liebe Musiker, Blogger und so weiter: Wenn ihr einen Deal mit einem Unternehmen habt und es fordert von euch: „werbt für mein Produkt, aber sagt nicht, dass ihr es von mir (beauftragt bekommen) habt!“, dann lasst die Finger davon. Oder klärt betroffenes Unternehmen auf. Dies ist keine Grauzone, sondern verboten und wird abgemahnt bzw. bestraft. Das sollte aber auch jedes halbwegs medial aufgewachsene Kind wissen.
In den meisten Fällen betreffen solche Deals eher Influencer und klassische YouTuber, es kommt aber auch bei Musikkünstlern vor.
Was ich mit der Grauzone meine, ist die Verwendung von Gegenständen.
Als Musiker kann es früher oder später vorkommen, dass ihr einen sogenannten Endorsement Deal mit einem Instrumente-Hersteller bekommen könnt. Diesen werdet ihr natürlich auf eurer Homepage und Facebook-Präsenz vermerken und mit stolzer Brust überall davon erzählen. Nun ist es aber so, dass ihr mit diesem Instrument auch auf die Bühne treten oder in der Jamsession herum klimpern werdet. Müsst ihr vor dem ersten Ton sagen, dass ihr zum Beispiel von Fender gesponsert seid? Nein. Und das solltet ihr „nutzen“ und euch nicht verbieten lassen.
Ebenso mit Kleidung. Kommt es zu einem groß angelegten Testimonial mit euch als bekanntem Künstler, wird das wohl eh in einer auffälligen Werbekampagne präsentiert und jeder weiß, dass ihr zum Beispiel mit Boss zusammenarbeitet. Wenn ihr nun für dessen Kleidung explizit werbt, also sagt, wie toll und bequem die Sachen sind, dass eure Fans sich mal den Shop ansehen sollten, dann markiert es bitte als Werbung beziehunsweise, dass ihr mit Boss besagten Vertrag habt.
Gerade bei Schuhen, Ketten, Jacken etc. kann es nun aber vorkommen, dass ihr dieses Teil tagtäglich tragt. Ihr müsst deswegen nicht unter jedem Snap, auf dem ihr diese Schuhe anhabt und man sie vielleicht sieht, schreiben, dass es eine Anzeige ist!

Das würde sonst auf Dauer…. auf eine Welt hinaus laufen, in der man es explizit erwähnen muss, wenn etwas nicht gesponsert ist. Und wie soll das nachgewiesen werden?!
Mein liebstes Beispiel hier ist mein Artikel über die Apfelwein Marke „Bembel with Care“. Mein Text dazu ist sozusagen Werbung. Ich würde mir vielleicht wünschen, mal fest mit dieser Firma zusammen zu arbeiten, aber Tatsache ist, dass ich den Artikel von mir aus geschrieben habe, weil ich es lustig fand und das Getränk über alles liebe. Hier ist die Nähe zur Werbung sehr hoch, dennoch ist sie nicht als solche ausgewiesen. Weil es keine ist… aber in einer Zeit, in der jeder sein Geld als Influencer und somit Werbefläche verdienen will, kommt es echt bald so, dass man gesetzlich erwähnen muss, wenn die Kleidung am Körper selbst bezahlt wurde.

Als Bloggerin kenne ich viele Jungs und Mädels, die fast nur noch von Firmen gestellte Kleidung und Make Up besitzen. Im ersten Post, in dem sie die Sachen vorstellen, müssen sie nach wie vor auf den Deal hinweisen. Auch in jedem folgenden. Steht das Produkt aber nicht im Vordergrund, dann sch***t da drauf, auf gut Deutsch. Man dürfte ja auf keinem Urlaubsschnappschuss mehr die Jeans tragen, für die man einst mit einem Rabattgutschein bezahlt wurde. WTF, wo wären wir denn dann?!?

In meinem Vlog-Text habe ich das Wort „Schleichwerbung“ gewählt, weil mir kein anderes einfällt und man das im Gespräch in der Kaffeepause eben auch so sagen würde. Er bezieht sich darauf, dass ihr als Musiker gerne eure gestifteten Drumsticks und so weiter vor der Cam verwenden dürft. Ihr spielt damit, ihr habt sie dabei, ihr haut euch gegenseitig damit aus Spaß auf den Kopf. Das ist nicht verboten und trotzdem eine gute Methode, den Nutzen nochmal ganz zwanglos zu zeigen.
Ihr solltet euch nur nie dafür bezahlen lassen, mit Absicht nichts von einem Vertrag zu erwähnen, die Dinge aber täglich präsentieren zu müssen. Wenn, dann macht es aus freien Stücken. Einfach weil ihr hinter der Marke steht und sie gerne tragt/verwendet und so. Wer euch dafür ans Bein pisst, tut mir leid, das ist auch nicht ganz fair und ziemlich realitätsfern.

Ich hoffe, das hilft euch weiter. Ich persönlich würde wohl jedem Social Media Profil „entfolgen“, wenn unter jedem Post steht „dieser Beitrag ist unterstützt von xyz“, egal ob das nun da stehen muss oder nicht. Ist dann ja nichts anderes mehr als die Werbepausen bei ProSieben und dann ist Influencer Marketing wieder tot. Die Seite sollte man auch bedenken und daher erlauben, die Hinweise auf Werbung dezent zu platzieren. Vielleicht nicht Gesetz, aber persönliche Meinung.

Wenn wir schon dabei sind, möchte ich euch bitte auch ermahnen, Folgendes zu unterlassen: Wenn ihr unter 16 seid, seid vor Mitternacht daheim und trinkt kein Bier. Niemand sollte innerorts über 50kmh fahren und bitte sofort alle Joints auf dieser Welt ungenutzt zerstören. Bitte lasst euch auch kein Attest geben, wenn ihr trotz guter Gesundheit in der Schule gefehlt habt, geht nicht mehr bei Rot über die Ampel, ladet keine Songs mehr von YouTube runter, streamt keine Filme von kinox.to, taggt den Namen eurer Gang an keine Wand, fahrt nicht schwarz, lasst Kinder keine Gruselfilme sehen und geht brav jeden Tag in die Uni. Muss ja mal gesagt werden 😉 Wenn ihr auf meinem Blog Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie behalten und euch an die Wand hängen. Sehen bestimmt hübsch aus. Und wenn ihr sonst Anmerkungen oder Wünsche habt, schreibt mir ne Mail. Danke! 😊

BlattTurbo – Promomöglichkeit für kleine Bands und mehr

blattturbo

Liebe Metalgemeinde, es gibt eine Seite im Netz, die nennt sich BlattTurbo, Untertitel: „Wir stellen vor“. Trifft sich gut, denn jetzt stelle ich vor.
Der Betreiber des BlattTurbo Martin Otte nennt es selbst ein Underground Magazin. Das ist es mit Leib und Seele und wenn ich das so sage, meine ich das positiv und mit einem kleinen Schmunzeln. Dieses Magazin ist, was sich der gewöhnliche Metalhead heutzutage wünscht: unkompliziert, nicht überstylet, dunkel, aktuell, in vielen Bereichen aktiv, bescheiden, ‚heavy‘ und echt.

