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Music, the Bizz & Rock'n'Roll

by Karla the Fox

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Mixxed Sh*t

Musik meets Fotografie meets Mannheim | Worldrecords by Kai Schäfer

worldrecords wohnzimmer

Was für ein Titel… aber viel kürzer könnte ich es nicht fassen, denn bei dieser Aktion trifft so einiges aufeinander.
Vor einigen Wochen hatte ich schon mal von einem Projekt gesprochen, an dem ich in der Musikstadt Mannheim an der Popakademie mitarbeite. Da standen viele Dinge jedoch noch nicht fest und ich konnte euch somit leider nur grob sagen, worum es geht. Jetzt nimmt das Event, bei dem weltberühmte Musikalben als Fotografiekunst ausgestellt werden, Form an!

Den Künstler Kai Schäfer habe ich euch ebenfalls schon kurz im ersten Artikel vorgestellt. Endlich gibt es einen exklusiven Instagram Account für seine Bilderserie! Folgt ihm von Anfang an und ihr werdet all die großen Alben der Weltgeschichte sehen, die Kai auf seinen sorgfältig ausgewählten Plattenspielern ablichtet. Gibt es bei euch denn dieses eine Album, das euch auf besondere Weise im Leben begleitet und das ihr gerne völlig überdimensioniert an der Wand hängen hättet? Bei mir wäre das vermutlich Dr. Feelgood von der Crüe ^^ Aber dann bitte auch mit Unterschrift, so wie Kai sie immer wieder gerne von den Musikern auf den Bildern sammelt. Ihr werdet nicht glauben, wen der schon alles dazu gebracht hat, seine Fotos zu signieren…

worldrecord pink floyd bullerei

Am Montag, 26. Juni 2017 werden wir die Ausstellung der Bilder in Mannheim eröffnen. Sie werden im OhJulia, hängen, einem noch jungen Restaurant in der Mannheimer Innenstadt, direkt im Shoppingcenter Q6Q7. Die haben echt leckeres selbst gebackenes Brot und so, kann man also auch nur empfehlen 😉 Wer als Pressevertreter zur Vernissage kommen möchte, kann sich gerne melden.

Wegen seiner eigenen Arbeit an einem neuen Album wird er leider nicht vor Ort sein können – doch Cro, bekannt als der junge Herr mit der Pandamaske, wird seine „MTV Unplugged“ Platte für ein neues Foto zur Verfügung stellen. Dieses wird nach der Ausstellung für einen guten Zweck versteigert, voraussichtlich geht der Erlös an Viva con Agua.
Ich weiß, mein Blog vertritt nicht unbedingt den Musikstil, den Cro macht, aber er bewegt sich mit seinem neuen Album scheinbar in eine erwachsenere, nachdenklichere Richtung. Die ersten Singles „Unendlichkeit“ und „Baum“ sind seit 1. Juni überall zu hören.

worldrecords joy devision

ohjulia food
Foto von der Facebookseite des OhJulia, Mannheim geklaut 🙂 Lecker!

Wer Fragen zu der ganzen Sache hat, kann mir gerne schreiben. Vielleicht möchte ja sogar jemand eines der Bilder kaufen oder ein eigenes in Auftrag geben. Dann am besten den Künstler selbst kontaktieren –> http://www.worldrecords.me/
Wer nur mal gucken will, kann noch eine ganze Weile ins OhJulia, kommen. Die Fotos werden für mehrere Wochen dort bleiben. Und für wen Mannheim zu weit ist, der kann sich ja immerhin mal auf Facebook und mit der Zeit auf Instagram umsehen. Es sind immerhin die Liste der 500 besten Alben aller Zeiten, von der Kai sich in seiner Arbeit leiten lässt…

Hier geht’s zum Facebook Event.

 

 

„Ich in Gelb“. Ein Buch, das Blogger (nicht) lesen sollten

Pressefoto Marilyn Manson (https://elclubdelrock.com/2015/01/05/efemerides-rock-un-dia-como-hoy-05-de-enero/)

marilyn-manson

Könntet ihr euch eine Freakshow ansehen?

Ich meine nicht die Freakshow, die jeden Tag bei euch vor der Tür stattfindet.

Oder. Vielleicht auch doch.

Ich habe ein Buch gefunden. Wollte, weil mich dieses ganze Universum so interessiert, vielleicht mal eine Studienarbeit über die Blogosphere schreiben. Und halt einfach Bescheid wissen, wie andere sie sehen.
Also habe ich mir ein Buch bestellt. Gebraucht, vom Preis kaum der Rede wert. Aber das Buch selbst schien vieler Reden wert zu sein. Es heißt „Ich in Gelb„, ist geschrieben von Olga Flor (von der ich zuvor nie ein Wort gehört hatte) und angeblich ist es die Geschichte der jüngsten Fashion Bloggerin der Szene.
Erste Alarmglocke: Da gibt’s doch schon das mit Anouk on the Brink… aber das ist ja autobiographisch. Das hier ist fiktiv.

Mein erster Eindruck: Du darfst dieses Buch nicht lesen, wenn du müde bist. Dann verstehst du gar nichts. Auch dann nicht, wenn du Axolotl Roadkill geliebt hast und Faust freiwillig gelesen und Shakespeare in die Haut geritzt hast. So wie bei mir.

ich in gelb lesen
Sehen Farben für uns alle gleich aus? Eine Frage aus dem Buch.

Für unsere Sonnenschein Coachella Mädchen: Lasst die Finger von.
Nicht nur scheint Alice, die Protagonistin, die sich das Alias nextGirl gibt, hin und wieder gegen genau dieses Milieu Stiche zu verteilen..
… das Buch hat auch nicht das Geringste mit dem zu tun, was in dieser Zeit ein Blog ist.

Vielleicht vor fast zehn Jahren noch, als das nichts weiter als Internettagebücher waren. Vielleicht wurden sie von wem gelesen, vielleicht aber auch nicht. Hat niemand gejuckt. Man war nur selbst stolz auf das, was man schrieb.

„Ich in Gelb“ ist eine Freakshow.

Eine, wie Marilyn und Nikki sie lieben würden. Habt ihr „The Long Hard Road Out Of Hell“ gelesen? Oder „This Is Gonna Hurt„?

Der einzige Grund, warum ich nach einem Abend, an dem ich eigentlich zu müde für diese Art von Sätzen war, weiter gelesen habe war der, dass man es bei Tageslicht und vollem Bewusstsein schon eher verstand. Mich interessierte auch brennend, wie dieser Wurm beschrieben wurde. Der ist fast die Hauptperson in diesem „Roman“, der kaum einer ist.