Schon seit Jahren bringt Martin mit Freunden kostenlose Sampler heraus. Ich habe Volume 1 und 11 geschickt bekommen und hören dürfen. Gleich vorneweg für meine Stammleser: viel Glam und Sleaze gibt’s da nicht. Unter den 16 bis 18 Songs pro Platte kann aber jeder was für sich finden.

blattturbo screenshot

blattturbo bandcontest

Was soll ich sagen, ich finde das einfach süß und cool. Eine Seite, die dazu steht, sich um den Underground zu kümmern und es selbst zu sein. Es wird sicher nicht viele „Eintrittsbarrieren“ geben. Wenn ihr eine neu gegründete Band seid und Metal macht, dann meldet euch doch mal dort. Trotzdem ist es groß genug und hat genug interessierte Leser, damit es sich lohnt, und man findet dort eben genau diejenige, die dieselbe Musik feiern. Daher ja auch die Sampler. Das sind keine Best Of’s. Das sind Möglichkeiten für junge Musiker, deren Fans und Freunde, neue ähnliche Gruppen zu entdecken und ihre eigenen Werke ohne viel Aufwand in der Welt zu verbreiten. Das sind so Sachen, die dem ein oder anderen tatsächlich zum Durchbruch verhelfen können.
Das BlattTurbo schreibt auch Reviews wie am Fließband, werkelt an einem Bandcontest und mehreren Festivals mit herum, setzt sich für Charity Aktionen ein, übernimmt derzeit das Booking der Rock’n’Roller MOK und wenn der Tag mehr Stunden hätte, würden sie bestimmt noch viel mehr tun. Meinem kleinen Paket wurden auch fleißig Sticker diverser Bands beigelegt… da ist also wirklich jemand dahinter, der euch pushen will.

blattturbo make rocknroll

Manche Songs auf den Samplern haben mir nicht so gefallen, was aber daran liegt, dass ich zum Beispiel gar nicht gerne Black Metal und dafür umso lieber Hard Rock höre. Die Musik auf den BlattTurbo-Scheiben ist im Schnitt etwas härter als mein Geschmack. Das muss bei euch ja aber nichts heißen und hey, was soll’s, die Platten kosten keinen müden Penny. Einfach ein Ort, an dem ihr neue Sachen für euch entdecken oder vielleicht was eigenes promoten könnt.

Wenn’s euch interessiert: http://blattturbo.de/
https://www.facebook.com/BlattTurbo/

 

Vlog (für Bands) – So macht’s Sinn

youtube

Kein langes um den heißen Brei Herumgerede.
Ihr wollt eure Fans „mit auf Tour“ nehmen, neue finden, alte binden? Ein Vlog (Videoblog) war da schon immer eine gute Idee. Allerdings solltet ihr dabei ein paar Dinge beachten und euch Fehler ersparen.