Japan.#Leica #noctilux #nikkisixxphotography #streetphotography

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Und ich habe noch nie eine so einfühlsame Passage über eine Darmspiegelung gelesen wie in diesem Buch. Eine Darmspiegelung bei einem Model, das selbst nicht weiß, ob sie nun magersüchtig ist oder sein will oder gar sein muss. Sie hat im Verlauf der rückwärts erzählten Story (wie Blogbeiträge, die nach unten rutschen) ohnehin die bizarrste Form angenommen, die ein Mensch annehmen kann. Sie nennen sie „das Menschtierhybrid“.

Bin ich irgendwie auch.

Weil ich behaupte, ein Fuchs zu sein.
Um Werwolfmenschen geht’s in „Ich in Gelb“ auch kurz. Menschen, die sehr selten sind und immer negativ auffallen werden. Wirklich arme Hunde, möchte man meinen.
Doch heute? Da will jeder Hundohren und Schnauzen haben und Fell überall, weil es cool ist. Nach kurzer Zeit verschwindet der Eindruck ja eh wieder.

ich in gelb freakshow
Sähe ich wirklich so aus, wäre ich sehr hässlich. Würde die Gesellschaft sagen.

Die Kritiker sagen, es geht um den Ausdruck der Wunderwelt, in der wir leben. Die fängt bei den einfachsten, primitivsten und für uns ekelhaftesten Tierformen an, wie Quallen, Würmer und Korallen; und enden tut die Wunderwelt gerade bei uns Menschen, die im Netz und auf Bildern sein können, wer oder was sie wollen. Photoshop kann das, was der Wurm mit dem Model macht in 1,8 Sekunden. Wette ich. Man muss halt nur wissen wie.

nextGirl heißt Alice. Wie Alice im Wunderland.
Mir fällt Alice Cooper ein. Der hätte das Buch, zumindest seinen Geist, auch gefeiert. Aber im Klappentext steht was von Modebloggerin.
Bilder gibt’s schon. Mit Treppen, Türen und Cafés haben die aber nichts zu tun. Ich glaube, man sieht nextGirl bis zum Ende nicht, das Model auch nicht und auch nicht ein einziges Outfit, das sie einem vorschlägt. Sie erwähnt Hüte und Bademoden und, dass wenn nichts mehr geht, man immer noch einkaufen und entspannen kann. Oder, dass man auf Partys am besten seine neusten Zusammenstellungen präsentieren kann. Doch mit keinem Wort wird erwähnt, wie diese aussehen.

Das Buch ist nichts für Lippglosslover. Ich kann aber auch nicht sagen, für wen es ist. Es ist eine einzige Abstraktion von… von was eigentlich? Kleine Seitenhiebe auf unsere Popkultur inklusive. Wenn man sie denn findet. Mich stört nur, dass alle Leser und die eigentlich zwei Schreiber des Blogs die gleiche Sprache sprechen. Alle sind sie gleich philosophisch und lassen das auch demonstrativ raushängen.

Message: Schönheit, aber auch Sinn und Zweck einer Sache liegen im Auge des Betrachters.

Fertig gelesen habe ich es noch nicht.
Gelb ist jedenfalls das neue Schwarz. Aber es ist bitter und schwierig.

We’re all mad here.

minion
Ich, einfach unverbesserlich? Oder bin das auch Ich in Gelb? Banana!

 

Blogparade: 5 Blogs, die ich lese

Michi Seiler hat auf seiner Seite (auf der es viele Film- und Buchrezensionen gibt, falls jemand interessiert ist) eine Blogparade gestartet. Das Motto: „5 Blogs, die ich lese“. Eine der fünf Webseiten, die er aufgezählt hat – ist meine! 😀 *freu*
Danke dafür Michi! Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich ebenso, an dieser so simplen wie genialen Parade teilnehmen zu können. Andere Blogger sind weiterhin herzlich eingeladen, mitzumachen.

Ich muss zugeben, dass es nur wenige Seiten gibt, die ich wirklich regelmäßig lese. Ich klicke mich auch mal wild durch die Beiträge in den zahlreichen Gruppen, einfach um nach Inspirationen und Meinungen Ausschau zu halten.
Trotzdem durfte ich inzwischen einige super nette Schreiberlinge kennen lernen, und es tut mir unglaublich leid, dass ich ein paar von diesen hier nicht ausführlicher vorstellen werde. Ich musste mich halt für fünf Stück entscheiden. Schaut doch also auch mal bei Criticalpixie, Bezirzt, Seppo und Countess von Hellfire bzw. dem EMP Blog vorbei ❤

Nun die 5 Blogs, die es ins Ranking geschafft haben:

Annika Moon

annika moon

Annika und ihren Blog habe ich ganz zu Beginn meiner Zeit als Karla schon einmal vorgestellt. An ihrer Page liebe ich vor allem den Look und den Gesamteindruck, den sie als Person hinterlässt. Annika sieht einzigartig aus, was sie mit den knalligen dunklen Lippenstiftfarben umso mehr betont. Sie schießt sich nicht auf ein Thema fest, schafft es aber trotzdem, einen roten (oder viel eher schwarzen) Faden durch ihre Präsenz zu ziehen. Sie hat einen Charakter, der fürs Bloggen wie gemacht ist. Ihre Themen: Filme und Serien, Düstere Orte, Beautykram, Klamotten und Accessoires, Lifestyle und Kolumne. Außerdem ist sie Veganerin und schreibt Rezepttipps im zweiten Blog Moon Spoon. Vom Logo, Look, dem Aufbau der Page… – obwohl es kein großer Blog ist, sehr professionell und genau der alternative Kram, den ich auch mag.

Sue loves NYC

suelovesnyc

Sue habe ich entdeckt, weil sie in einer Liste mit Bloggern genannt wird, die mal an der Universität Mannheim studiert haben. Mich hat es einfach interessiert, wer hier so aus der Gegend kommt und was Ähnliches macht. Sues Blog liebe ich weil er 1. auch richtig cool aussieht und mich ihre hellen Bilder in meinen Social Media Feeds jedes Mal aufmerksam machen, 2. weil sie sich als Bloggerin und Redakteurin selbstständig gemacht hat und viele Einblicke in die Vor- und Nachteile gibt und 3. weil ich den Big Apple mindestens genauso sehr liebe wie sie. Okay, vielleicht nicht ganz so doll, dass ich meinen Blog danach benenne… aber New York City ist und bleibt meine Traumstadt und daher lese ist total gerne, was Sue über die City und ihren Alltag als Journalistin schreibt. PS: Sie heiratet wohl bald 😉