  • Stellt euch vorher die Frage: seid ihr selbstbewusst und interessant genug? So ein Vlog wird nur beliebt, wenn die Zuschauer was zu lachen und/oder zu staunen haben. Sex sells funktioniert natürlich auch.. aber dann seid ihr vielleicht auf der falschen Plattform :p Am besten lasst ihr euren Klassenclown der Band am meisten vor die Cam.
  • Nächste Frage: habt ihr professionelles Equipment und Skills?
    Klingt nervig und teuer, ist es auch. Ein klassischer Videoblog, gerade wenn er neue Fans begeistern soll, muss so professionell durchgestylet und gut geschnitten sein, wie die Werke anderer Youtuber, Künstler, Filmemacher. Alles andere werden sich nur eure engsten Freunde gerne ansehen, auch wenn es inhaltlich Bombe ist. Die Anforderungen sind hier übrigens mit den Jahren gestiegen. Schnittprogramme müssen aber nicht von Adobe sein, auf dem Markt gibt es viele günstigere Alternativen.
  • Regelmäßigkeit! Nicht 2-3 mal was machen und dann 2 Jahre lang gar nichts mehr. Dann guckt nämlich keiner mehr nach.
  • Die Mischung aus Planung und Spontanität macht es. Je sympathischer und natürlicher ihr als Küntler sein wollt, desto mehr ungeplante Backstage und Tourbus-Aufnahmen könnt ihr machen. Bei einem seriösen oder geheimnisvollen Image ist Planung das A und O. Hier würde ich auch kein Snapchat oder ähnliches empfehlen.
  • Wenn ihr Reichweite in Facebook wollt: ladet eure Videos dort nochmal extra hoch und postet sie so, nicht als YouTube-Link. Dadurch sieht es zwar auf den ersten Blick aus als hättet ihr weniger Klickzahlen – insgesamt erreicht ihr aber mehr Leute. Und es ist leichter und cooler teilbar!! snapchat
  • Eine Mischung aus Bewegung und Ruhe, Nähe und Ferne ist ebenfalls zu empfehlen. Klar könnt ihr während der Show eine Kamera positionieren und dann Ausschnitte vom Gig hochladen. Dann müsst ihr euch aber mindestens noch einmal ruhig vor die Linse setzen und euren Fans etwas erzählen. Nur Liveaufnahmen lassen nicht tief genug blicken.
  • Backstage! Tourbus! Hotel! Soundcheck! Meet & Greet! Öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben. Aber nur ausschnittweise, sonst wird’s öde und für euch ziemlich anstrengend.
  • Daher: bitte nicht jeden Tag auf Tour alle paar Minuten mit Snapchat oder Instagram-Storys dieselben Selfies, Straßen-entlang-filmen und sag-mal-hallo-Aufnahmen machen. Irgendwann schaut es sich keiner mehr an.
  • Gerade hier eignet sich am besten exklusives Material. Zeigt den Fans doch mal euer Zimmer, in dem ihr schlafen werdet. Oder, wie ihr euch für die Bühne schminkt und stylet. Essen und Bier geht auch immer, dann aber bitte nur wirklich schöne Bilder. Ein bisschen neidisch machen ist erlaubt, aber nicht protzen oder sich für zu wichtig nehmen.
  • Der letzte Punkt ist besonders wichtig. Wenn ihr nicht Beyonce und Jay-Z seid, dann tut auch nicht so! Tut auch nicht so, wenn ihr wirklich die beiden seid. Fühlt euch nicht wie die größten Stars nur weil ihr eure erste Clubtour gebucht habt. Ihr dürft euch freuen, aber bitte bleibt nahbar und selbstironisch. Dann wollen die Leute auch mit euch wirklich chatten und euch sehen, und kommentieren nicht nur mit „Nice!“, „Amazing“, „awww… <3“ und „will auch!“.
  • Ähnliches Thema: erzählt auch von Hürden und Problemen. Nichts feiern eure Fans mehr ab als eine (glimpflich verlaufene!) Autopanne, wenn ihr euch verfahren habt oder ein ekelhaftes Hotelzimmer. Sie leiden mit euch, helfen vielleicht aus, erzählen es als Anekdote weiter.
  • Werbung: wenn ihr ein Endorsement oder sonstigen Deal habt: ideal! Ihr könnt eure Instrumente vorstellen oder unauffällig die Kleidermarke tragen, für die ihr Testimonial seid. Rechtliche Grauzone, aber nirgendwo ist Schleichwerbung unauffälliger als auf Handyvideos xD insta story
  • Wie oben kurz angedeutet machen Snapchat, Instagram Storys und im Zweifelsfalle die Messenger Systeme von WhatsApp und Facebook nur Sinn, wenn ihr eine Band seid, die sich mit den Fans auf Augenhöhe sieht. Allein schon, weil sonst vielleicht ungewollte Dinge zutage kommen. Beispiel: Ihr tragt Warpaint und macht voll einen auf gefährlich… und dann ist im Hintergrund eurer kleinen Story ein Bandmitglied zu sehen, ungeschminkt und am Joghurt essen. Imageverlust vorprogrammiert.
  • Nicht auf jeder Aufnahme Masken und Filter verwenden! Lustig aber auf Dauer zu kindisch und meist auch inhaltslos. Es geht ja darum, eure Welt zu zeigen, nicht eure verzerrten Nasen.
  • Zurück zu YouTube: auch wenn es stressig ist, lasst euch mit dem Bearbeiten und Hochladen nicht zu viel Zeit! Je aktueller eure Aufnahmen, mit desto mehr Begeisterung klicken die Fans darauf. Dienstag nach einem Festivalwochenende zum Beispiel dürfte die Freude am größten sein.
  • Gerade wenn ihr ein aufwendigeres Video gemacht habt, auf das ihr selbst ein bisschen stolz seid, dann kündigt es überall an. Schickt es euren besten Freunden und größten Fans auch privat per WhatsApp oder über Messenger. Von so was sind die Leute weniger schnell genervt als von Werbung für Tourneen, Merch und Releases.
  • Insta oder Snapchat? Ich kenne viele Leute, gerade im Influencer Bereich, die bei beiden 30x täglich was posten und auf beiden Kanälen zum verwechseln ähnlichen Content nutzen. Finde ich Schwachsinn, weil dann kommt schnell der Gedanke „Hab ich schon alles gesehen“ auf. Entscheidet euch für einen der Kanäle und nutzt den anderen nur für besonders wichtiges oder ganz privates Zeug, nicht als tägliche Begleitung.
  • Seid leicht auffindbar! Habt auf allen Kanälen ein Profil mit eurem Bandnamen und Logo. Nur so findet euch jeder ohne Mühe und Zweifel.
  • Neues Album etc. anteasern erlaubt. Aber bitte nur manchmal oder dezent. KEINE Dauerwerbesendung!
  • Noch ein paar witzige Ideen für den Content:
    • Spielt Spielchen. Der Klassiker ist „Wenn ich du wäre…“. Quizduell, Schere-Stein-Papier? Wahrheit oder Pflicht? Kann zwischendurch sehr lustig sein.
    • Stellt eure Crew vor, gebt auch ihnen Raum, sich und euch zu promoten.
    • Dreht den Spieß um und interviewt eure Fans. Zeigt sie auch in Clips, indem ihr zum Beispiel die ersten Reihen in den Shows abfilmt. Der „Da bin ja ich!“-Effekt ist unbezahlbar.
    • Erzählt euren Fans ein paar Geheimnisse. Je absurder desto besser.
    • Kündigt ganz wage ein paar Bandpläne für die Zukunft an.
    • Wenn ihr Off-Days oder Wartezeit habt, warum nicht mal alle mit in die Stadt nehmen, in der ihr gerade seid? Oder die wunderschöne Natur des Open Airs zeigen?
    • Tiere! Niedliche kleine Tiere! Wenn ihr welche findet, ergreift die verdammte Chance 😉 Zur Not tut’s auch ne Kuh auf ner Wiese.
    • Trauen sich Mami oder Omi vor die Cam? Familienmitglieder, die sich über ihre erfolgreichen Sprösslinge freuen sind immer zuckersüß.
    • Was tut ihr so im Tourbus? Der eine liest, der andere lernt für die Prüfung, der nächste nervt den Fahrer? Ist allein schon eine gute Idee, weil man auf den langen Fahrten sonst nicht viel zu tun hat.
    • Gebt selbst Tipps für andere Bands, wie sie das erreichen, was ihre gerade tut.
    • Gebt generell die Möglichkeit, euch Fragen zu stellen und beantwortet am besten jede einzelne davon.
    • Gehört ihr tatsächlich schon der sehr erfolgreichen und berühmten Fraktion an, dürft ihr natürlich ein bisschen mehr prahlen und eher mal den Cocktail und die Limousine filmen als das Katerfrühstück am nächsten Morgen. In dem Falle werdet ihr aber diesen Blog vermutlich nicht lesen :p
  • Noch eine grundsätzliche Regel: Bei YouTube gute Keywords oder Überschriften und Thumbnails verwenden. Diese Plattform ist die beste, um neue Fans zu finden. Die 24h Apps sind eher geeignet, um bereits treue Seelen wirklich fest zu binden. Weil man euch dort seltener per Zufall findet.

Wer richtig gute Beispiele für Vlogs von Bands kennt, ist herzlich eingeladen, sie mit uns allen zu teilen.

Viel Spaß, ich freu mich auf eure Clips ❤

sister

Neuer Instagramaccount.. Foto-Fame für euch alle!

lizzy-eagle
@lizzy_foxx_photo

Ein Account voll mit Models, Rocklegenden, Stars und – euch.. den Alltagsrockern und Freizeitgoths, Haarfärbequeens und Kuttenguys.
Gebt es zu, das klingt doch irgendwie cool. Weil durch die Models und Stars eben alle angelockt werden und dann… we get it 😉

Sammel und Repost-Accounts gibt es viele, in der Hinsicht hab ich mir definitiv nix Neues ausgedacht. Meist beschränken die sich aber auf ein wirklich enges Thema. Die reposten dann zum Beispiel nur Männer mit langen Haaren oder nur Mädels mit Tattoos oder nur süße kleine Katzenbabys. Ich wäre volle Kanne für ein Bild mit allen drei auf einmal…

We are maniacs!

we are maniacs

Ob das mit we_are_maniacs, dem Account mit dem ich euch nun nach und nach auf die Eier gehen werde, so funktioniert, wie die müde Füchsin sich das abends auf dem Sofa ausdenkt, sei dahingestellt. Einen Versuch ist es wert.
Mich hat nur die ganze Zeit etwas genervt. Nämlich, dass ich nicht die geringste Lust habe, mein Leben super ‚instagramable‘ zu machen, um Follower für die Karla Seite zu finden. Immer perfekte Haare und Nägel, hellwach, geschminkt. Auf der Suche nach einem Hintergrund, der in mein Farbschema passt. Und dann zweihundert gleiche verlegene Bilder schießen (lassen) und zu Tode editieren, von denen hoffentlich eins am Ende doch aussieht wie ein zufälliger Snapschuss?? Lecko mio am Arschiko!!
Und trotzdem ist da dieses ganze Wissen und die Beschäftigung mit der Plattform, die dir in meinem Studium und als Freizeitbloggerin zwangsweise und ganz automatisch entgegenkommt. Die unbegrenzten Möglichkeiten, die diese riesengroße und super aktive Community bietet – soll man das wirklich alles im Sand versinken lassen?
Wäre irgendwie schade und deshalb gibt es jetzt halt nen zweiten Account.

we are maniacs screenshot
oben links die Wechseloption

Auf dem Screenshot seht ihr meine ersten Postings. Eins ist ein Bild vom eigenen Handyspeicher, zwei habe ich mit einer App namens InstaRepost geteilt. Mir gefällt es aber nicht, dass diese App in jedes Bild ein Regenbogenlogo setzt, also habe ich zu Repost gewechselt. Da ist das Logo der App blau und auf den Bildern kann man die Position des Namens bestimmen und ob dessen Hintergrund hell oder dunkel sein soll. Wenn ihr auch vorhabt, sowas zu benutzen, aber ihr wisst noch nicht wie das geht, dann hier die Kurzerklärung: Neben jedem Bild auf Instagram erscheint rechts oben ein Symbol, bei Android sind es drei Punkte untereinander, bei iOs sind sie nebeneinander. Glaub ich. Warum auch immer. Dann „URL zum teilen kopieren“ wählen. Dann müsst ihr aktiv in die Repost App wechseln. Später kann man die Bearbeitung und Beschriftung wieder mit der vertrauten Instagram App bearbeiten, den kurzen Umweg müsst ihr aber leider gehen.

repost app

Auch, dass es das mit dem 2. Account, den man ohne ständiges Ein- und Ausloggen bedienen kann, gibt, wissen zwar schon viele aber nicht alle. Deswegen nochmal der Hinweis: Ihr könnt, wenn ihr euch zum Beispiel am Desktop (falls ihr überhaupt eingeloggt seid) dort abmelden und ein zweites Konto auf ganz normale Weise erstellen. Dann in der App auf die Account-Einstellungen gehen und fast ganz unten „Konto hinzufügen“ wählen. Vom eben erstellten Account die Daten eingeben und fertig. Jetzt könnt ihr switchen und bekommt für beide die Pop-Up-Meldungen.
Aber Achtung, mir wäre es fast passiert, dass ich das Bild von Angel als karlathefox repostet hätte. Also immer schön aufpassen, welcher Account gerade der Aktive ist! 🙂

Und was bringt euch das jetzt?

Wie an schon anderen Stellen versuche ich, die verschiedenen Leute aus der Metal-und-Co. Szene (quasi alle EMP Kunden..) irgendwie zusammen zu bringen und ihnen Medien zu liefern, die sich die jüngere Generation wünscht. Bye bye Leserbriefe im Zeitungsformat, hello Lookbook eurer Lieblingssänger!

Auf we_are_maniacs gibt’a also nichts Geringeres, als die besten Tourschnappschüsse und Selfies, Stagefotos und Make-Up Ideen der ganzen Schwermetall- und Schwarzen Szenewelt. Ob verstorbener Weltstar oder blutjunges Sleazegirl von nebenan? Wird auf diesem Account keinen Unterschied machen. In der Welt von Instagram verschwimmen die Grenzen und jeder möchte gern gesehen werden, ob er das zugibt oder nicht. Versuchen wir also doch zusammen, das umzusetzen.

bodypaint
@nafofotodesign

Wenn ein gewisses Following zustande kommt, gibt es bestimmt auch mal Hashtag-Challenges, Giveaways und Mottowochen. Irgendwie sowas. Damit es Spaß macht und euch auch weiter bringt.