Comebackstage

comebackstage

War klar, dass ich Ornella und ihren Musikblog erwähnen musste, oder? Eigentlich müssten wir eine gemeinsame Seite gründen, die dann „Foxbackstage“ heißt oder so… Sie und ich haben viel gemeinsam, tauschen uns inzwischen über die privatesten Sachen aus und inspirieren und helfen uns immer wieder gegenseitig. Wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein gemeinsames Interview.
Ornella liebt die selbe Musik wie ich und hat sich vor allem an Steel Panther einen Narren gefressen. Sie interviewt gerne „ältere Männer mit langen Haaren“ und ist technisch besser ausgestattet als ich – wodurch sie ihre Interviews filmen und auf Youtube hochladen kann. Wer also lesefaul ist, dem sei Comebackstage besonders ans Herz gelegt. Es gibt aber auch immer mehr Kolumnen-artige Artikel. Zuletzt einer darüber, wie Musik Menschen miteinander verbindet und zu Liebespaaren machen kann. Ich komme natürlich auch drin vor ❤

Frühmorgens

fruehmorgens

Ariane von Frühmorgens (oder Fruehmorgens, je nach Plattform) durfte ich vor ein paar Wochen in Mannheim begrüßen und habe einen kleinen Podcast mit ihr für euch aufgenommen. Ihren Blog lese ich, weil sie über das schreibt, was ich in der Popakademie lerne. Über Networking, Medien, Pressearbeit, die Aufgaben von Newcomer Bands, Effizienz im Arbeitsalltag, Konzerte,… Sie hat einen lustigen Werdegang, denn ursprünglich hat sie Physiotherapie gelernt. Zu einem Stuttgarter Indie Label kam sie durch Zufall und nun wird sie Coach für Bands, die sich noch nicht so gut mit den Businessseiten der Musikwelt auskennen. So leset und lernet!

I Am Metal Heart

metal heart

Die überwiegende Mehrheit der (weiblichen) Blogger schreibt über Food, Fashion, Beauty und Travel. Es gibt noch einige Produkttester, Bücherwürmer und Elternblogger – aber Heavy Metal?! Eher dünn besiedelt. So wie man sich eine ‚klassische Influencerin‘ vorstellt, sind nur die wenigsten Metalmädels. Eine hat es geschafft: Carina mit ihrer Seite I Am Metal Heart. Sie darf Band Shirts tragen und sich damit vor Hauswänden fotografieren ohne, dass es gestellt aussieht. Sie trifft sich mit anderen Bloggerinnen aus ihrer Umgebung (sie wohnt in der Schweiz) und vor allen Dingen: Sie schreibt auf Englisch! Das macht I Am Metalheart international und edel wie sonst keinen „Musikblog“. Auch sie weiß einfach, wie man gute Bilder macht und den eigenen Stil hinaus in diese Welt bringt.

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen neues Lesefutter geben.
xoxo
Foxxy

Gleich 3 coole Metal-Neuentdeckungen!

Hey ho Leute! Hasst ihr es auch so sehr wie ich, dass es einfach nicht richtig Frühling werden will? Es regnet zwar endlich nicht mehr, aber sonnig ist es auch nicht… also sitze ich in meinem Zimmer und versorge euch mit ein paar neuen Geheimtipps, die mir in den letzten Monaten „entgegen gekommen sind“. Frei nach dem ausgelutschten aber immer noch leckeren Motto #SupportTheUnderground werde ich euch heute also ein paar Empfehlungen des Hauses servieren. Guten Appetit! 😉

1. The Supernova Plasmajets

Die Supernova Plasmajets (kurz SNPJ) sind eine Band, deren Mitglieder aus der Umgebung rund um Mannheim kommen. Dass ich sie da nicht viel eher getroffen habe, muss ein unglücklicher Zufall sein. Denn diese Band ist voll Glam! Knallbunt und gut besetzt mit geschminkten hübschen Herren… Gleichzeitig sind sie eine Seltenheit der Glam Metal Szene, da sie eine Frau an vorderster Front haben und viel jünger sind als die großen 80er Bands. Sie bringen die Moderne und echte Weiblichkeit in die bunteste Spielart des Metal.

supernova

Vom Konzert in Worms habt ihr vielleicht schon ein paar Bilder gesehen und das tolle Video mit der Konfettikanone (siehe Facebook). Es ist auch die Band, von der ich die quietschpinke Schallplatte verlost habe und diese dann eigenhändig beim Gewinner ins Haus gebracht habe. Das selbstbetitelte Album hört ihr am besten mal über einen Streamingdienst Probe. Die Single „Leave Forever“ gibt’s schon etwas länger, sie ist aber nach wie vor der stärkste Part der Platte.

supernova plasmajets und karla the fox

2. Storm over Lampertheim

Tut mir echt leid, dass ich es noch immer nicht zu der monatlichen Party im hessischen Lampertheim geschafft habe. Irgenwie bin ich an den Wochenenden immer auf Geburtstagen oder bei meinem Freund in Paderborn oder auf größeren Festivals und Konzerten…. es ist einfach der Wurm drin. Und doch bin ich froh, dass es so eine Metalparty in meiner allernächsten Nähe gibt. RoFa, Rockpalast und Co. sind eben doch immer ein Stück Fahrt für die südhessische, badische oder pfälzer Bevölkerung und irgenwann wird sich noch der Tag ergeben, an dem ich meine Leute aus ganz Deutschland mit zu dieser Feier schleppe. Wenigstens ein paar von ihnen, um es kennen und lieben zu lernen.

storm over

Jeden 2. Samstag im Monat in einem liebenswerten Biergarten. Am 13. Mai steigt die nächste. Das Veranstaltungstitelbild spricht für sich und der Eintritt beträgt gerade mal 5 Euro. So who’s going?

3. Des Fest Evil

Das Fest Evil wäre eine nette kleine Alternative für alle, die nicht mit uns am Bang Your Head feiern. Es findet in Manrode, also Ostwestfalen statt und mausert sich von Jahr zu Jahr nach oben, als Verein organisiert und von vielen Sponsoren gerne unterstützt.

fest evil manrode

Weil es so lustig und zugleich traurig ist, möchte ich euch die Anfänge des Fest Evils nochmal so zitieren, wie Veranstalter Maik Scherf sie beschreibt:
Also, der ursprüngliche Start des Fest-Evils war schon im Jahr 2004 geplant. Das Problem war, die damals einzige Band musste aufgrund des Liebeskummers des Sängers kurzfristig absagen, sodass quasi ein Karaoke-Abend draus wurde. Unser Glück war, dass ich mit einem Veranstaltungstechniker (Danke Carsten!) befreundet bin. Sonst wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, ein Festival zu veranstalten. Und da mir der Metal nicht nur wunderbare Musik, sondern auch eine Lebenseinstellung gegeben hat, wollte ich auch was davon zurückgeben.
Dann dauerte noch bis 2009. Leider war mein Mitveranstalter in der Zwischenzeit verstorben (R.I.P. Manuel). Aber dann ging’s richtig rund. Weil ich durch Zufall den Gitarristen von My Cold Embrace traf, kam wieder Leben in die Idee. Auf dem ersten Fest Evil spielten dann My Cold Embrace, Hexenhammer, Dark Rage, Half Path Death und noch 4 andere Bands.