Ist wohl überflüssig zu sagen, dass ihr bitte alle jetzt sofort we_are_maniacs folgt… 😛

 

Merchvertrieb ohne Vorfinanzierung, mit unendlichen Farben und Motiven

–dieser Beitrag ist von Effect-Shop unterstützt–

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Wie macht ihr das eigentlich mit eurem Merch? Bei welchen Druckereien oder Onlineshops lasst ihr ihn herstellen? Bestellt und bezahlt ihr eine gewisse Anzahl erst mal selbst und verkauft dann anschließend bei euren Konzerten und über Homepage und Facebook? Oder nutzt ihr sowas wie Spreadshirt, bei dem zwar einiges übernommen und viel Promotion gemacht wird, ihr aber trotzdem euren Shop selbst anlegen müsst und der technische Einbau der Druckmotive eine Hürde darstellen kann? Würde mich freuen, wenn ihr mir selbst ein paar Erfahrungsberichte und Tipps gebt.

effect shop pherese

Ich habe nämlich auch einen Vorschlag für euch. Der nette kleine Laden „Effect-Shop – Der Online-Shop für den WOW-Effect“ kam auf mich zu und fragte, ob ich nicht ein paar Bands kennen würde, die Interesse an einem besonders bequemen Merchsystem hätten. Wenn ich euch irgendwo im Zusammenhang hiermit verlinke oder es euch schicke, ist das ein Vorschlag, kein Muss 🙂

Effect-Shop bietet einerseits einzelnen Personen oder Gruppen wie Abijahrgängen und Sportvereinen die Möglichkeit, ganz individuell Shirts und Pullover zu gestalten und zu bestellen. Das sind dann meist einmalige Geschichten. Für Bands eignet sich eher die Option eines „Partner-Shops“. Davon gibt es zwei Versionen, die light und die full-service Version. Der wird natürlich für euch eingerichtet, ihr müsst nixx programmieren können.
Die light-Version macht dann Sinn, wenn ihr schon einen Shop habt, in dem ihr zum Beispiel CDs und Shirts aus den Zeiten älterer Alben anbietet und jetzt neue Motive drucken lassen wollt. Dann bestellt der Fan bei euch im Bandshop und ihr bestellt dann im Partnershop bei Effect was aus eurem eigenen Sortiment aber mit abweichender Lieferadresse. Sprich: keine 500 Shirts, die alle bei euch im Proberaum vergammeln und bei denen ihr immer ein bisschen Angst habt, sie nicht loszuwerden sowie kein nerviger Versand, bei dem ihr selbst zur Post rennen müsst. Trotzdem müsst ihr keinen zweiten Bandshop haben, was ja immerhin eure Fans und Freunde verwirrt.
In der full-service-Version ist es dann natürlich das Vollprogramm. Da schickt ihr dem Effect-Shop nur euer Motiv und macht die Werbung.

effect shop zoom

Unendliche Farben und Motive sind deshalb möglich, weil kein Sieb- sondern Vollfarbdruckverfahren verwendet wird und da immer nur on demand bestellt wird, könnt ihr theoretisch auch gleich 999 Motive auf einmal digital einsenden, die je nach Fanwunsch gedruckt werden. Das macht es im Endeffekt etwas teurer, aber ihr müsst nirgendwo in Vorkasse gehen und eure Fans müssen nicht warten, bis ihr mal wieder genug Tüten und Kartons für den Versand von 20 Einzelteilen zusammen habt.

effect shop band shirts

Wenn ihr Bock drauf habt, meldet euch unter diesem Kontaktformular.

Oh, und ich bin auch noch auf der Suche nach Merchboys und Ladies, die ein paar Anekdoten von coolen Konzerten erzählen können. Wie lebt es sich so, „mit den Bands on Tour“? Wer meint, dass er ein wahres Verkaufstalent ist? 😛

LG
Eure Bandshirts liebende Foxxy

zunge raus

 

 

Blogparade: 5 Blogs, die ich lese

Michi Seiler hat auf seiner Seite (auf der es viele Film- und Buchrezensionen gibt, falls jemand interessiert ist) eine Blogparade gestartet. Das Motto: „5 Blogs, die ich lese“. Eine der fünf Webseiten, die er aufgezählt hat – ist meine! 😀 *freu*
Danke dafür Michi! Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich ebenso, an dieser so simplen wie genialen Parade teilnehmen zu können. Andere Blogger sind weiterhin herzlich eingeladen, mitzumachen.

Ich muss zugeben, dass es nur wenige Seiten gibt, die ich wirklich regelmäßig lese. Ich klicke mich auch mal wild durch die Beiträge in den zahlreichen Gruppen, einfach um nach Inspirationen und Meinungen Ausschau zu halten.
Trotzdem durfte ich inzwischen einige super nette Schreiberlinge kennen lernen, und es tut mir unglaublich leid, dass ich ein paar von diesen hier nicht ausführlicher vorstellen werde. Ich musste mich halt für fünf Stück entscheiden. Schaut doch also auch mal bei Criticalpixie, Bezirzt, Seppo und Countess von Hellfire bzw. dem EMP Blog vorbei ❤

Nun die 5 Blogs, die es ins Ranking geschafft haben:

Annika Moon

annika moon

Annika und ihren Blog habe ich ganz zu Beginn meiner Zeit als Karla schon einmal vorgestellt. An ihrer Page liebe ich vor allem den Look und den Gesamteindruck, den sie als Person hinterlässt. Annika sieht einzigartig aus, was sie mit den knalligen dunklen Lippenstiftfarben umso mehr betont. Sie schießt sich nicht auf ein Thema fest, schafft es aber trotzdem, einen roten (oder viel eher schwarzen) Faden durch ihre Präsenz zu ziehen. Sie hat einen Charakter, der fürs Bloggen wie gemacht ist. Ihre Themen: Filme und Serien, Düstere Orte, Beautykram, Klamotten und Accessoires, Lifestyle und Kolumne. Außerdem ist sie Veganerin und schreibt Rezepttipps im zweiten Blog Moon Spoon. Vom Logo, Look, dem Aufbau der Page… – obwohl es kein großer Blog ist, sehr professionell und genau der alternative Kram, den ich auch mag.

Sue loves NYC

suelovesnyc

Sue habe ich entdeckt, weil sie in einer Liste mit Bloggern genannt wird, die mal an der Universität Mannheim studiert haben. Mich hat es einfach interessiert, wer hier so aus der Gegend kommt und was Ähnliches macht. Sues Blog liebe ich weil er 1. auch richtig cool aussieht und mich ihre hellen Bilder in meinen Social Media Feeds jedes Mal aufmerksam machen, 2. weil sie sich als Bloggerin und Redakteurin selbstständig gemacht hat und viele Einblicke in die Vor- und Nachteile gibt und 3. weil ich den Big Apple mindestens genauso sehr liebe wie sie. Okay, vielleicht nicht ganz so doll, dass ich meinen Blog danach benenne… aber New York City ist und bleibt meine Traumstadt und daher lese ist total gerne, was Sue über die City und ihren Alltag als Journalistin schreibt. PS: Sie heiratet wohl bald 😉

Comebackstage

comebackstage

War klar, dass ich Ornella und ihren Musikblog erwähnen musste, oder? Eigentlich müssten wir eine gemeinsame Seite gründen, die dann „Foxbackstage“ heißt oder so… Sie und ich haben viel gemeinsam, tauschen uns inzwischen über die privatesten Sachen aus und inspirieren und helfen uns immer wieder gegenseitig. Wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein gemeinsames Interview.
Ornella liebt die selbe Musik wie ich und hat sich vor allem an Steel Panther einen Narren gefressen. Sie interviewt gerne „ältere Männer mit langen Haaren“ und ist technisch besser ausgestattet als ich – wodurch sie ihre Interviews filmen und auf Youtube hochladen kann. Wer also lesefaul ist, dem sei Comebackstage besonders ans Herz gelegt. Es gibt aber auch immer mehr Kolumnen-artige Artikel. Zuletzt einer darüber, wie Musik Menschen miteinander verbindet und zu Liebespaaren machen kann. Ich komme natürlich auch drin vor ❤

Frühmorgens

fruehmorgens

Ariane von Frühmorgens (oder Fruehmorgens, je nach Plattform) durfte ich vor ein paar Wochen in Mannheim begrüßen und habe einen kleinen Podcast mit ihr für euch aufgenommen. Ihren Blog lese ich, weil sie über das schreibt, was ich in der Popakademie lerne. Über Networking, Medien, Pressearbeit, die Aufgaben von Newcomer Bands, Effizienz im Arbeitsalltag, Konzerte,… Sie hat einen lustigen Werdegang, denn ursprünglich hat sie Physiotherapie gelernt. Zu einem Stuttgarter Indie Label kam sie durch Zufall und nun wird sie Coach für Bands, die sich noch nicht so gut mit den Businessseiten der Musikwelt auskennen. So leset und lernet!

I Am Metal Heart

metal heart

Die überwiegende Mehrheit der (weiblichen) Blogger schreibt über Food, Fashion, Beauty und Travel. Es gibt noch einige Produkttester, Bücherwürmer und Elternblogger – aber Heavy Metal?! Eher dünn besiedelt. So wie man sich eine ‚klassische Influencerin‘ vorstellt, sind nur die wenigsten Metalmädels. Eine hat es geschafft: Carina mit ihrer Seite I Am Metal Heart. Sie darf Band Shirts tragen und sich damit vor Hauswänden fotografieren ohne, dass es gestellt aussieht. Sie trifft sich mit anderen Bloggerinnen aus ihrer Umgebung (sie wohnt in der Schweiz) und vor allen Dingen: Sie schreibt auf Englisch! Das macht I Am Metalheart international und edel wie sonst keinen „Musikblog“. Auch sie weiß einfach, wie man gute Bilder macht und den eigenen Stil hinaus in diese Welt bringt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen neues Lesefutter geben.
xoxo
Foxxy

Selbstständig als Bandcoach? Podcast mit Frühmorgens.

 

fruehmorgens-titelbild-2Jede Band, die es zu etwas bringen will, hat andere Ziele, einen anderen Charakter, eine andere Zielgruppe. Aber letztlich wollen sie doch alle nur eins: dass man sie hört.

fruehmorgens ariane

Ariane Schröder, ein kleines Multitalent im Bereich der Musikwirtschaft, steckt mitten im Prozess, sich selbstständig zu machen – als Coach für Musiker, die ihnen beibringt, wie man sich durch den Businessdschungel schlägt. Beispielthemen: „Vorbereitung auf Gespräche bei Kooperationspartnern (Label, Booker,…)“, „Kommunikationstraining – Wie erreiche ich meine Zielgruppe?“ oder „Organisation und Selbstmanagement – Das Leben im Griff“. Sie wünscht sich, dass auch Newcomer hörbar werden und möchte jede Band so individuell beraten, wie es nötig ist. Dennoch gibt sie auch Gruppenkurse und kann sich die Beschäftigung an einer Lehrstelle vorstellen. In welche Richtungen sich das Coaching später noch bewegen wird, ist offen – wie so vieles in Arianes spontanem, vom Zufall geprägten Leben!

Ich habe die Coachin, Moderatorin, Indie Label-Teilzeit-Angestellte und Bloggerin an diesem viel zu kalten Aprilsonntag in Mannheim getroffen. Eigentlich wollte ich das Interview mit ihr im Burger Restaurant Lenok’s aufnehmen… doch genau das, was wir so lieben, die Musik, war zu laut. Deswegen mussten wir nach dem Essen noch draußen auf den kalten, an die Tische geketteten Stühlen sitzen.

fruehmorgens-moderatorin

Auch wenn es nichts mit dem Thema zu tun hat und wir entgegen jeder Erwartung keine Bilder von unserem Essen gemacht haben, ist das Lenok’s zu empfehlen. Ich habe es tatsächlich durch seine Bilder entdeckt, die wie für „Internetmenschen“ gemacht sind. Wollte nun schon länger mal dort hin.
PS: Natürlich gibt es dort einen Spezial Einhorn Shake 😉

–> Frühmorgens – Blog / Homepage

 

Viel Spaß mit unserem Geschwätz auf offener Straße in den Mannheimer Quadraten.
Vielleicht habt ihr ja Bock, euch weiter über Ariana und ihr Angebot zu informieren.


 

Und aus Spaß noch ein paar Bilder vom Burgerladen:

Instagram ist wie eine High School in den USA…

peace
#prom #dress #exchangestudents #meandthegirls

Wenn ich eine Sache in den USA, wo ich das 11. Schuljahr als Gastschülerin verbracht habe, lernen konnte, dann, dass jedes Klischee, das man in den High School Filmen und Serien sieht, wahr ist. JEDES!
Ja, ich war eine von denen, die es in der Schulzeit in die Ferne gezogen hat und die schon immer sehr selbstständig waren. Ganz einfach war das High School Jahr letztlich nicht, aber heute soll es um eine fast schon soziologisch fundierte Beobachtung gehen, auf die ich sehr stolz und gleichzeitig etwas schockiert darüber bin.

tennis team
#sports #tennis #blueridgetigers #bbqfun #bestteamever

Alltag in einer High School.