Im Verein sind derzeit insgesamt 35 Leute, mit einem Kernteam von 10 – 15 Personen, die viel von ihrer Freizeit in das Herzensprojekt reinstecken. Das Alter variiert dabei von 16 bis 50 Jahren – eine Sache, die ich persönlich so sehr an der Metalszene liebe. Sie treffen sich grob gesagt alle 2 – 3 Wochen zum Planen. Inzwischen gibt es jeden Tag mindestens eine Anfrage von Bands, die gerne bei ihnen spielen würden – gute Arbeit Jungs und Mädels!

fest evil verein

Ein Teammitglied zu seinen persönlichen Highlights im Zusammenhang mit dem Fest Evil:
Da gibt es über die Jahre verteilt Einige. Schön war es am Anfang, als es uns noch „finanziell“ nicht so gut ging, wenn Bands spontan auf Gage verzichtet haben, das hat mir viel gegeben und auch motiviert weiter zu machen. Schön war es auch zu sehen, wie sich einige Bands im Laufe der Jahre entwickelt haben und immer professioneller wurden. Da gilt meine Dank ausnahmslos allen Bands, die über die Jahre bei uns aufgetreten sind.
Der kurioseste Moment war allerdings, als am Pissoir neben mir jemand anfing wie wild sein Ding zu fotografieren. Der gute Kerl hatte einen Blog auf dem er Fotos von allen Toiletten auf denen er uriniert reinstellt – Sachen gibt’s….

Das Fest Evil bietet einen Campingplatz, auf dem man ohne Zusatzkosten übernachten kann und viele hübsche Pensionen in der ländlichen Umgebung.
Zum Abschied möchte ich euch noch ein paar persönliche Tipps und eine Danksagung von den Veranstaltern weiter geben:
Wer selbst ein Festival plant, sollte sichergehen, ob er dafür die Zeit und die Nerven hat. Es kostet nämlich einige. Auch sollte man schauen, ob in der eigenen Umgebung nicht schon eine ähnliche Veranstaltung existiert. Der Markt ist nämlich fast übersättigt. Und dann sollte man noch mit der Stadt klären, ob es irgendwelche Auflagen gibt und für die Anfangstage ein finanzielles Polster haben. Genau deswegen noch die Danksagung an das Unternehmen metaku für die großzügige Unterstützung!

festevil besucher

Bei dem sympatischen Team, das ich per Facebook kennen lernen durfte, kann es nur geil werden. Hier in aller Kürze das Line-Up erklärt:

Annisokay – junge aufsteigende sympathische Band mit ordentlich Potenzial und Wums
Nitrogods – alte Garde – Leben den Rock wie Lemmi das hört man – bodenständig Live ne Dampfwalze
Thobbe Englund – Supersympathischer Finne, Gitarrenvirtuose – neue Superscheibe mit der er sich von seinen Sabaton-Wurzel verabschiedet
Hopelezz – Der neue Dampfhammer in Sachen Trash – gehen auch gerade steil mit Top neue CD – die Kreator-Nachfolger
Torian – Super Power-Metal aus dem benachbarten Paderborn
Destillator – Stoner Rock – die erste Band aus unserem Dorf die den Sprung auf die Bühne geschafft hat!
Unvermeybar – „Mittelalter Musik“ , werden uns die Umbaupausen versüßen und zum Abschluss noch mal kurz aufspielen
Trapjaw – feinster melodiöser Death-Metal aus Bielefeld – sind noch spontan mit ins Billing gerutscht und werden den Abschluss eines hoffenltich gelungenen Fest-Evil’s bringen
Mavros – Unser Fest-Evil Host der das Pausenprogramm macht und die Bands vorstellt.

Sonst noch jemand coole Geheimtipps aus der Szene? Am liebsten würde ich sie alle kennen….

Metalgirl & Musikliebhaber über Bibi’s „How It Is (wap bap…)“

bibi screenshot

Ich durfte es in den vergangenen Tagen immer mal wieder irgendwo lesen, dass Bibi von BibisBeautyPalace jetzt „Rockstar“ wird und eine Single herausbringt. Heute kam mein Bruder dann mit einem Song an, über den er selbst nur zu lachen schien und sagte beiläufig zu mir: „Das ist Bibi.“
Ich wusste sofort, was er meinte (peinlich genug ^^) und hörte mir den Song erst mit ihm an, dann später nochmal alleine mit dem Video. Eine andere Studentin aus meinem Jahrgang stellte ihn freundlicherweise mit dem Kommentar „ein neuer Tiefpunkt“ auf Facebook und so musste ich nicht mal lange suchen…

Ich sah es mir an und wusste: Darüber muss ich eine Rezension schreiben!

Was qualifiziert mich, dass ich meine Meinung abgeben darf?
Nun, ich schreibe seit Sommer 2013 Reviews zu Alben aus dem weiteren Rock- und Metal Bereich. Ich studiere Musikbusiness und habe, auch wenn das für manche nicht immer so scheint, einen breit gefächerten Geschmack. Erst am Wochenende in Italien erzählte ich meinem Freund, dass sich auf meiner Playlist neben Foreigner, Fatal Smile und Fall Out Boy auch Eminem und Ed Sheeran finden. Ich liebe trashige 80er und 90er Partymucke. Allein schon weil Kindheitserinnerungen! Wenn Beat, Lautstärke und Lichteffekte stimmen, gehe ich mit meinen Freunden zu guter EDM Musik voll ab. Ich feiere einen wortwitzigen, ironischen Rap und genieße in einer Bar sitzend leise Jazzmusik. Ich war meine ganze Kindheit über in einem Musical-, Gospel- und Pop-Chor, kann in Sopran I und II, Alt und irgendwie auch Tenor-Stimme singen (also kleine Terz-Harmonien treffen und so) Notenlesen und auf Partyschlager in Skischuhen Discofox tanzen.
Das dürfte ja wohl reichen, hoffe ich.

Und in all den Jahren mit all diesen musikalischen Eindrücken habe ich noch nie etwas so Schlechtes erlebt wie „How It Is“ von Bianca Heinicke.

Der Gesang

Die Produzenten versuchen zu vertuschen, dass Bibi nicht singen kann, indem sie ihr eine leichte Melodielinie geben, die kaum eine ist. Nur Wiederholungen, keine Sprünge nach oben oder unten. Kein Flüstern, kein Schreien, keine langen Töne, niemand, mit dem sie ein Duett halten muss, nicht mal Emotionen muss sie herüberbringen. Außer ein wenig Jammern, das von guter Laune ersetzt wird.

Die Musik

Keine Ahnung, wer da Akustikgitarre spielt. Aber es ist so ein schönes Instrument und du hast es komplett entehrt. Viel mehr Musik gibt es nicht. Jedenfalls nichts, woran ich mich nach dem Hören noch erinnern könnte, nur so ein bisschen Geklimper. Und es sind ja so viele verschiedene Akkorde!!

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Bibi auf einer Filmpremiere. Quelle: Wikipedia

Der Text

Mag sein, dass Bibis Zielgruppe junge Mädchen im Grundschul- bis Mittelstufenalter sind, die noch nicht so gut Englisch können. Aber ich zum Beispiel war damals froh, anhand von Liedern, die mir gefallen, diese Sprache lernen zu können. Mein erster Text, den ich auswendig kannte, war übrigens „In The Shadows“ von The Rasmus. Den hab ich nicht ganz verstanden und trotzdem mit Leidenschaft mitgesungen.  
Bibi beschreibt in stumpfen, eigentlich nur aufzählenden Sätzen ihre aktuelle Lebenssituation. Die ist nicht sehr erfreulich aber auch nicht sonderlich dramatisch. Dann stellt Bibi fest, dass es ganz normal ist, was sie da fühlt und verscheucht ihre „Trauer“ mit… nun, was ist das? Einer „ich hab jetzt gute Laune und singe Schwachsinnssilben vor mich hin“-Melodie? Der Refrain hat ABSOLUT KEINEN TEXT!
Ich glaube, über die Lyrics gab es im Netz bisher die meisten Aufreger… aber sorry, der Song trägt ja auch den Untertitel „wap bap“…

Das Video

What. The. Fuck? Vong 1 Tema und der Atitjud her („Ich habe typische Mädchenprobleme und versuche aber, die Sorgen darüber zu vergessen“) erinnerte mich das Ganze ein bisschen an Taylor Swifts „Shake It Off“. Aber ein Vergleich dieser beiden Produktion wäre die schrecklichste Beleidigung gegenüber Taylor überhaupt. Die hat wenigstens Talent, echten Glamour und ein Team von hochprofessionellen Kreativen hinter sich. Das scheint Bibi nicht gefunden zu haben.
Es gibt ja nicht mal Statisten! xD Das Video selbst hat gar keine so billige Optik, da waren schon finanzielle Möglichkeiten da. Trotzdem ist es so langweilig, ideenlos, gezwungen ästhetisch und pseudo-rosa-regenbogen-magisch, dass man sie auch in die Welt der Teletubbies hätte setzen können. Eine wirkliche Story erkenne ich auch nicht, außer, dass sie von ihrem Schloss voller Glanz und Reichtum in einen Zuckerwattehimmel aufsteigt. Es gibt sogar Luftballons.

Das Konzept

Gibt es denn überhaupt eins? Zielgruppe sind eindeutig die jungen Mädels, die ihre blonde Schönheit anhimmeln als wäre sie eine allwissende Göttin. Selbst denen würde ich aber eher die Songs diverser Disneykünstlerinnen empfehlen als diesen kläglichen Versuch, der sich selbst versucht, Musik zu schimpfen. Disney vermittelt wenigstens Werte und die modernen Filme und Serien haben einen schönen Humor. Bibi vermittelt in diesem Video und Song: nichts. Ich würde ja nicht behaupten, dass ich mit 12 den ganzen Tag Dream Theater gehört habe….. aber… naja, die 1 Mio. Dislikes innerhalb von einem grandiosen Tag… die sprechen wohl für sich.  

Wenn Frau Heinicke den Girls in ihrer Pubertät und davor Tipps geben will, wie sie sich schminken und die Haare machen können, finde ich das gar nicht schlimm. Ihre Videos müssen für uns ja nicht ansprechend sein, aber sie schaden auch nicht. Einfach nicht ansehen, fertig. Unsereins holt sich halt bei Damen wie It’s Black Friday Tipps ab, wie man einen gelungenen Gothic Look kreiert oder sucht Tutorials für ein einzigartiges Corpse Paint. Ist im Grunde dasselbe. Deswegen finde ich es auch nicht tragisch, wenn Bibi einen Duschschaum auf den Markt wirft. Jeder will doch irgendwie was verdienen und was Eigenes machen…

…. aber „How It Is (wap bap…)“ ist ein Verbrechen an der Kunst, dem Internet und der Menschheit.

Viel Spaß:

Schallplatten als Foto-Kunst? (die 500 besten Alben aller Zeiten)

worldrecords eagles

Hattet ihr angenehme Ostertage? Das Wetter hielt sich ja in Grenzen.
Ich habe ein paar schöne Filme mit meinem Freund gesehen, wir waren am Frankfurter Flughafen auf dem Rollfeld und dann gab es noch ein paar Verwandtenbesuche (so typisch Ostern halt) und die Geburtstage von meinen zwei besten Mädels. Ein beschäftigtes verlängertes Wochenende also 🙂 Trotzdem muss ich mir kurz die Zeit nehmen, um an einem Projekt zu arbeiten, das wir derzeit in der Popakademie als Aufgabe gestellt bekommen haben.

Es geht um den Fotografen und Künstler Kai Schäfer. Sein großes Projekt heißt „Worldrecords – made in Germany“ und ist vom Prinzip recht simpel: Kai fotografiert Vinylschallplatten auf optisch und zeitlich dazu passenden Plattenspielern. Straight von oben, so belichtet, dass es aussieht wie gemalt und man jede einzelne Rille im Material erkennt. Diese Bilder zieht er dann auf eine überdimensionale, imposante Größe.
Obwohl das Konzept so einfach ist, ist noch niemand vor ihm auf die Idee gekommen und bis heute macht es keiner in diesem Stil nach. Manche der Werke sind von den Künstlern signiert (mitunter von Lemmy und Lars Ulrich!) und fast alle Platten, die für dieses Projekt ausgewählt werden, stehen auf der Liste Die 500 besten Alben aller Zeiten“ der Musikzeitschrift Rolling Stone.
Die einzigen Ausnahmen von der Bestenliste gibt es, wenn ein Künstler es verdient hat, dass sein Werk auf so einem Foto festgehalten wird und er es zu einem besonderen Anlass von Kai überreicht bekommt.
Viele seiner Fotos wurden auch schon privat versteigert.