Es gibt die Cheerleader und die Basketballer, die Pfadfinder und die Marching Band. Ständig geht es darum, dass irgendwo der eigene Name mit Sternchen an der Wand steht. Es kommt in der Mensa zu Prügeleien (meistens zwischen eifersüchtigen Mädchen), alle fahren mit gelben Bussen an und an der Innenseite der Spinte hängen Bilder von Freunden. Jeder ist in einer AG und definiert sich darüber. Mädels werden ungewollt schwanger, glauben aber immer noch, dass Maria ihren Jesus jungfräulich bekommen hat. Es gibt den großen Prom, Homecoming, Schönheits- und Talentwettbewerbe, eine Theatergruppe, für jedes Projekt Castings, die absurdesten Schulfächer, in jedem Raum hängt eine US-Flagge, die Tests sind Multiple Choice, Schüler treffen sich nach dem Unterricht im Fitnessraum und Freitags abends beim Football Spiel rennen die Maskottchen herum. Nenne mir irgendein Klischee – und ich sage dir, dass es stimmt!

baseball
#baseball #greenville #homerun

Eine super Gelegenheit, euch mal ein paar uralte Bilder aus South Carolina, Amerika zu zeigen.

Nur was hat das jetzt mit Instagram zu tun?

Mir ist aufgefallen, dass nirgendwo so schnell Followerzahlen steigen und sinken wie bei Instagram. Typischerweise läuft es so: Man postet einmal ein Bild, das man schön findet, vielleicht weil eine Katze mit drauf ist. Dann setzt man natürlich ein paar Hashtags, die mit Katzen zu tun haben. Nach wenigen Sekunden folgen einem unzählige Profile, die sich nur mit süßen flauschigen Tieren beschäftigen. Weil sie denken, man liebe Katzen (oder ist eine..) und würde ihnen sofort zurück folgen. Nach spätestens ein paar Tagen, wenn dein nächstes Foto kommt, merken sie: Du bist Gitarristin! Das passt doch nicht mehr so ganz zum ihrem Feed, ein Gegenfollow können sie kaum noch erwarten und schon bist du wieder weg aus ihrer Aboliste.
So in etwa läuft das eigentlich bei jedem Thema, das im eigenen Leben einmal vorkommt und dann nie wieder.

photography
#beauty #whitedress #model #senioryear

Ähnlich war es in den USA. Wenn du dort ankommst und sagst, du bist Austauschschülerin aus Deutschland, dann kommen hunderte Fragen. Jeder interessiert sich plötzlich für dein Heimatland und Europa, findet dich toll und super exotisch. Es kommen mehr und weniger informierte oder logische Fragen. Wie: „Warst du schon mal auf dem Okotoberfest?“ oder „in Amsterdam / auf dem Eifellturm?“ „Habt ihr da auch Autos aus anderen Ländern?“, „Lebt Hitler noch?“, „Bist du mit dem Schiff gekommen?“ oder, immer noch mein Favorit: „Ist Deutschland ein Staat von Kanada??“
Ja, die Amis sind, was Geographie und andere Länder angeht, nicht so bewandert… Jedenfalls haben viele ihr Heimatland noch nie verlassen. Den Vergleich zu den Followern bei Instagram ziehe ich, weil das Interesse der anderen Schüler genauso schnell wie es gekommen ist, auch wieder verschwindet. Sie wissen, dass du eh nur für kurze Zeit da bist. Wozu also eine Freundschaft aufbauen? Entweder du passt perfekt zu ihnen (dann bleiben sie deine ‚Follower‘) oder sie haben keine Fragen mehr über Deutschland, merken, dass du auch nicht mehr darüber zu erzählen hast und wenden sich wieder ab.

car ride
#joyride #summer #girls

#richbitch #funtimes #blessed

Wem die Schüler aber immer hinterher laufen, das sind die eh schon beliebten Leute. Oder denen, die makellos aussehen. Es ist wirklich so…. wie auf der Fotoplattform. Entweder du bist schon Wer, dann suchen alle gezielt nach deinem Namen und wollen jeden Mist aus deinem Leben wissen. Vielleicht wollen sie sogar das selbe Klopapier wie du kaufen.
Oder du schaffst es, dich und dein Leben so gekonnt zu inszenieren, so perfekt durchzustylen und auf ein Image zuzuschneiden, dass sie dir dadurch in Massen nachlaufen. Du hast alles, du kannst alles, du kennst jeden und du warst überall dabei. Wenn du den Gang entlang kommst, weichen dir die schüchternen Kids nach links und rechts aus und sie beneiden dich für deine Schuhe und deine Handtasche. Dann hast du Insta / High School Fame.

Dann gibt es noch die Kreativen, die wirklich etwas zu bieten haben, deren Output aber rein optisch ist. Friseure, Designer, Make Up-Artists, Konditoren. Alles, was schön aussieht. Dazu habe ich kein genaues Äquivalent aus der Blue Ridge High School, aber es ist einfach alles etwas oberflächlicher und gehaltloser. Tatsache ist, dass sich gleich und gleich gerne gesellt. Nirgendwo sitzen die Menschen so streng nach Hobby und Talent oder sozialem Ansehen getrennt wie in einer Amerikanischen Mensa. Das hält dann auch. Genau wie ‚echte‘ Follower auf Instagram, die wirklich deine Interessen teilen.

pink black dream car
#cadillac #cargoals #bling

Werde ich jetzt beleidigt meinen Account löschen? Niemals! 🙂 Viel zu gerne scrolle ich sinnlos durch meinen Feed, spioniere Freunde und kleine Sternchen und stelle Fotos online, die mir gefallen. Mein Feed bleibt auch so natürlich ungleichmäßig wie er ist. Ich kann euch aber sagen, dass es dadurch – gerade als Band – nicht leicht ist, durch diese Social Media Plattform neue Fans zu gewinnen. Bereits treue Fans zu halten funktioniert gut. Die wollen Fotos aus dem Backstage und von euch zuhause sehen, auch wenn jedes einen anderen Filter und andere Sonneneinstrahlung hat und es darf sogar mal eins verpixelt sein. Alleine dadurch berühmt zu werden, wird aber nicht ohne Weiteres funktionieren. Da sei euch eher YouTube ans Herz gelegt, oder je nach Genre Soundcloud.
Blogger wie ich können den Instalook theoretisch perfektionieren. Allerdings müssen sie dann eben ihr gesamtes Leben (oder zumindest den Schein davon) anpassen. Ist mir persönlich dann doch zu künstlich.
Was ich noch jedem empfehlen kann, der nicht genau so schnell Follower verlieren wie sammeln will, denn das ist wirklich frustrierend: Benutzt nur Hashtags, die wirklich mit eurem Thema oder eurem Unternehmen zu tun haben. Ihr habt Geburtstag und postet #cake? Dann habt ihr zehn Sekunden später lauter Bäcker und Kochbuchschreiber, die euch folgen. Dabei seid ihr tourender Roadie, der sich vom Catering ernährt….. Das bringt irgendwie keinem was.