worldrecords mj
The King of Pop: Michael Jackson

Die Aufgabe meiner Projektgruppe ist es, ausgewählte Bilder der Worldrecords-Sammlung in Mannheim auszustellen. Details wie Zeitpunkt und Ort werden in diesen Tagen geklärt. Jedenfalls ist es ein schönes Projekt und unsere Truppe sprudelt über vor Ideen, wie man dieses Bilderkonzept zum Beispiel durch Instagram verbreiten könnte. Dafür brauchen wir früher oder später Blogger, Musiker, Kunstliebhaber und andere Influencer, die sich für das Projekt begeistern können und eventuell Lust hätten, sich die Bilder in (Über)Lebensgröße in Mannheim anzusehen. Wir versuchen, auch dorthin bekannte Musikkünstler einzuladen, doch noch ist es ein kreativer Prozess.

worldrecords joy devision
Joy Division – Unknown Pleasures

Zuerst genügt es, zu wissen, dass es dieses Projekt überhaupt gibt. Das eröffnet die Frage: Wenn ihr es euch frei aussuchen könntet, welches Album hättet ihr gerne auf solche Weise abgelichtet? An welchem Longplayer hängen euer Herz und viele besondere Erinnerungen? Denn genau darum geht es dem Künstler. Musik und Erinnerungen optisch abzubilden und greifbar zu machen.

Wer Interesse an dem Ganzen hat, kann sich schon mal melden. Nähere Infos folgen so bald wie möglich. Bis dahin genießt die Liebe zum Detail in der Worldrecords-Sammlung by Kai Schäfer 😉

Facebook Seite: Worldrecords by Kai Schäfer

worldrecords dr.dre
Dr. Dre – The Chronic
worldrecords elvis2
Alte Sun-Aufnahmen von Elvis Presley

 

worldrecords acdc
AC/DC – Back in Black

Just to name a few examples…

 

„So viel Zeit“: als Filmkomparse nach 1987 zurück

so viel zeit komparsen

Kennt ihr diese Momente? Da kommt man nichts ahnend auf Facebook, wischt kaum zwei mal über den Bildschirm und schon bekommt man von gleich mehreren bekannten Gesichtern einen Status angezeigt, der irgendwas von „Filmset“ sagt. Auf den Bildern dazu sehen sie aber genauso aus, wie du sie kennst. Von der letzten Party.

Das ist mir vor ein paar Wochen genau so passiert. Ich habe natürlich direkt nachgefragt, was da los ist und heraus kam, dass einige meiner Freunde und Partymonium&Co.-Bekannten als Komparsen für einen Film gecastet wurden, der teilweise im Jahr 1987 spielt. Sie durften dabei als Konzertgänger bzw. Backstagegirl auftreten. „Darsteller“ Marc Van Halen bringt es auf den Punkt:

„Im Grunde wurden wir dafür bezahlt, dass wir etwas tun, was wir sowieso immer tun.“

Mal ganz ehrlich, wie geil ist das denn?! 😀

Seine Freundin, Celine Lawless, ist darauf gestoßen, als sie eine Anzeige auf der Website der WAZ gesehen hat. Gecastet wurde von der Agentur Eick. Celine: „Diese Rollen sind natürlich wie für uns gemacht, es war klar dass wir genommen werden.“
Herzlichen Glückwunsch erst mal dazu. Hätte ich das früher gewusst, ich fürchte, ich hätte es versucht.

so viel zeit 80er gruppe
Gute Laune am Set. Und so sehen typische Partymoniumgänger aus 😉

so viel zeit crew

In „So viel Zeit“ spielen echte Stars wie Jürgen Vogel, Jan Josef Liefers, Klaus Meine und Rudolf Schenker mit!

Auch Nick Romeo Reimann, den einige noch von den Wilden Kerlen als Nerv kennen dürften, ist mit von der Partie. Die Handlung des Films in Kurzform: „Er handelt von einer Band aus Bochum [Bochums Steine], die 1987 kurz vor dem Durchbruch steht. Doch es gibt Streitigkeiten untereinander, wodurch es bei einem ihrer Gigs zu einem Unfall kommt. Die Band trennt sich darauf. 30 Jahre später leidet der Gitarrist an einer tödlichen Krankheit und versucht, die Band noch einmal zusammen zu bringen.“
Produziert und gedreht wird der Film von der UFA Fiction (u.a. „Der Medicus), der Dreh wurde gerade am 5. April beendet und der Kinostart ist für Frühjahr 2018 geplant.

so viel zeit bochumer steine
„Bochums Steine“ (Quelle: UFA Fiction Pressematerial)

Celine und Marc haben treffend festgestellt, dass die Rollen und der ganze Film wie für die Monium-Crew gemacht sind. Da würde es doch fast Sinn machen, nächsten Frühling eine große Premierenparty zu veranstalten und einfach ein ganzes Kino auszubuchen…

So wurde am Set getrickst

Damit es auf dem Konzert nach mehr Publikum bzw. Komparsen aussieht, wurde kräftig mit den Kameraeinstellungen getrickst. Da musste sich die Menge auch mal von der einen in die andere Ecke der Zeche Bochum bewegen. Solche Techniken sind jedoch Gang und Gebe in der Filmbranche und daher auch nicht weiter verwerflich. Eigentlich sollten 800 Leute gecastet werden, am Ende waren es nur 300.

so viel zeit komparsen 2
Danke Celine und Marc für das Interview!

so viel zeit shannen und marco

Alle Darsteller, die keine perfekten 80s-Outfits aufweisen konnten (fast alle), wurden vom Filmteam ausgestattet. Unsere Crew hingegen fühlte sich vermutlich wie an fast jedem Wochenende, inklusive Haarspray, Kajal und Bandana.
Die Drehtage dauerten von morgens früh bis einmal abends um 11 und das andere Mal bis 3 Uhr nachts. Bezahlt wurden jeweils 150 Euro pro Tag. Es war also ein anstrengender Spaß, aber es hat sich gelohnt.
„Es war ein Festival, bloß ohne Bands“, meint Marc. „Wir hatten eine mobile Box dabei [auf der mitunter Cinderella lief] und ordentlich Stimmung gemacht.“

Oh damn it, es tut fast weh, nicht dabei gewesen zu sein.
Ich glaube, ich bin nicht die einzige hier, die unglaublich gerne mal nach 1987 zurück reisen würde…
Wenn ich mehr über den Film erfahre, setze ich euch up to date ❤

UFA Fiction – alle aktuellen Infos zu „So viel Zeit“

take me to the 80s

Instagram ist wie eine High School in den USA…

peace
#prom #dress #exchangestudents #meandthegirls

Wenn ich eine Sache in den USA, wo ich das 11. Schuljahr als Gastschülerin verbracht habe, lernen konnte, dann, dass jedes Klischee, das man in den High School Filmen und Serien sieht, wahr ist. JEDES!
Ja, ich war eine von denen, die es in der Schulzeit in die Ferne gezogen hat und die schon immer sehr selbstständig waren. Ganz einfach war das High School Jahr letztlich nicht, aber heute soll es um eine fast schon soziologisch fundierte Beobachtung gehen, auf die ich sehr stolz und gleichzeitig etwas schockiert darüber bin.

tennis team
#sports #tennis #blueridgetigers #bbqfun #bestteamever

Alltag in einer High School.