april 008
#sister #home #dogs

In den United States of America macht man sich außerdem schon beim ersten Sehen tausend Komplimente, doch nicht alle davon sind ernst gemeint.
Kommt einem auch irgendwie bekannt vor, oder?
„Awesome!“, „Great“, „Good Job“, „Beautiful <3“, klatschende Hände und erhobene Daumen. Ich sage nur: God bless Instagram.

Cheers! Eure Foxxy
(die hier eine Katze ist, weil Halloween war)

PS: Kaufen bringt auch nichts, selber Effekt :-*

kitty cosplay

 

The Experiment:

CeBIT (#rtb17) & Musikmesse Frankfurt – eure Erfahrungen

europaallee

Hey Leute, ich vermute, an so einem Wochenende wollt ihr das schöne Wetter draußen genießen. Es gibt aber nicht nur die Möglichkeit, faul an Flussufern herumzusitzen und zu grillen – man kann in dieser Zeit des Jahres auch auf super viele Messen, Conventions und Konferenzen gehen. Letzte Woche ging die CeBIT in Hannover zu Ende, nächste Woche startet die Musikmesse in Frankfurt und ich befinde mich im Moment sowohl zeitlich als auch thematisch genau dazwischen.

cebit screenshot rtb

Auf die CeBIT werde ich nächstes Jahr auf alle Fälle gehen. Dieses Jahr habe ich zu spät erfahren, dass es im Rahmen dieser großen und wichtigen Technikmesse eine Veranstaltung namens Rock the Blog gibt! Unter dem Hashtag #rtb17 findet ihr zur Zeit überall Impressionen vom Freitag, den 24. März. 800 Besucher sollen laut Veranstalter da gewesen sein. Mich würde interessieren, ob welche von euch darunter gewesen sind. Wie waren eure Eindrücke?
Ich habe mir in den letzten Tagen schon einige Key Notes und Interviews angesehen (gibt es alle in der MEDIATHEK) und bin mir noch nicht ganz sicher: Die Themen sind super, top aktuell, größtenteils tolle Speaker und Informationen aus erster Hand. Infos, die nicht auf Halbwissen von Anfängern basieren. Da Sprechen die Agenturen, die Langzeitblogger und die Juristen selbst. Allein schon deswegen, und weil es bestimmt eine super Möglichkeit zum Netzwerken ist, möchte ich da 2018 auf jeden Fall hin.
Doch was herrschte dort in Hannover für eine Atmosphäre? Nach den Vorträgen werden häufig wenige Fragen gestellt, sie kommen nur mühsam, es wirkt ruhig und gerade bei den Videos vom letzten Jahr kommen mir die Stuhlreihen oft nur halb gefüllt vor. Muss diese Veranstaltung erst wachsen und das Thema an Relevanz gewinnen? Oder herrscht da – wie leider auch auf vielen Blogs… – mehr Schein als Sein? Oder trügt der Schein gar und es war der absolute lebhafte Hammer? Kann ja sein 🙂

Liebe Blogger und sonstige Rock the Blog Gäste, ihr seid aufgerufen, von der echten Situation vor Ort zu erzählen!
Nächstes Jahr wird die CeBIT übrigens vom 11. bis 15. Juni (nicht mehr im März!) stattfinden und soll mehr einem Open Air Festival der Digitalisierung gleichen als einer trockenen Ausstellungsmesse.

becks stage

Und die Musikmesse? Die findet kommendes Wochenende in Frankfurt am Main statt. Letztes Jahr war ich dort, das war eine der ersten Presseakkreditierungen für meinen Blog. Begleitet hat mich mein Freund und vor Ort haben wir noch ein paar Freunde getroffen. Ein schönes Erlebnis und eine Sache, die ich Leben mal gemacht haben musste. Es haben diverse Bands gespielt (wir haben z.B. Jupiter Jones gesehen), es gab einen Street Food Market, es spielen immer mal wieder Starmusiker im wirklich aller engsten Kreise vor ihren Fans… aber insgesamt richtete sich diese Messe fast nur an praktizierende Musiker. Das bin ich eben nicht. Ich glaube, ich hatte mir mehr ein Event Richtung Reeperbahn Festival erhofft. Bei dem die komplette Branche anwesend ist, ihre Stände hat, man Newcomer und Geschäftspartner entdeckt und sich ein Netzwerk aufbauen kann, auch wenn man wie ich weder musiziert noch ein Studio betreibt oder Klaviere verkauft.

nikki strings
Bass Strings by Nikki

Wie sind eure (nun geht es eher an die Musiker/Musikbegeisterten als an die Blogger) Eindrücke von der Musikmesse? Lohnt es sich, das angeschlossene Festival zu besuchen, bei dem Bands in der ganzen Stadt spielen? Wie eng sind diese kleinen Shows mit den Ausstellungen auf dem Messegelände verbunden? Was war vielleicht euer Highlight bei bisherigen Besuchen? Würde sich für mich ein Spontanbesuch ohne Presseausweis lohnen weil es eben doch noch die eine Ecke gibt, in der sich Booker, Marketer und A&Rs treffen? Helft mir (und vielleicht ein paar anderen Unentschlossenen)!

Hier geht’s zum Beitrag zur Musikmesse vom letzten Jahr.

 

PS: Beim Future Music Camp in der PopAkademie werde ich in einer Gruppe sein, die etwas zum Thema „Virtual Reality – Die Zukunft der Musikvideos?“ vorstellt und Dank meines Freundes Jizzy werde ich vielleicht irgendwann in Zukunft auch die Gamescom besuchen.
Dann fehlen ja nur noch besagtes Reeperbahn Festival und SXSW auf meiner Wunschliste…

 

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