Es gibt die Cheerleader und die Basketballer, die Pfadfinder und die Marching Band. Ständig geht es darum, dass irgendwo der eigene Name mit Sternchen an der Wand steht. Es kommt in der Mensa zu Prügeleien (meistens zwischen eifersüchtigen Mädchen), alle fahren mit gelben Bussen an und an der Innenseite der Spinte hängen Bilder von Freunden. Jeder ist in einer AG und definiert sich darüber. Mädels werden ungewollt schwanger, glauben aber immer noch, dass Maria ihren Jesus jungfräulich bekommen hat. Es gibt den großen Prom, Homecoming, Schönheits- und Talentwettbewerbe, eine Theatergruppe, für jedes Projekt Castings, die absurdesten Schulfächer, in jedem Raum hängt eine US-Flagge, die Tests sind Multiple Choice, Schüler treffen sich nach dem Unterricht im Fitnessraum und Freitags abends beim Football Spiel rennen die Maskottchen herum. Nenne mir irgendein Klischee – und ich sage dir, dass es stimmt!

baseball
#baseball #greenville #homerun

Eine super Gelegenheit, euch mal ein paar uralte Bilder aus South Carolina, Amerika zu zeigen.

Nur was hat das jetzt mit Instagram zu tun?

Mir ist aufgefallen, dass nirgendwo so schnell Followerzahlen steigen und sinken wie bei Instagram. Typischerweise läuft es so: Man postet einmal ein Bild, das man schön findet, vielleicht weil eine Katze mit drauf ist. Dann setzt man natürlich ein paar Hashtags, die mit Katzen zu tun haben. Nach wenigen Sekunden folgen einem unzählige Profile, die sich nur mit süßen flauschigen Tieren beschäftigen. Weil sie denken, man liebe Katzen (oder ist eine..) und würde ihnen sofort zurück folgen. Nach spätestens ein paar Tagen, wenn dein nächstes Foto kommt, merken sie: Du bist Gitarristin! Das passt doch nicht mehr so ganz zum ihrem Feed, ein Gegenfollow können sie kaum noch erwarten und schon bist du wieder weg aus ihrer Aboliste.
So in etwa läuft das eigentlich bei jedem Thema, das im eigenen Leben einmal vorkommt und dann nie wieder.

photography
#beauty #whitedress #model #senioryear

Ähnlich war es in den USA. Wenn du dort ankommst und sagst, du bist Austauschschülerin aus Deutschland, dann kommen hunderte Fragen. Jeder interessiert sich plötzlich für dein Heimatland und Europa, findet dich toll und super exotisch. Es kommen mehr und weniger informierte oder logische Fragen. Wie: „Warst du schon mal auf dem Okotoberfest?“ oder „in Amsterdam / auf dem Eifellturm?“ „Habt ihr da auch Autos aus anderen Ländern?“, „Lebt Hitler noch?“, „Bist du mit dem Schiff gekommen?“ oder, immer noch mein Favorit: „Ist Deutschland ein Staat von Kanada??“
Ja, die Amis sind, was Geographie und andere Länder angeht, nicht so bewandert… Jedenfalls haben viele ihr Heimatland noch nie verlassen. Den Vergleich zu den Followern bei Instagram ziehe ich, weil das Interesse der anderen Schüler genauso schnell wie es gekommen ist, auch wieder verschwindet. Sie wissen, dass du eh nur für kurze Zeit da bist. Wozu also eine Freundschaft aufbauen? Entweder du passt perfekt zu ihnen (dann bleiben sie deine ‚Follower‘) oder sie haben keine Fragen mehr über Deutschland, merken, dass du auch nicht mehr darüber zu erzählen hast und wenden sich wieder ab.

car ride
#joyride #summer #girls

#richbitch #funtimes #blessed

Wem die Schüler aber immer hinterher laufen, das sind die eh schon beliebten Leute. Oder denen, die makellos aussehen. Es ist wirklich so…. wie auf der Fotoplattform. Entweder du bist schon Wer, dann suchen alle gezielt nach deinem Namen und wollen jeden Mist aus deinem Leben wissen. Vielleicht wollen sie sogar das selbe Klopapier wie du kaufen.
Oder du schaffst es, dich und dein Leben so gekonnt zu inszenieren, so perfekt durchzustylen und auf ein Image zuzuschneiden, dass sie dir dadurch in Massen nachlaufen. Du hast alles, du kannst alles, du kennst jeden und du warst überall dabei. Wenn du den Gang entlang kommst, weichen dir die schüchternen Kids nach links und rechts aus und sie beneiden dich für deine Schuhe und deine Handtasche. Dann hast du Insta / High School Fame.

Dann gibt es noch die Kreativen, die wirklich etwas zu bieten haben, deren Output aber rein optisch ist. Friseure, Designer, Make Up-Artists, Konditoren. Alles, was schön aussieht. Dazu habe ich kein genaues Äquivalent aus der Blue Ridge High School, aber es ist einfach alles etwas oberflächlicher und gehaltloser. Tatsache ist, dass sich gleich und gleich gerne gesellt. Nirgendwo sitzen die Menschen so streng nach Hobby und Talent oder sozialem Ansehen getrennt wie in einer Amerikanischen Mensa. Das hält dann auch. Genau wie ‚echte‘ Follower auf Instagram, die wirklich deine Interessen teilen.

pink black dream car
#cadillac #cargoals #bling

Werde ich jetzt beleidigt meinen Account löschen? Niemals! 🙂 Viel zu gerne scrolle ich sinnlos durch meinen Feed, spioniere Freunde und kleine Sternchen und stelle Fotos online, die mir gefallen. Mein Feed bleibt auch so natürlich ungleichmäßig wie er ist. Ich kann euch aber sagen, dass es dadurch – gerade als Band – nicht leicht ist, durch diese Social Media Plattform neue Fans zu gewinnen. Bereits treue Fans zu halten funktioniert gut. Die wollen Fotos aus dem Backstage und von euch zuhause sehen, auch wenn jedes einen anderen Filter und andere Sonneneinstrahlung hat und es darf sogar mal eins verpixelt sein. Alleine dadurch berühmt zu werden, wird aber nicht ohne Weiteres funktionieren. Da sei euch eher YouTube ans Herz gelegt, oder je nach Genre Soundcloud.
Blogger wie ich können den Instalook theoretisch perfektionieren. Allerdings müssen sie dann eben ihr gesamtes Leben (oder zumindest den Schein davon) anpassen. Ist mir persönlich dann doch zu künstlich.
Was ich noch jedem empfehlen kann, der nicht genau so schnell Follower verlieren wie sammeln will, denn das ist wirklich frustrierend: Benutzt nur Hashtags, die wirklich mit eurem Thema oder eurem Unternehmen zu tun haben. Ihr habt Geburtstag und postet #cake? Dann habt ihr zehn Sekunden später lauter Bäcker und Kochbuchschreiber, die euch folgen. Dabei seid ihr tourender Roadie, der sich vom Catering ernährt….. Das bringt irgendwie keinem was.

april 008
#sister #home #dogs

In den United States of America macht man sich außerdem schon beim ersten Sehen tausend Komplimente, doch nicht alle davon sind ernst gemeint.
Kommt einem auch irgendwie bekannt vor, oder?
„Awesome!“, „Great“, „Good Job“, „Beautiful <3“, klatschende Hände und erhobene Daumen. Ich sage nur: God bless Instagram.

Cheers! Eure Foxxy
(die hier eine Katze ist, weil Halloween war)

PS: Kaufen bringt auch nichts, selber Effekt :-*

kitty cosplay

 

The Experiment:

Neuer Lieblingsradiosender für alle Rocker

regenbogen zwei redaktion

May I introduce you to Regenbogen Zwei – Maximum Rock’n Pop!

Im letzten Sommer war er plötzlich einfach da, auf der alten Frequenz von Sunshine Live. Ich blieb zufällig beim Durchzappen hängen, und seitdem, wie soll ich sagen, höre ich auf den Wegen in der Region Odenwald – Kurpfalz am liebsten diesen neuen Joint Venture-Sender von Radio Regenbogen und besagtem Sunshine Live.

radio regenbogen logos

Grund genug, der Redaktion im Mannheimer MediaPark mal einen Besuch abzustatten. Ein bisschen Lob da zu lassen, Fragen zu stellen und euch zu erzählen, warum euch dieser Sender weiterbringt.

Wenn ihr zum Beispiel eine junge Band „von hier“ seid, dann habt ihr seit… lasst mich überlegen, vorletztem Donnerstag? die Chance, in der „Heimspiel“-Serie gesendet zu werden. Unter rock-von-hier@regenbogen.de könnt ihr euch bewerben. Wie das genau geht, erfahrt ihr aber nur, wenn ihr den Sender regelmäßig einschaltet. Die Aktion wird mehrmals am Tag promotet. Allerdings immer zu etwas anderen Uhrzeiten. Warum? Das ist eine der logischsten aber auch interessantesten Dinge, die Redakteur Mike Doetzkies mir erzählt hat: „Im Radio-Wochenplan denkt man horizontal.“
What?!
Stellt euch einen Stundenplan vor, wie in der Schule. Die Uhrzeiten des Tages verlaufen von oben nach unten, also vertikal. In eurem Alltag hört ihr Radio meistens zu den selben Zeiten, nämlich auf dem Weg zur Arbeit / Schule /… und, wenn ihr wieder zurück fahrt. Wenn ihr dann jeden Tag in der Woche das selbe hört, wird das sehr nervig. Deswegen schaut der Sender bei der Planung immer in die horizontale Achse, ob sich da nicht zu viel wiederholt.

regenbogen zwei studio
Das kleine Studio ist mit viel Liebe (zur Musik) eingerichtet.

Regenbogen Zwei pusht aber nicht nur Bands. Auch stolze Bierbauchträger können sich profilieren und ein Jahresabo an flüssigem Getreide mit Glücklichmacher gewinnen. Neugierig geworden? Dann schaut mal HIER vorbei.
Kurz davor hat die größte Dreckskarre der Region zum ersten Mal dafür gesorgt, dass ihr Besitzer reichlich belohnt wird. Ihr seht, die Jungs und Mädels im Team denken sich immer was ganz Besonderes für euch aus. Während ich da war, wurden schon wieder neue Pläne geschmiedet. Ich kann natürlich nicht sagen, was das war.

acdc kühlschrank

Am Tag nachdem ich die Redaktion besuchte, sollten Fury in the Slaughterhouse im Studio auftreten, ein Interview geben und das ganze konnte per Livestream verfolgt werden. Ich denke, diese Band wird nicht die letzte sein, die in das kleine Studio in der Dudenstrasse kommt. Um andere bekannte und noch größere Acts treffen zu dürfen, so Doetzkies, müssten die Redakteure und Moderatoren aber noch selbst durch das Land reisen.

Der Sender hat sich voll und ganz dem Rock verschrieben. Hauptzielgruppe sind erwachsene Männer, aber auch viele Frauen und jüngere Menschen (wie ich zum Beispiel 😀 ) verirren sich auf Regenbogen Zwei. Ich finde die Mischung aus bekannten, poppigeren Songs, die auch auf anderen Stationen gespielt werden und wirklichen Geheimtipps und Songs, die das echte Rockerherz höher schlagen lassen, etwas Besonderes und wirklich toll. Der Sender verschreckt niemanden, er könnte eher in diesen Bereichen noch unerfahrene Hörer anlocken, und zeigt ihnen trotzdem, was es noch gibt außer Sunrise Avenue, AC/DC und Green Day.

presse pässe regenbogen zwei
Me like *__* ‚Whooaa!‘

Wer nicht hier im schönen Südwesten wohnt, kann den Sender jederzeit über den Onlinestream verfolgen. Außerdem gibt es eine kostenlose App für iOS und Android.

  • Odenwald/ Heilbronn 102,1
  • Weinheim 107,7
  • Rhein-Neckar 106,1
  • Wiesloch 107,1

Für alle, die wirklich von hier sind: Regenbogen Zwei sendet lokalere News als die meisten anderen Sender. Nur so als Geheimtipp, falls ihr über Sachen in der Region Bescheid wissen wollt.

Schaltet doch mal ein, vielleicht gefällt es euch ja, und vergesst nicht, euch als Band für das Heimspiel zu bewerben!

Eure Foxxy \m/

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